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Guide: PC-Konfigurationen, Zusammenbau, Kühler/Lüfter, Netzteile,Erste Hilfe,OC,GreenIT,SSDs,

« Letzte Änderung: 28.03.13, 11:43:29 von Mullmanu »

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Wissenswertes für den Zusammenbau

Der PC im Eigenbau : Praxiswissen für den Aufbau


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Zusammenbau Schritt für Schritt

Achtung : Ich übernehme keine Garantie für eventuelle Schäden. Alles auf eigene Gefahr ;D:)

Viele denken, ein Computer im Eigenbau sei sehr schwer. Doch es ist im Grunde einfacher als man denkt. Hält man sich genau an die Anleitungen, kann man eigentlich nichts falsch machen und man hat ein sauber funktionierendes System. Folgende Anleitung soll dabei helfen, den Zusammenbau des PCs auch allein zu bewerkstelligen.

Wichtig : Bevor wir uns ans Werk machen, ist es wichtig, dass wir uns vorher entladen. Sei es eben kurz am Heizkörper oder durch Nutzung eines Erdungsbandes. Statische Aufladung kann die Hardware Zerstören !


Schritt 1 : Befestigen der Abstandsschrauben


Äußerst wichtig ist es, im Gehäuse die Abstandsschrauben vorher zu setzen, damit anschließend das Board daraufgesetzt werden kann. Ohne die Abstandsschrauben herrscht hohe Kurzschlussgefahr !


Es sollten nur so viele Abstandsschrauben verwendet werden, wie das Board auch dafür vorgesehene Löcher hat. Bei zu vielen schrauben könnte man auch Kurzschlüsse verursachen.
Hier im Beispiel sind 7 nutzbare Löcher im Brett (rote Pfeile), die äußeren 3 sind nicht dafür vorgesehen (grüne Pfeile), das sieht man auch daran, dass keine silbernen Kontaktflächen vorhanden sind.
Falls in der Mainboardwand für bestimmte Löcher im Board keine Bohrungen sind, so lässt man die Schrauben an der Stelle weg (so wie hier im Beispiel die unterste). Das ist nicht weiter schlimm, das Board bleibt immer noch stabil.


Schritt 2 : CPU, Ram, Kühler


Um sich viel Aufwand und Zeit zu sparen, bestückt man das Board mit CPU, RAM und Kühler noch außerhalb des Gehäuses. Als Unterlage verwenden wir die Antistatikfolie des Boards, darunter sollte wenns geht Schaumstoff oder dergleichen liegen (oder der Packkarton vom Board).



Zunächst nehmen wir uns den RAM vor. Dazu drücken wir die weißen Halterungen leicht bis ganz nach hinten. Nun nehmen wir uns den Speicherstein und setzen ihn leicht in den Sockel (Noch nicht herunterdrücken !). Am einfachsten geht man nun so vor : Man drückt zuerst die eine Seite weiter runter, man wird sehen dass die weiße Klammer weiter zugeht (auch hier noch nicht ganz reindrücken). Das gleiche machen wir auf der anderen Seite, sodass beide Klammern schon fast zu sind. Nun drücken wir eine der Seiten ganz hinein sodass die Klammer zuschnappt. Das gleiche machen wir auf der anderen Seite. Fertig (siehe Bild 2)



Als nächstes ist die CPU an der Reihe. Hier unterscheidet man zwischen AMD und Intel. Genauere Infos liegen in der Regel als Anleitung dabei.

754/939/AM2(+)/AM3 :  Stift in 90° Stellung
775/1155/1156/1366 : Stift in 90° Stellung und Klappe nach oben

(bei älteren Sockeln ist es ähnlich wie bei den heutigen AMD Sockeln)




CPUs passen nur in einer Richtung in den Sockel. Sie sollten ohne Aufwand in den Sockel rutschen (Vorsicht : Pins können schnell verbiegen !)

754/939/AM2(+)/AM3 : CPU so in den Sockel, dass die goldene Ecke vom Hebel wegzeigt. Hebel wieder runterdrücken. Wärmeleitpaste auftragen
775/1156/1333 : CPU so in den Sockel, dass die goldene Ecke zum Hebel zeigt. Wärmeleitpaste auftragen. Klappe runter und Hebel runterdrücken

Wichtig : Wärmeleitpaste bei Boxed-Kühlern nicht auftragen, da dort schon welche unter dem Kühler aufgetragen wurde als Pad (zur Vorsicht immer noch mal nachsehen !)

Zum Thema Wärmeleitpaste Auftragen :
http://www.computerhilfen.de/hilfen-4-217049-0.html#msg1457598

Nun Wird der Kühler montiert. Es gibt unterschiedliche Arten der Montage, je nach Kühler und Sockel ist es anders (Retentionmodule, Pushpins, Klammern, Backplates etc..). Daher möchte ich hier nicht genau ins Detail gehen.
Abhilfe schafft immer die beim Kühler beiliegende Anleitung.
Also : Don´t Panic !

Wichtig dabei ist : Kühler lagerichtig auf die CPU setzen, dann erst auf einer Seite die Klammer herunterdrücken, Kühler oben auf Position halten und herunterdrücken. Dann mit ein wenig Kraftaufwand die andere Klammer herunterdrücken und einrasten.

Fertig.

Schritt 3 : Boardeinbau


Nun ab ins Gehäuse mit dem Board, aber bitte vorsichtig. Das Board setzen wir genau auf die Abstandsschrauben und befestigen das Board mit den passenden Schrauben aus dem Boardzubehör


Schritt 4 : Netzteileinbau


Wir bringen das Netzteil in die dafür im Gehäuse vorgesehene Position (oben oder unten oder sonst wie) und verschrauben es von außen


Nun wird das Board mit dem Hauptstecker (je nach Board 20pol oder 24pol) und der 12V Zusatzversorgung (je nach Board 4pol oder 8pol) bestückt.


Schritt 5 : Boardverkabelung


Front-Audio, Front-USB usw., sowie Power- & Resetknopf und Kontrollleuchten müssen ans Board gesteckt werden. Die genauen Positionen finden sich im jeweiligen Handbuch vom Board wieder.
Außerdem stecken wir den 3pin (oder auch 4pin) Stecker des CPU-Lüfters an seine vorgesehene Stelle (steht auch im Handbuch). Gehäuselüfter können auch mit ans Board (sofern Steckplätze vorhanden), ansonsten kommen sie mit ans Netzteil durch einen Adapter.


Schritt 6 : Bestückung von Erweiterungskarten


Hier gilt es zu unterscheiden zwischen AGP, PCIe 16x 4x 1x. Jede Karte passt nur in den dafür vorgesehenen Slot.
Ausnahme : PCIe 4x und 1x passen auch in 16x. Beim AGP slot muss man bei älteren Karten aufpassen. dazu siehe
http://de.wikipedia.org/wiki/Accelerated_Graphics_Port#Inkompatibilit.C3.A4ten

Zuerst nimmt man hinten die Slotblende(n) heraus. Dann kommt die Karte in den Slot. Bei AGP muss man vorher einen Schaft lösen (den es nach dem Einsetzen wieder zu schließen gilt), bei PCIe 16x muss das verbiegbare Plastikende zur Seite gedrückt werden. Dann wird die Karte an der eigenen Slotblende verschraubt.



Jenachdem welche Karte verbaut wird, muss sie mit PCIe 8pol, 6pol, 5.25" Laufwerkstecker oder 4pol-molex mit Strom versorgt werden. Mache Karten benötigen keine zusätzliche Stromversorgung


Schritt 7 : Bestückung von Laufwerken und Festplatten



Laufwerke finden in den 5.25"-Schächten Platz, 3.5" Geräte in den 3.5"- und 2.5" Geräte in den 2.5"-Schächten
Ältere IDE Geräte werden mit 5.25"-Stromsteckern versorgt. Neuere SATA-Laufwerke mit SATA-Stromsteckern (Ausnahmen auch mit 5.25"-steckern). Wichtig ist, dass die Laufwerke u. Festplatten verschraubt werden

Diskettenlaufwerke kommen an einen extra dafür vorgesehenen Floppy-IDE-port am Board. IDE Laufwerke und HDDs kommen an eigene Controller. SATA Geräte kommen an SATA Controller (genauere Beschreibungen sind immer im Handbuch zu finden, passende Kabel liegen i.d.R. beim Mainboard bei). Bei 2 IDE Festplatten muss entweder auf Master oder Slave gejumpert werden (jenachdem welche der beiden platten als Systempartition dienen soll). wer sich das sparen will, Jumpert einfach beide auf "Cable Select". das kann man auch bei 1 Platte machen.
Bei SATA Platten muss in der Regel nicht gejumpert werden. Man kann aber diverse Jumperoptionen vornehmen. Wenn man z.B. eine SATA2 HDD an einem SATA1 Controller betreiben will, muss man diese auf SATA1 jumpern.

Genauere Hinweise zu Jumpereinstellungen findet man beim Hersteller (Homepage, Handbuch).


Schritt 8 : Kontrolle und Verlegung

Zum Schluss kontrolliert man noch einmal, ob alle Kabel/Stecker auch korrekten Sitz haben. Zudem sollte man bei den Kabeln ein wenig Ordnung schaffen, damit die Hitze besser entweichen kann.
« Letzte Änderung: 03.12.12, 19:51:22 von Mullmanu »

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Wichtiges zum Thema Kühlung

Gehäuselüfter

 

Es gibt 2 wesentliche Dinge bei Lüftern zu beachten :

Förderleistung
[angegeben in m³/h oder CFM (1 CFM = ~ 1,71 m³/h)]

Wieviel Luft wird gefördert ?


Lautstärke
(Schalldruckpegel sind gemittelte Angaben ohne Bewertungsfilter, die um ±10 dB abweichen können)

10 dB(A) : Blätterrauschen, ruhiges Atmen
20-30 dB(A) : Sehr ruhiges Zimmer
25 dB(A) : normales Atmen (1m entfernt)
30 dB(A) : Flüstern (1m entfernt)
40-60 dB(A) : Sprechender Mensch (1m entfernt)

Wodurch zeichnet sich ein guter Lüfter aus ?

Logischerweise ist das Lautstärke-/Förderleistungs-Verhältnis das Kriterium, das einen guten Lüfter ausmacht. Je größer die Förderleistung bei gleichbleibender Lautstärke, desto besser.

Doch sollte man sich niemals 100% auf die Angaben vom Hersteller verlassen. Sie sind erstens nur theoretische Werte, und zweitens wird nie vermittelt, bei welchen Bedingungen gemessen wurde. So kann der Hersteller die bestmöglichen Gegebenheiten beim Test verwendet (ja sogar ein wenig gemogelt) haben, denn er will sein Produkt ja an den Kunden bringen.
Am besten man informiert sich vorher in einigen Tests, wieviel die Lüfter wirklich leisten.

Oft werden teilweise unrealistische Angaben gemacht, wie zB. 118 m³/h bei 21dB(A) -> (realistisch sind rund 100 m³/h bei 21dB(A). Man weiß nicht, aus welcher Entfernung und bei welchen Bedingungen gemessen wurde. Normale Messungen finden eigentlich in rund 30cm Abstand statt. Meistens ist dieser Lüfter dann auch noch spottbillig, was schon den 2. skeptischen Aspekt aufwirft.

Den Herstellerangaben von den gängisten Lüftern kann man aber Vertrauen schenken.

Unterscheiden muss man vor allen Dingen zwischen Körperschall (Schwingungen und Vibrationen) und Luftschall (Motoren-/Lagergeräusche, Geräusche direkt vom Lüfter).
Bei der Produktangabe handelt es sich in der Regel um den Luftschall. Den Körperschall unterschlagen die meisten einfach. Dabei ist dies häufig der störende Faktor. Was nützt es, ein leises Rotorblatt zu haben, wenn das Lager lautstarke Schleif- und Klackergeräusche von sich gibt ? Störende Geräusche durch den Rotor selber sind meistens Summen oder Brummen.

In Orthy´s gigantischem Lüfterreview werden die Punkte Schleifen, Klackern, Brummen bei sehr viele aktuellen Lüftern genauer unter die Lupe genommen
http://kdb.orthy.de/index.php?tablename=Luefter


80 / 92 / 120mm ?


Auch hier logischerweise : Je größer desto besser

Ein 120mm Lüfter hat gerundet etwa 2,5x so viel Fläche wie ein 80mm Lüfter. Folglich fördert ein 120mm bei gleicher Drehzahl deutlich mehr Luft.

Folgende Grafik verdeutlicht dies

R8=80mm Noctua , S12=120mm Noctua
 

Man behalte stets im Hinterkopf, dass es sich immer um theoretische Werte handelt, die so wie angegeben niemals exakt erreicht werden. Je nach Gegebenheit weichen die Werte immer mal mehr oder mal weniger ab.

Die Lautstärke kann man hier nicht rechnerisch festmachen, sie ist von Upm zu Upm unterschiedlich. Bei manchen Lüftern tritt sogar durch niedrigere Upm (hierzu gleich mehr) ein Schleifen im Lager auf. Sehr grob gesehen steigt die Laustärke aber proportional zur Upm.

Das subjektive Hörvermögen spielt hierbei allerdings eine große Rolle. Wo für den einen 20 dB(A) flüsterleise sind, kann es für den anderen wieder zu laut sein.
In etwa kann man aber für jedermann ein passendes Maß finden :

Ein Lüfter sollte (für einen angenehmen Betrieb) höchstens 22 dB(A) laut sein. Alles über diesem Wert lässt sich schon als "gut hörbar" einstufen. zwischen 17 und 22 dB(A) nimmt man nur noch ein Rauschen wahr, unter 17 geht´s ins quasi Unhörbare.

Gute 120er sollten rund 70-100 m³/h liefern. Gute 80er rund 40-50 m³/h. Es gibt zwar noch 92mm Lüfter, die sind allerdings nicht so weit verbreitet und es gibt auch nur sehr wenige gute.

Lüfter lassen sich regeln

Jeder Lüfter läuft mit einer bestimmten Spannung. In der regel läuft jeder Lüfter mit seiner Maximalspannung, und zwar 12V

Viele Lüfter lassen sich allerdings auf bis zu 5V herunterregeln. Dadurch wird die Umdrehungszahl verringert, die Lautstärke ebenfalls. Allerdings auch logischerweise das Fördervolumen.
Gewisse Lüfter gehen aber nur bis zu 7V, da dort ihre Anlaufspannung liegt. Jeder Lüfter besitzt eine eigene Anlaufspannung.

Zu bewerkstelligen ist dies per Lüftersteuerung (zB Zalman Fanmate), am Board selber (sofern dies es unterstützt im BIOS oder per Software) oder durch umstecken der Stromkabel (dazu siehe HIER).
Eine besondere Art ist das PWM-Signal (4pin Anschluss). Klemmt man einen PWM Lüfter an einen PWM-Stecker am Board, regelt sich dieser immer an die Temperatur angepasst.

Um den Körperschall der Lüfter zu dämpfen, benutzt man Entkoppler.

Für alles weitere siehe Lisaa´s Silent Guide
http://www.computerhilfen.de/hilfen-4-217049-0.html#msg1255668



das Prinzip des optimalen Luftstroms


Der Frontlüfter sollte so angebracht sein, dass er frische Luft in das Gehäuse saugt, um somit die einzelnen Komponenten damit zu versorgen.
Der Hecklüfter wird so angebracht, dass er die erhitzte Luft wieder aus dem Gehäuse befördert.
Somit wird eine kühle Gehäuseinnentemperatur gewährleistet.

Da CPU lüfter in der Regel so konzipiert sind, dass sie Luft ansaugen, wird die frische Luft des Frontlüfters verwendet, um die CPU ausreichend zu kühlen. Die am Kühlkörper wieder austretende Luft, sowie auch sämtliche erhitzte Luft im Gehäuse, wird durch den Hecklüfter und den Netzteillüfter wieder nach draußen befördert.

Des weiteren sollte man für eine noch bessere Kühlung sämtliche Kabel im Gehäuse auf sehr engem Raum halten und nicht als loses Kabelgewirr herumliegen lassen, da diese auch die Luftzirkulation behindern.
Für ältere IDE geräte werden Rundkabel statt der Flachkabel empfohlen.
(Möchte man sich diese nicht unbedingt kaufen, geht es auch so ;)(klick)
Um Festplatten besser zu kühlen, eignet sich der Luftstrom des Frontlüfter sehr gut.

zum Thema Lüfterkonstellationen : Klick (Lüfter wo anbringen ?)


Beispiel für ein ausgezeichnetes Belüftungskonzept



Empfehlungen


80mm

Noiseblocker MF8-S2   (äußerst gutes Lautstärke/Förderleistungs-Verhältnis)
Noctua R8   (äußerst gutes Lautstärke/Förderleistungs-Verhältnis)
Noiseblocker BlackSilent X2   (sehr gutes Lautstärke/Förderleistungs-Verhältnis; günstig)
Coolink SWiF-802   (sehr gutes Lautstärke/Förderleistungs-Verhältnis; Lüftersteuerung)
Nanoxia FX08-2200   (Sehr gutes Lautstärke/Förderleistungs-Verhältnis; Lüftersteuerung)
Arctic-Cooling Pro TC   (sehr gutes Lautstärke/Förderleistungs-Verhältnis; temperaturgesteuert; sehr günstig)
Aerocool Silver Lightning Fan(sehr gutes Lautstärke/Förderleistungs-Verhältnis; beleuchtet)
Coolink SWif2-80P(sehr gutes Lautstärke/Förderleistungs-Verhältnis,PWM)
Be Quiet Silent Wings PWM (sehr gutes Lautstärke/Förderleistungs-Verhältnis,PWM)
Enermax Cluster (sehr gutes Lautstärke/Förderleistungs-Verhältnis,PWM)



120mm

Noiseblocker MF12-S1 (pervers gutes Lautstärke/Förderleistungs-Verhältnis; Körperschalldämpfer. Schwingungsarmer
Noiseblocker MF12-S2 glasfaserverstärkter Rahmen; sehr leise Lager)
Noiseblocker PL-1 Wie XL Serie; Nanolager von  den MF + Silikonrahmen
Noiseblocker PL-2
Noctua P12   (äußerst gutes Lautstärke/Förderleistungs-Verhältnis)
Noctua S12B FLX   (äußerst gutes Lautstärke/Förderleistungs-Verhältnis)
Noiseblocker XL1  (äußerst gutes Lautstärke/Förderleistungs-Verhältnis; günstig)
Noiseblocker XL2   (äußerst Lautstärke/Förderleistungs-Verhältnis)
Nanoxia FX12-1250  (Sehr gutes Lautstärke/Förderleistungs-Verhältnis; Lüftersteuerung)
Scythe S-Flex 800RPM   (Sehr gutes Lautstärke/Förderleistungs-Verhältnis)
Scythe S-Flex 1200RPM   (Sehr gutes Lautstärke/Förderleistungs-Verhältnis)
Scythe SlipStream 800 (äußerst gutes Lautstärke/Förderleistungs-Verhältnis; günstig)
Coolink SWiF-1201 (sehr gutes Lautstärke/Förderleistungs-Verhältnis)
Coolink SWiF2-1201 (im gegensatz zum SWiF nochmal verbessert
Akasa AK-191-SM (sehr gutes Lautstärke/Förderleistungs-Verhältnis)
Arctic-Cooling AF12025 PWM   (gutes Lautstärke/Förderleistungs-Verhältnis; PWM/3pin anschließbar; sehr günstig)
Xigmatek XLF-F1253 (sehr gutes Lautstärke/Förderleistungs-Verhältnis, beleuchtet)
Alpenföhn Purple LED PWM (Wie Xigmatek XLF-F1253, neigt nur minimal mehr zum Schleifen)
Be Quiet Silent Wings PWM (sehr gutes Lautstärke/Förderleistungs-Verhältnis)
Enermax Cluster (sehr gutes Lautstärke/Förderleistungs-Verhältnis)

Zalman Fanmate 2 (sehr gute Lüftersteuerung; sehr günstig)

Lüfter drosseln ohne Kostenaufwand (klick)
« Letzte Änderung: 27.03.13, 19:00:14 von Mullmanu »

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CPU Kühler

 


guter Boxed-Ersatz

Coolermaster Vortex 752        (775/754/939/940/AM2/AM2+/AM3)    (solide Leistung, recht leise, günstig, HTPC fähig)
Coolermaster Hyper 101        (775/1156/939/940/AM2/AM2+/AM3)    (solide Leistung, recht leise, günstig)
Zalman CNPS 7000C AlCu        (754/939/940/AM2/AM2+/AM3/775)    (solide Leistung, recht leise, günstig)


mittleres Overclocking

Arctic Cooling Freezer 7 pro Rev2        (775/1156/1366/939/AM2/AM2+/AM3)    (leistungsstark, untere RPM relativ leise, günstig)
Scythe  Katana 3 SCKTN-3000        (478/775/1156/1366/754/939/940/AM2/AM2+/AM3)    (leistungsstark, relativ leise)
Cooler Master Hyper TX 3       (775/1156/754/939/940/AM2/AM2+/AM3)    (leistungsstark, leise, günstig)
ZALMAN CNPS 9500 LED           (478/754/775/939/940/AM2/AM2+/AM3)    (leistungsstark, leise, bei höherer RPM  relativ laut)


hohes Overclocking

Alpenföhn Groß Clockner    (775/754/939/AM2/AM2+/AM3)      (leistungsstark wie Scythe Mugen und Noctua NH-U12P, sehr leise)
Alpenföhn Groß Clockner Blue   (775, 754, 939, 940, AM2(+),AM3)      (besserer lüfter, verbessertes Heatsink, MetalPad)
Alpenföhn Brocken (775,1156,1366,754,939,940,AM2(+),AM3)    (etwas stärker als GC Blue)
Alpenföhn Nordwand (775,1156,1366,754,939,940,AM2(+),AM3)    (Stark wie Thor´s Hammer)
Prolimatech Megahalems (775,1156,1366/939,AM2(+),AM3 mit Kit)    (sehr leistungsstark)
Scythe Mugen 2                                        (478,775,1366,754,939,AM2,AM2+)    (etwas stärker als IFX-14, leise)
Scythe Yasya                                        (775/1156/1366/754/939/940/AM2/AM2+/AM3)    (wie Mugen 2
Thermolab Baram                                        (775,1366,AM2,AM2+,AM3)    (stark wie IFX-14)
Xigmatek Thor´s Hammer                                        (775,1366,754,939,940,AM2)    (etwa wie IFX-14)
Thermalright IFX-14 Heatsink & 1-2 Scythe Sflex 1200       (775, AM2)    (sehr leistungsstark, leise)
Zerotherm FZ120          (939, 940, AM2, 775)     (wie Xigmatek S1283, leise)
Xigmatek HDT-S1283    (754, 939, 940, AM2, 775)     (leistungsstark, rel. leise, kühlleistung lässt unter regelung stark nach, günstig)
Xigmatek HDT-RS1283   (754, 939, 940, AM2, 775)     (wie S1283, vernickelte Heatpipes, verbesserter Lüfter (leiser)
Xigmatek HDT-RS1284 (754, 939, 940, AM2, 775)     (wie RS1283, 1 Heatpipe mehr (Kühlgerippe größer), Pipes nicht vernickelt)
Cooler Master Hyper 212 Plus        (775,1156,1366,939,940,AM2(+),AM3)    (leistungsstark wie Xigmatek S1283)
Zalman CNPS 9700 NT                    (775, 754, 939, 940, AM2)    (leistungsstark, relativ laut)
Noctua NH-U12P               (775, AM2(+),AM3/auch als 1156/1366)    (sehr leistungsstark, äußerst leise)
Noctua NH-D14               (775/1156/1366/AMD/AM2/AM2+/AM3)    (sehr leistungsstark, äußerst leise)
Coolink Corator DS               (775/1156/1366/AM2/AM2+/AM3)    (sehr leistungsstark, leise)

Arctic MX2    (eine der besten Wärmeleitpasten)

Coollaboratory Liquid Pro     (die wohl beste Wärmeleitpaste, allerdings schwer zu verteilen)Achtung : nur für Kupferheatsinks
Coollaboratory Liquid MetalPad (genauso leistungsstark, leichte(s) Montage/Entfernen)Für Kupfer- und Aluminiumheatsinks
altert nicht --> muss nicht erneuert werden


kurzes Vorwort : Woran erkenne ich aussagekräftige Testergebnisse ?


    • Delta Temperaturen sind angegeben (K) -> Unterschied Ergebnis zur Raumtemperatur geachtet
    • Bloße Temperaturangaben sind unzuverlässig
    • Gesamtes Testsystem, Gehäusekühlung/lüfter sind angegeben
    • Annähernd gleiche Verhältnisse auf dem Kühlkörper sind geschaffen :

       - gleiche Lüfter verbaut
       - gleiche Lüftergeschwindigkeiten




    VGA Kühler

    u n d e r   c o n s t r u c t i o n (update)
    « Letzte Änderung: 03.12.12, 20:09:03 von Mullmanu »

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    Temperatur : ein lebenswichtiger Faktor

      • die Temperatur sämtlicher Hardwarekomponenten sollte stets im Auge behalten werden, um Überhitzungen frühzeitig entgegenzuwirken
      • am besten eignen sich dazu Programme wie :
      SIW
      HWMonitor


      Maximaltemperaturen für Prozessoren :
      Angaben des TCase (CPU oberfläche) ! nicht zu verwechseln mit TCore (CPU kern)

      Processor Finder AMD (aktuellere Modelle)
      Processor Finder Intel (aktuellere und ältere Modelle)
      Tabellarische Übersicht (ältere Modelle)

      Diese Angaben stellen das Maximum für den Chip dar. Besteht dieser Wert auf dauer, kann der Chip schnell anfangen zu schmoren. Das System macht aber schon 5-10°C unter diesem Wert eine Notabschaltung.


      Maximaltemperaturen für Grafikkarten :

      Alle modernen Grafikkarten ab Geforce 4 bzw. Radeon 9x00 sollten Temperaturen von 120-127°C aushalten. Allerdings sei gesagt, dass diese Werte nicht erreicht werden dürfen, da sie ein kritisches Maximum darstellen.
      Die meisten neuen Karten fangen schon ab 100°C an zu streiken und können gefährdet werden, daher ist es eher besser diesen Wert nicht zu übersteigen.
      Bei älteren Modellen ist der Maximalwert eher um die 70-90°C anzusiedeln.


      Maximaltemperaturen für Mainboards :

      Mainboards sollten im Regelfall eine Temperatur von 40-45°C nicht überschreiten.
      Heutige chipsätze gehen aber schnell mal auf 50-55°C, sodass sie auch mal bis zu 60°C aushalten können. Allerdings sind diese Temperaturen auf Dauer nicht zu empfehlen.


      Maximaltemperaturen für Festplatten :
      Festplatten sollten im Normalfall eine Temperatur von 55°C nicht überschreiten
       

      Der Kampf mit dem Staub


      -> Staub ist der größte Feind der Hardware !


        • Eine generelle Reinigung des gesamten Gehäuseinnenlebens sollte in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden !
        • Zugestaubte Lüfter können nach einiger Zeit zum Stillstand kommen. Dies führt zu Überhitzungen und anschließend zum Defekt.
        • Eine Reinigung erfolgt äußerst vorsichtig mit dem Staubsauger.

        Für schwer erreichbare stellen, sowie Kühlrippen empfehlen sich Wattestäbchen.
        Sehr zu empfehlen sind Druckluftsprays (Klick!)
        Damit lässt sich Staub wunderbar aus jedem Winkel entfernen. (Die Flasche beim Sprühen nicht auf dem Kopf halten, sonst kann Sprühflüssigkeit heraustreten. Es ist nicht gefährlich für die Hardware, allerdings gibt das unschöne Verfärbungen).

        • Um ein Eindringen des Staubes ins Gehäuse zu minimieren, eignen sich wunderbar die Filter aus Dunstabzugshauben. Diese setzt man einfach vor Lüftungsschlitze und vor allem Lüfter.
        • Achtung : Bei Lüftern sollte man allerdings beachten, dass diese nicht zur Rotation gebracht werden, da sich dadurch Spannungen entwickeln können, die somit die Hardware beschädigen. Von daher gilt : Rotorblätter festhalten.

        • Auf keinen Fall statische Tücher verwenden !
        « Letzte Änderung: 29.11.12, 21:47:10 von Mullmanu »

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        SOS Erste Hilfe

        Der PC macht nichts

        Problemstellung : Beim Starten des Rechners geschieht nichts. Kein Piepen; Lüfter drehen sich nicht; keine Arbeitsgeräusche
         
        Lösung :

          • Kontrolle ob der PC Stromzufuhr hat :

             - ist der Stromstecker richtig drin (Netzteil und Steckdose) ?
             - Stecker mal direkt an Steckdose probieren (nicht an Steckerleiste)
             - anderes Gerät an gleicher Steckdose testen
             - ist der Stromschalter am Netzteil auf "I" ?
             - 20/24Pol und 4/8pol EPS Stromzufuhren sollten stecken
             - überprüfen ob das Kabel für den Powerknopf am Mainboard steckt.
          Jener kann auch in manchen fällen defekt sein. Einfach den Resetknopf an den Poweranschluss schließen oder powerknopf am board drücken (sofern vorhanden)


            • wenn alles kontrolliert wurde, kann es nur noch am Netzteil, der CPU oder am Board liegen

               - Riechprobe an Netzteil und Mainboard (riecht es verbrannt ?)
               - sind auf dem Mainboard verschmorte stellen zu entdecken ?
               - Netzteil allein zum Starten bringen (Überbrücken)
                   -> siehe KLICK
                   -> wichtig: Mindestlast sollte gegeben sein (Festplatte, Laufwerk), da sonst Schäden entstehen können
               -> Alle 3 Komponenten nacheinander austauschen

               - Ein anderes Netzteil ausprobieren, das zu 100% laufen sollte
               - nützt dies auch nichts, ist vermutlich ein Wechsel des Mainboards nötig
               - hilft dies auch nichts, kann es auch die CPU sein (eher selten)



            Der PC macht nichts, doch Arbeitsgeräusche sind zu hören

            Problemstellung : Beim Starten des Rechners bekomme ich kein Bild. Lüfter drehen sich aber; Arbeitsgeräusche sind zu vernehmen

            Lösung :

              • Nach Umbau der (gesamten) Hardware : "Ist mein Netzteil vielleicht zu schwach?"

              Siehe HIER.

              • Sollten keine Pieptöne auftreten, sollte man allererst einen CMOS reset durchführen, denn dies hilft in über 80% der Fälle
                   - Anleitung : Siehe Hier (klicken)
                   - Häufige Ursache ist ein falsch bzw. zu weit getaktetes System
                   - Bei Hardwareumbestückung muss dies meistens gemacht werden, da das BIOS die alten Werte behält (was unter umständen sogar zu schwerwiegenden fehlern führen kann)

              • Sollte das Fehlerbild nach CMOS Reset gleich bleiben, sollte man zunächst die angeschlossene Hardware auf ein Minimum reduzieren (um fehlerquellen besser einzugrenzen). Festplatten und Laufwerke kann man getrost abgeklemmen.

              USB Geräte sollten auch ab, in seltenen Fällen sind sie sogar der Verursacher.

              • Der Rechner gibt Pieptöne von sich :

                 - sollte eine Hardwarekomponente defekt oder nicht richtig gesteckt sein, so meldet der PC dies mit sog. Beepcodes
                 - Da es unterschiedliche BIOS gibt, muss man die Beepcodes unterscheiden. Welches BIOS man hat, findet man entweder            über das Handbuch oder beim Start des PC´s heraus
                 - Die Beepcodes : Siehe Hier (klicken)

              • heutig Grafikkarten und Mainboards sind mit Kontroll-LEDs ausgestattet. Leuchtet am board die LED für den RAM, ist der RAM entweder defekt oder will in entsprechendem Slot nicht laufen (-> unterschiedliche kombinationen und alle slots testen).

              Die rote LED auf der Grafikkarte deutet meistens auf eine defekte Karte hin.

              • häufige Ursache für ein andauernd neubootendes System ohne Pieptöne kann eine zu heiße oder unterversorgte Komponente sein

                 - Kühler komplett von Staub befreien
                 - Kühler auf korrekten Sitz prüfen
                 - Lüfter auf Funktion prüfen
                 - im BIOS Temperaturen kontrollieren
                 - ist etwas durchgebrannt, sollten deutliche Spuren zu finden sein
                 - eventuell stärkeres Netzteil ?

              • ist man nur in Besitz eines onboard Grafikchips, und das System startet nur ohne Bild, kann der Chip defekt sein

                 - um dies zu testen deaktiviert man diesen per Jumper auf dem Mainboard (Betriebsanleitung!)
                 - anschließend baut man eine Grafikarte im vorhandenen AGP-,PCI(e)-Slot ein

              • Sollte man nach Einbau einer (neuen) Grafikkarte kein Bild bekommen, ist mit großer Wahrscheinlichkeit das vorhandene Netzteil zu schwach oder die Grafikkarte gar defekt. Es kann durchaus auch vorkommen, dass sogar der Grafikkartensteckplatz defekt ist (Paritätsfehler).
                Sollte die Grafikkarte nicht korrekt im Slot sitzen, so wird dies über einen Fehlercode gemeldet (in der Regel 8 kurze Töne).
                Auch eine bereits vorhandene Grafikkarte kann Probleme machen.
                 
                   - Um einen Defekt der Karte festzustellen, diese Karte in einem anderen Rechner testen oder andere Karte in diesem                      Rechner testen
                   - Monitorkabel auf korrekten Sitz überprüfen
                   - anderen Monitor testen
                   - anderen Ausgang an Monitor/Grafikkarte (TV-Out..) testen

              • Beim Selbstzusammenbau eines Systems, sollte man sich auf jeden fall vergewissern, dass die 4/8Polige Stromzufuhr am Board gesteckt ist. Außerdem muss die zusätzliche Stromzufuhr der Grafikkarte (sofern vorhanden) gesteckt sein.
                   - Stromzufuhren auf korrekten Sitz überprüfen

              • Bekomme ich doch ein Bild, das System bootet dennoch nicht richtig, so werden neben den Beepcodes meistens Fehlercodes auf dem Display angegeben :
                   - CMOS Checksum Error : Batterie schwach bzw. CMOS Baustein defekt
                        -> CMOS reset/Batteriewechsel/CMOS chip ersetzen
                   
                   - CMOS Battery failed : wie der Name sagt, Batterie schwach
                        -> Batteriewechsel
                 
                   - HDD Controller failure : Verbindung zum Festplatten-Controller unterbrochen
                        -> Festplattenkabel überprüfen/andere Festplatte testen
                        -> sollte der Fehler dennoch auftauchen, ist vermutlich der Controller am Mainboard defekt
                   
                   - Invalid Boot Device/No Boot Device Available : kein funktionierendes Betriebssystem auf Startmedium
                        -> eingelegte CD/DVD/Diskette entfernen
                        -> häufig wird die HDD nicht korrekt erkannt (andere Steckplätze testen)
                        -> im BIOS überprüfen, ob SATA/IDE Controller aktiviert sind. Bei SATA ist der Standardmodus "Native IDE"
                        -> falls das Betriebssystem beschädigt ist, per Windows CD die Reperaturfunktion nutzen

              • Wenn man Dank eines defekten Betriebssystems nicht mehr an seine Daten kommt, sollte man per bootfähigen CD/DVD/USB-Stick starten.
              • Bleibt das Bild nach dem Laden des Betriebssystems schwarz, ist hier mit Sicherheit ein Treiber (in der Regel Displaytreiber) die Ursache. Eigentlich sollte man im abgesicherten Modus starten können, sodass man den installierten Treiber entfernt.


              Instabilität des Systems

              Problemstellung : Das System friert häufig einfach ein

              Lösung :

                • mittels CPU-Z (oder auch im bios) die Spannung von CPU und RAM auf Korrektheit überprüfen. Falsche Spannungen führen zu Instabilität

                Korrekt eingestellte Spannungswerte sollten Prime95 ("small FFT") mindestens 30min fehlerfrei durchlaufen
                  • beim RAM mittels "Blend Test" in Prime95 oder Memtest +86 Testen

                     - oftmals hilft es die Command Rate im Bios auf 2T zu setzen (sollte sie auf 1T stehen)

                  Festplattenprobleme

                  Problemstellung : Die Festplatte arbeitet nicht mehr richtig und gibt seltsame Geräusche von sich

                  Lösung :

                    • defekte Platten machen sich nach und nach während des Betriebs bemerkbar :

                        - kratzende, vorher nicht dagewesene Geräusche treten auf
                        - das System läuft merkwürdig langsam

                      • Solche Anzeichen deuten in der Regel auf einen wahrscheinl kommenden, totalen Defekt der Platte hin. Es können aber nur leichte Sektorfehler sein.

                          - Programme wie "HD Tune" eignen sich sehr gut zum überprüfen der Platte
                          - hauseigene Programme wie "Seatools" (Seagate), "Data Lifeguard Tools" (WD) und "Hutil" (Samsung) können defekte               Sektoren finden und den Fehler beheben.

                        • in jedem Fall sollte man eine Datensicherung anlegen, bevor es zu spät ist.
                        « Letzte Änderung: 10.01.13, 23:02:03 von Mullmanu »

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                        Netzteile


                        Vorwort :
                        Viele wissen es (sehr) zu schätzen, viele interessiert es allerdings nicht ein Bisschen. Dabei ist es im Prinzip die wichtigste Komponente eines Desktop-PCs.
                        Das Netzteil ist das Gerät, welches alle anderen Hardwarebestandteile mit Strom versorgt. Von ihm hängt die meiste Verantwortung ab.
                        Viele kennen das bestimmt : Eines schönen Tages gibt das Netzteil einfach den Geist auf, löst einen Kurzschluss aus und das gesamte System löst sich in Flammen auf.
                        Doch wie kommt es zu dieser Situation ?


                        -----------------------------------

                        Netzteil ist ≠ Netzteil :

                        Auf dem aktuellen Markt gibt es unzählige verschiedene Netzteile, doch nicht jedes ist auch wirklich empfehlenswert. So gibt es Gruppen von billiger Noname-Ware bis hin zur hochwertigen Highend-Ware.
                        Es gibt gewisse Kriterien einzuhalten, damit man ein Netzteil als "empfehlenswert" einstufen kann.

                        Billige Noname-Produkte locken meist mit rein optischen Schmankerln. So gibt es sehr häufig 550W Netzteile, die aber nur um die 20-30€ kosten. Da denkt man sich zuerst "Mensch so viel Watt für so wenig Geld, das kaufe ich sofort.", dabei benötigt man nicht mal soviel Power für die meisten Highend Systeme.
                        Als Namenszusatz findet man meistens noch ein "Super silent" als Schriftzug.
                        Auch lassen sich viele nur durch das reine Äußerliche locken. Leuchtende Netzteile mit knalligen Farben bieten dem Auge einen besonders optischen Reiz. Doch was toll aussieht, ist nicht immer auch insgesamt toll :
                        In Netzteilen dieser Klasse wird in der Regel qualitativ minderwertige Hardware verbaut. Die Kühlung lässt meistens auch zu wünschen übrig, zudem fehlen wichtige Schutzfunktionen. Es wird einfach an allen Enden gespart, um den Preis schmackhaft zu machen.

                        Solch minderwertige Ware erhitzt deutlich höher bzw. macht weniger hohe Temperaturen mit, sodass eigentlich eine größere Kühlung von nöten wäre. Dadurch wird das Innenleben mit hohen Temperaturen strapaziert, was die Lebensdauer verkürzt.
                        Insgesamt ist minderwertige Ware nicht so langlebig wie hochwertige. Sie ist sogar sehr anfällig.

                        Doch weitaus wichtiger ist, dass minderwertige Ware nicht sonderlich belastbar ist. Einige Tests zeigten erschreckende Ergebnisse : Einem Noname-Netzteil mit angeblichen 450W Max-Output ging schon bei etwa 50% des Max-Outputs die Puste aus. Das System lief äußerst instabil und es dauerte auch nicht lange, bis sich das Netzteil verabschiedete.

                        Zurückzuführen ist dies nicht nur auf das verwendete Material selbst, sondern ebenfalls auf die Schutzfunktionen und Spannungen.


                        -----------------------------------

                        Schutzschaltungen :

                        <a href="http://www.youtube.com/v/CHPiS-sdCis" target="_blank" class="new_win">http://www.youtube.com/v/CHPiS-sdCis</a>

                        Wesentliche Schutzschaltungen können ein Netzteil schützen :

                        OCP (Over Current Protection) Überstromschutz :
                        Diese Funktion begrenzt die Stromstärken auf den einzelnen Schienen, um diese zu schützen.

                        SCP (Short Circuit Protection) Kurzschlussschutz :
                        Eine der wichtigsten Funktionen. Kommt es aus diversen Gründen (Einwirkung von aussen oder schlechte Isolierung) zu einem Kurzschluss, kann dieser das Netzteil zerstören und somit auch die restliche Hardware.
                        Dieser Schutz bewahrt das Netzteil davor.

                        OVP (Over Voltage Protection) Überspannungsschutz :
                        Kommt es innerhalb der verschiedenen Spannungsschienen zur Überspannung, kann dies ebenfalls das Netzteil beschädigen.

                        UVP (Under Voltage Protection) Unterspannungsschutz :
                        Im Prinzip wie der Überspannungsschutz, er wirkt nur gegen Spannungen unterhalb der Toleranz.

                        OPP (Over Power Protection) Überlastungsschutz :
                        Die Qualität der Kondensatoren etc. bestimmen ein Maximum für die Energie. Wird diese Kapazität überschritten könnte das Netzteil in Rauch aufgehen.
                        Hochwertige Komponenten halten aber meistens ein wenig mehr aus als ihr angegebenes Max-Output. So kann ein 500W Netzteil auch mal mit 10% mehr Output klarkommen.
                        Bevor die Spitze überschritten wird, setzt diese Funktion ein.

                        OTP (Over Temperature Protection) Überhitzungsschutz :
                        Wie der Name schon sagt : Dieser Mechanismus schützt das Netzteil rechtzeitig davor, zu überhitzen.

                        NLO (No Load Operation) Schutz vor lastlosem Betrieb :
                        Netzteile benötigen eine gewisse Mindestlast, um fehlerfrei zu arbeiten. In alten Systemen ohne leistungshungrige 12V-Verbraucher könnte das Netzteil also Schaden nehmen. Dies ist auch ein nicht unwichtiger Schutz.


                        ->

                        Da Noname-Netzteile zB. meistens keinen Überlastungsschutz/Überstromschutz besitzen, geht ihnen wie oben erwähnt auch mal bei 50% des Maximal-Outputs die Puste aus, da auf minderwertiges Material gesetzt wurde.
                        Aber auch ein Fehlen des Überhitzungsschutzes hat in vielen Fällen fatale Folgen. Noname Ware wird wie gesagt eher schlecht gekühlt.

                        ------------------------------

                        Spannungen :


                        Die drei wichtigsten Spannungen stellen die 3.3V (RAM und einige Teile des Mainboards), 5V (CPU, Grafikkarte, Laufwerke, externe Anschlüsse) und 12V (CPU, Grafikkarte, Laufwerke) Schienen dar. Jedes Netzteil besitzt diese und sie dürfen auch nur ein gewisses Toleranzmaß haben, denn gewisse Über-/Unterspannung kann die Hardware beschädigen.

                        Als Toleranzbereich sollte man mit ~5% rechnen.

                        Toleranzbereich 3.3V :     3.135 V  -  3.465 V
                        Toleranzbereich    5V :     4.75 V  -  5.25 V
                        Toleranzbereich  12V :     11.4 V  -  12.6 V


                        Gute Netzteile erkennt man daran, wenn die Spannungen möglichst stabil (also kaum schwanken) und nah an dem Richtwert sind.
                        Man sollte allerdings wissen, dass die Spannungen je nach Belastung des Systems ein wenig schwanken. Beim Leerlauf befinden sich die Spannungen eher beim Richtwert (manchmal auch minimal darüber bzw darunter), bei Belastung sinken sie allerdings minimal.

                        Vertrauen sollte man aber nur richtigen Messgeräten. Software oder das BIOS ist nicht immer vertrauenswürdig und kann Messfehler beinhalten.

                        ->

                        Ohne die Über-/Unterspannungsschutze (wie es bei Noname-Netzteilen in der Regel ist), kann es also schnell zu einem Defekt kommen.

                        Ware von minderwertiger Qualität ist sehr häufig mit Spannungsschwankungen und zu hoher/niedriger Spannung gekennzeichnet.

                        -----------------------------

                        Wirkungsgrad :

                        Heutzutage ein immer wichtigerer Faktor. Ein Netzteil besitzt ein Input und ein Output. Der Input bezeichnet die Seite, auf der der Strom aus der Steckdose entnommen wird. Der Output jene seite, auf der der Strom wieder an die Hardware abgegeben wird. Das verhältnis Zwischen Input und Output beschreibt den Wirkungsgrad (O/I*100).

                        Betreibt man nun beispielsweise mit einem 300W Netzteil mit 80% Wirkungsgrad (der angegebene Wirkungsgrad beschreibt immer den Betrieb bei 50% Auslastung) ein System, das 250W unter Last verbraucht, so nimmt das Netzteil 312,5W aus der Steckdose.
                        Noname Netzteile sind in der Regel von deutlich minderer Effizienz (aufgrund der schlechten Qualität der verbauten Teile). So müsste ein gleichstarkes Noname-Produkt mit 60% Wirkungsgrad 416,6W aus der Steckdose entnehmen.

                        So kann man mit einem NT mit hohem Wirkungsgrad deutlich Strom sparen (das schont die Geldbörse). Zudem : Je höher der Wirkungsgrad, desto weniger Wärme entsteht auch. Das macht das Netzteil insgesamt strapazierfähiger/langlebiger.
                        Es ist auch besser diese 250W mit dem hochwertigen 300W NT mit 80% zu betreiben, als mit einem minderwertigen 400W NT mit 60%.
                        Denn es werden bei beiden nur 250W für den Output genutzt, aber unterschiedlich viel aus der Steckdose entnommen. Ein netzteil gibt immer nur soviel ab, wieviel die Hardware im PC auch benötigt. Überdimensionierte Netzteile sind von daher also sinnfrei.

                        Sie sind aber noch aus einem weiteren Grund sinnfrei :

                        Der Wirkungsgrad eines Netzteils ist nicht konstant.
                        Bei 50% Auslastung ist er am höchsten, bis zu 100% schwächt er aber wieder ein wenig ab. Bis zu 20% schwächt er ebenfalls ein wenig ab. Es lässt sich fast eine Gerade mit leichter Krümmung beschreiben, aber je nach Qualität des Netzteils ist diese Krümmung stärker/schwächer. Hierbei käme das 80plus-Zertifikat ins Spiel, aber dazu Später mehr.
                        Ab 20% und tiefer sinkt er sehr steil.

                        Hat man also nun ein 800W Netzteil mit 80plus Zertifikat verbaut, und das System befindet sich im Leerlauf (Beispielverbrauch 100W), befindet sich der Wirkungsgrad je nach netzteil beispielsweise nur noch bei rund 70% (von ursprünglichen 80%), da 100W/800W 12.5% Auslastung bedeuten (es befindet sich also in der Steilzone unterhalb 20% Auslastung). Es werden also vom Netzteil 143W verbraucht.
                        Bei gleichen Verhältnissen nur mit einem 300W Netzteil :
                        Es würden 125W verbraucht werden, da sich das Netzteil zu 100W/300W= 33% auslastet (und somit noch bei rund 80% Wirkungsgrad ist).
                        Man spart also immer ein klein wenig Geld ;)

                        Weiteres Manko bei Netzteilen mit hoher Leistung :

                        Strom erzeugt wie bekanntlich Wärmeenergie. Es ist also logisch, dass ein 800W NT für ein System mit max. 300W mehr Hitze erzeugt, da hier die Auslastung in Relation geringer und somit auch der Wirkungsgrad geringer ist.


                        Allgemein sollte man sich aber merken : Je stärker ein NT, desto stärker muss es auch gekühlt werden. Es kommt aber wie gesagt auf das verwendete System an, denn wenn das netzteil nicht ausgelastet wird, nimmt es auch weniger Strom auf und gibt auch nicht so viel Wärme ab.
                        Passen diese relationen aber (und das Netzteil wird hoch ausgelastet), wird auch eine stärkere Kühlung bei starken NTs benötigt.
                        Das bedeutet teurere Komponenten, da billige nicht so gut kühlen. Reichen auch teurere nicht ganz aus, muss ein stärkerer Lüfter her (es kann also unter umständen etwas laut werden).
                        Es kommt also immer darauf an : wenn die Kühlung nur so gerade ausreicht, wird der Lüfter immer lauter.
                        Dies ist aber bei hochwertigen NTs eher selten, denn hier ist die Kühlung meistens ausreichend, sodass der Lüfter sehr leise ist.
                        Bei billigen NTs ist die Kühlung meistens auch ausreichend, sodass sie mit leisen Lüftern arbeiten. Der Hintergrund ist aber wie erwähnt, dass die billigen NTs garnicht erst bis zu solch hohen Auslastungen kommen ohne ins Gras zu beißen. Würden sie zu solchen auslastungen kommen, würde deren verbaute Kühlung auch nicht mehr ausreichen.

                        PFC :
                        Die Leistungsfaktorkorrektur (PFC, Power Factor Correction oder Compensation) behebt (teilweise) die Störungen im Oberwellenanteil des Stroms. Es sollte eine Sinuskurve sein, allerdings sind kleinere Abstreicher zu entdecken, welche die Verlustleistung deutlich erhöhen.
                        Gute aktive PFCs erreichen einen Leistungsfaktor 0,95-0,99. Durch diese sind Netzteile erheblich leichter. Auftretende störende Hochfrequenzen werden herausgefiltert. Sie sind relativ teuer.
                        Passive PFCs erreichen nur einen Leistungsfaktor von 0,7-0,8. Sie sind zudem schwerer und besitzen keinen Filter, sodass teilweise störende Hochfrequenzen zu hören sind. Dafür sind sie relativ günstig, sodass sie in Billig-NTs sehr häufig Platz finden.

                        Die PFC trägt im Wesentlichen zum Wirkungsgrad bei.

                        80plus :


                        Wie oben bereits angesprochen, setzt das 80plus Zertifikat bei Netzteilen bei 20%,50% und 100% Auslastung einen Wirkungsgrad von mindestens 80% voraus.
                        Andernfalls wird dieses Zertifikat nicht verliehen.
                        Und zur Erinnerung : unter 20% Auslastung sinkt die Effizienz deutlich.

                        Hier der Wirkungsgrad im Verhältnis zur Auslastung bei einem 80plus Netzteil


                        Die vertrauenswürdigste Informations- bzw. Testquelle ist immer noch das offizielle Institut 80plus.org
                        Aussschließlich Netzteile die hier gelistet sind, besitzen auch bei 20%,50% und 100% eine Effizienz von mind. 80%

                        Awards
                           

                        « Letzte Änderung: 03.12.12, 19:21:29 von Mullmanu »

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                        Woran erkenne ich jetzt ein hochwertiges Netzteil ?

                        Wie man sicherlich bisher gelesen hat : Billig ist nicht immer auch gut

                        Wer also ein zuverlässiges Netzteil haben möchte, muss ein wenig mehr ausgeben, denn wie gesagt "Wer am Netzteil spart, hat selber Schuld."

                        Soll aber nicht gleich bedeuten, dass jedes teure Netzteil auch gut ist. Es geht aber zumindest schon mal in die Richtung ;)

                        Zu beachten ist also :



                          • Bietet das Netzteil einen Großteil der wichtigsten Schutzfunktionen ?
                          • Ist das Netzteil bei den Spannungen sehr stabil und weicht so wenig wie möglich von der Norm ab ?
                          • Ist hochwertiges Material verbaut worden, sodass Langlebigkeit, Belastbarkeit und Stabilität gerantiert sind ?
                          • Besitzt das Netzteil ein aktives PFC ?
                          • Besitzt das Netzteil das 80plus Zertifikat bzw. hat es einen Wirkungsgrad von um die 80% ?
                          • Ist es ausreichend gekühlt und ist der Lüfter angenehm leise ?


                          Da die meisten dieser Punkte nicht beim Kauf dabei stehen, ist es sehr hilfreich im Internet ein wenig nach ausgiebigen Tests zu suchen. Dort findet man alles was man braucht. Schutzfunktionen, Spannungen, Wirkungsgrad, Temperaturen und Lautstärke.
                          Sehr nützlich sind vor allem die Tests, welche zeigen, ob die Netzteile auch ihr Max-Output erreichen können und nicht schon bei der Hälfte schlapp machen.
                          Dauerhafter stabiler Betrieb wird dabei mit angesprochen.
                          Empfehlungen und Auszeichungen sprechen sich rum, also wie gesagt "Man muss nur suchen" ;).

                          ------------------------

                          Welches passt nun zu mir ?

                          Am besten man berechnet sich zuerst den Gesamtverbrauch des Systems unter Last aus. Das geht am einfachsten mit dem Energierechner von Enermax

                          http://www.enermax.outervision.com/

                          Hier wird in etwa mit den TDPs gerechnet, sie stehen für das theoretische Maximum, was eine Komponente unter Last benötigt.
                          Die heutigen CPUs in 45nm mit einer TDP von 65W verbrauchen deutlich weniger (etwa 40W).
                          Da dort von einem durschnittlichen Board ausgegangen wird (was rund 25W verbraucht), sollte man am ende noch 10-15W hinzurechnen, da die heutigen chips etwa 30-40W benötigen.

                          Hat man dies abgeschlossen, sollte man sich nach einem Netzteil umsehen, das mit diesem System unter Last möglichst zwischen 50% und 70% ausgelastet ist, denn dort ist wie erwähnt der Wirkungsgrad am größten.
                          Im Leerlauf sinkt die Auslastung auch somit niemals unter die 20% Senke und ist somit immer noch sehr nah beim Effizienzmaximum.
                          Überdimensionierte Netzteile lohnen sich wie ebenfalls erwähnt nicht in keinster weise.
                          Netzteile die mit 80% und höherer Auslastung zurechtkommen müssen, werden stärker strapaziert und das kürzt somit die Lebensdauer. Zudem produziert es dann viel Wärme und wird relativ laut.
                          Weiterhin sollte man immer ein wenig Luft nach oben lassen, da man gewisse Schwankungen im Verbrauch mit einberechnen sollte.

                          Man sollte darüber hinaus die +12V Gesamtschiene betrachten, da hier am Ende rund 90% der Hardware mit versorgt wird. Ist diese besonders stromhungrig, muss die 12V Schiene das auch mitmachen. Von daher sollte man für ein aktuelles High-End-System mindestens 25A auf der 12V Gesamtschiene einplanen. 30A wären deutlich sicherer.
                          Bei Systemen des Mittelklasse-Segments reicht weniger, wie Netzteile in der 350W-400W region (mit mind. 18-22A auf +12V Gesamt).

                          Beachtet werden sollte nur die +12V Gesamtleistung. Die meisten getrennten Leitungen sind auch nur virtuell getrennt in dem Sinne als dass sie einzeln mit einer bestimmten Kapazität abgesichert sind. Zusammen laufen alle Rails dennoch über 1 Transformator.
                          Hat ein NT mit 2 virtuellen Rails 12V1 20A und 12V2 20A, können von der 12V Gesamtleistung auf jede Schiene nur jeweils 20A geleitet werden. Beträgt 12V Gesamt 30A, können auf 12V1 20A, auf 12V2 dann nur noch 10A !
                          Es gibt nur sehr wenige Netzteile mit echten getrennten Rails.
                          Hersteller die die 12V Gesamtleistung nicht angeben, haben auf jeden Fall etwas zu verbergen!

                          Man sollte sich auch noch vor dem Kauf Gedanken machen, welche Stecker man überhaupt benötigt. Fehlen welche, müssen zusätzliche gekauft werden.

                             
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                          Silent Guide
                          (Was tun, wenn der PC zu laut ist)

                          Welche Komponenten verursachen Lärm?
                          Alle bewegten Teile im PC verursachen Lärm. Das sind insbesondere die zur Kühlung der Hardware nötigen Lüfter und die Festplatten. Man unterscheidet zwischen Luft- und Körperschall. Luftschall sind die Geräusche, die direkt von Lüftern und Festplatten abgegeben werden: Motoren- und Lagergeräusche sowie die Bewegung der Luft. Nicht zu unterschätzen ist auch der Körperschall; dieser entsteht durch Schwingungen und Vibrationen, die an das Gehäuse abgegeben werden, das dadurch wie ein Resonanzkörper wirkt und zusätzlich Lärm verursachen kann.

                          Was kann man dagegen tun?
                          Die Kunst ist, den besten Kompromiss zwischen Geräuschentwicklung und Kühlleistung zu finden. So wenig Lüfter wie möglich aber so viele wie nötig einzusetzen. Ein optimales Kühlkonzept beinhaltet einen kontinuierlichen Luftstrom von vorn unten nach hinten oben durch das Gehäuse. So liegen alle wichtigen Komponenten im Luftstrom und werden gekühlt.
                          Je nach verbauter Hardware kann es bereits ausreichen, 2 aktive Lüfter im System zu haben. Einen für die CPU und einen Gehäuselüfter hinten unter dem Netzteil.
                          Für die besten Ergebnisse sollte man schon beim Kauf auf Komponenten achten, die sich gut kühlen lassen. Aber auch in einem fertigen System kann man etwas tun. Dabei gilt aber: immer die Temperaturen beobachten! Zu hohe Temperaturen können zu Abstürzen oder gar der Beschädigung einzelner Komponenten führen. Egal ob ein bestehendes System leiser machen oder den neuen PC von Anfang an planen: nachfolgend ein paar Tipps, was bei der Auswahl der Komponenten zu beachten ist.


                          1. Lüfter
                          Die optimale Auswahl und Platzierung von Lüftern ist die wichtigste Aufgabe. Es wird empfohlen, möglichst große Lüfter zu verbauen (120mm). Diese sind im Verhältnis zur Luftförderleistung leiser als kleinere Modelle und die erzeugten tieferfrequenten Geräusche werden von den meisten Menschen als angenehmer empfunden. Es sollte also bei der Auswahl der Komponenten darauf geachtet werden, dass sich 120mm-Standard-Lüfter überall dort verbauen lassen, wo ein Lüfter notwendig ist. Empfehlenswert sind z.B. Noiseblocker Multiframe oder Scythe S-Flex.
                          Für den Einsatz auf CPU- und Grafikkartenkühlern reichen in der Regel die langsam drehenden Modelle aus, als Gehäuselüfter sollten eher die leistungsstärkeren Varianten gewählt werden um genügend Reserven zu haben. Alle Lüfter lassen sich bei Bedarf in der Drehzahl regulieren um Lautstärke und Temperaturen auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen.
                          Die Montage sollte zur Vermeidung von Körperschall wenn möglich mit Gummientkopplern erfolgen.
                          Ausführlichere Infos zu Gehäuselüftern weiter oben in diesem Guide


                          2. Lüftersteuerungen
                          Die meisten modernen Mainboards besitzen integrierte Lüftersteuerungen, die die Drehzahlen der verbauten CPU- und/oder Gehäuselüfter automatisch anpassen. Wenn solche Regelungen nicht vorhanden sind oder nicht wie gewünscht funktionieren, kann man mit externen Lösungen nachhelfen.
                          Die einfachste Variante ist die Begrenzung der Spannungen. Dann drehen die Lüfter langsamer und sind leiser. Außerdem eine sehr günstige Lösung, entsprechende Adapter für 5V und 7V gibt es bereits für wenige Euro.
                          Mehr Kontrolle bieten Regelungen mit nach außen geführten Drehknöpfen. Dadurch können die Lüfter in einem gewissen Drehzahlbereich stufenlos eingestellt werden um z.B. auf hohe Umgebungstemperaturen etc. reagieren zu können. Die Regelung wird dabei zwischen Stromquelle/Mainboard und Lüfter gesteckt, der Drehknopf kann z.B. in einer nicht benötigten Frontblende montiert werden. Kostengünstig und effektiv: die Empfehlung der Redaktion.
                          Weiterhin gibt es temperaturabhängige Regelungen, die mit eigenen Temperaturfühlern individuell auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt werden können. Oder aber Kombinationen aus manueller Kontrolle und automatischer Regelung. Einige Beispiele:
                          http://www.ichbinleise.de/Regelungen/ichbinleise/MR-Varioregelung::334.html .
                          http://www.ichbinleise.de/Regelungen/ichbinleise/ichbinleise-Controller-TRX::915.html .
                          http://www.ichbinleise.de/Regelungen/mCubed/Steuerungen/T-Balancer-bigNG::2527.html



                          3. Gehäuse
                          Ein solides, schweres Gehäuse mit guter Verarbeitung sollte die Basis jedes leisen PCs sein. Dabei gilt: je dicker das verwendete Material desto unanfälliger ist das Gehäuse gegen Schwingungen und Vibrationen (Körperschall). Gehäuse aus Stahlblech sind dabei besser geeignet als solche aus Aluminium. Auch die in Moddingkreisen beliebten Plexiglasscheiben können das Geräuschverhalten negativ beeinflussen.
                          Schalldämmmatten - ja oder nein?
                          Man sollte sich von dem Gedanken verabschieden, dass solche Dämmmatten jegliche Geräusche absorbieren und der PC danach sehr viel leiser ist. Dennoch können solche Matten sinnvoll sein. Sie tragen dazu bei, dass das Gehäuse unempfindlicher gegen Körperschall wird und dämpfen insbesondere die von vielen Menschen als störend empfundenen hochfrequenten Geräusche. Dabei sollte jedoch auf eine feste Montage im Gehäuse (z.b. selbstklebende Matten) und geeignete Materialien geachtet werden. Basteleien mit Teppichresten oder Korkplatten sind nicht zu empfehlen. Besser sind spezielle Produkte, die nicht nur gute Dämmeigenschaften besitzen sondern auch in Sicherheitsfragen (Feuerfestigkeit, etc.) auf die Anforderungen für den Einsatz in PC-Gehäusen zugeschnitten sind. Wichtig ist hier, soviele Flächen wie möglich mit den Matten zu versehen, dabei jedoch ausreichend Öffnungen für die Be- und Entlüftung freizulassen. Empfehlenswert: Matten von MR Comtech. Erhältlich auch schon vorkonfektioniert für viele beliebte Gehäusemodelle.


                          4. Netzteil
                          Wichtig ist ein hochwertiges, effizientes Netzteil. Je höher die Effizienz desto weniger Energie geht beim Transformationsprozess in Form von Wärme verloren und desto leiser lässt sich ein Netzteil kühlen. Alles wissenswerte über Netzteile sowie Produktempfehlungen gibt es weiter oben in diesem Guide
                          Wem das nicht reicht, kann auf ein passives Modell zurückgreifen. Diese haben keinen Lüfter verbaut und können somit als geräuschlos bezeichnet werden. Zu beachten ist hierbei aber: In einem normalen (ATX-)Gehäuse trägt das Netzteil zur Entlüftung des Gehäuses bei. Passiv gekühlte Netzteile können dies nicht leisten, das sollte bei der Auswahl und Montage der Gehäuselüfter berücksichtigt werden.
                          Als Alternative können Semi-passive Netzteile angesehen werden, deren Lüfter nur bei Überschreiten einer Temperaturschwelle zugeschaltet wird. Diese Technik, die zum Beispiel in Netzteilen der Nesteq ASM-Serie eingesetzt wird, bietet überwiegend lautlosen Betrieb mit ausreichend Reserven für heiße Sommertage oder ausgiebige Spiele-Sessions. Einige Empfehlungen:
                          NesteQ ASM (Semi-passiv)
                          Amacrox Calmer (lüfterlos)



                          5. CPU-Kühler
                          Der wahrscheinlich auffälligste Kühler im PC. Hier gilt: Bigger is better. Je größer die Oberfläche des Kühlkörpers, desto mehr Wärme kann an die Luft abgegeben werden. Das bedeutet langsamerer Luftstrom und somit leisere Kühlung. Dazu sollte darauf geachtet werden, dass sich ein beliebiger 120mm-Lüfter an dem Kühler montieren lässt. Dadurch kann der Lüfter bei Bedarf gegen ein leiseres Modell ausgetauscht werden, dies ist bei Modellen mit integrierten Lüftern nicht möglich. Empfehlenswert sind zum Beispiel Scythe Mugen, Noctua NH-U12P, EKL Alpenföhn Groß Clockner oder vergleichbare.


                          6. Mainboard
                          Moderne Mainboards sind eigentlich alle passiv gekühlt. Aktive Chipsatzkühler sind oft sehr laut, können (und sollten) aber problemlos ausgetauscht werden. Empfehlenswert: Zalman ZM-NBF47, EKL Alpenföhn Ötzi, Noctua NCU-6.

                          7. Grafikkarte
                          Grafikkarten gehören zu den größten Krachmachern in PCs weil sie in Punkto Wärmeentwicklung aktuellen CPUs in nichts nachstehen, der Platz für die Kühlung aber sehr begrenzt ist. Hier ist dringendst zu empfehlen, schon beim Kauf ein passiv gekühltes Modell zu wählen. So kann man sichergehen, dass die Kühlung ausreichend ist; außerdem ist kein Umbau nötig, so dass auch die Garantie erhalten bleibt.
                          Ist die (laute) Karte ersteinmal gekauft ist aber noch nicht alles verloren. Für viele Karten gibt es passive Lösungen zum Nachrüsten. Empfehlenswert sind hier z.B. der Thermalright HR-03 GT, Auras Fridge JES-988 oder Arctic Cooling Accelero S1 Rev.2. Wenn die Kühlleistung nicht ausreicht (Temperatur beobachten!) lassen sich die Modelle auch mit langsam drehenden, leisen Lüftern nachrüsten. Es sollte unbedingt auf die Kompatibilitätslisten des Herstellers geachtet werden; nur für dort aufgeführte Grafikkarten sollte der jeweilige Kühler verwendet werden.


                          8. Festplatten
                          Festplatten leiser zu machen ist eine der anspruchsvolleren Aufgaben, weil diese nicht nur Lauf- und Zugriffsgeräusche (verursacht durch den Motor und die Bewegungen des Lese-Schreibkopfes) sondern auch Körperschall (auf das Gehäuse übertragene Vibrationen) erzeugen. Es gibt verschiedene Ansätze, mit diesem Problem umzugehen. Eine Möglichkeit sind reine Entkopplungslösungen, die auf die Verringerung von Körperschall abzielen. Diese HDD-Entkoppler gibt es in allen denkbaren Variationen. Beispiel: http://www.ichbinleise.de/Zubehoer/HDD-Zubehoer/HDD-Daemmung/mCubed-Silent-Brackets-transparent::1856.html
                          Besser sind jedoch sogenannte Festplattenboxen. Diese umschließen die Platten komplett und filtern so einen Großteil der Lauf- und Arbeitsgeräusche. Empfehlungen: Xilence HD-Kühler, silentmaxx-HD-Dämmung Rev. 2.0 oder Scythe Quiet Drive SQD-1000.
                          Beide Lösungen sind jedoch problematisch: Die Festplatten passen nicht mehr in die gewohnten 3,5" Einbauschächte sondern müssen in 5,25" Schächten montiert werden. Dies hat zur Folge, dass (neben eventuellen Platzproblemen bei nicht ausreichend vorhandenen 5,25" Schächten) die Festplatten aus dem Luftstrom genommen und möglicherweise nicht mehr ausreichend gekühlt werden. Mit ein wenig handwerklichem Geschick und ein paar Lochblechen kann man aber auch dieses Problem lösen.

                             
                          « Letzte Änderung: 29.11.12, 20:42:43 von Mullmanu »

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                          Hier wurden verschiedene Lüfterkonstellationen im Gehäuse getestet, um mal zu verdeutlichen was Gehäuselüfter (und in welchen Positionen) überhaupt bringen. viele unterschätzen leider die große Wirkung.

                          Testsystem :
                          (nur relevante Daten)

                          Phenom II X3 720 BE @ 1,312V
                          Gigabyte GA-MA770-UD3 (Rev 1)
                          Sapphire HD4850 Dual-Slot
                          WD3200AAKS (Systemplatte) + WD2500KS
                          (Corsair HX450 bildet eigene Thermik)

                          Lüfter in der Front (reinblasend) : 120mm YS-Tech @ 1200 RPM
                          Lüfter im Heck (rausblasend): Xigmatek XLF @ 1000 RPM
                          Lüftere Mitte-Oben (raus)/Unten (rein)/Seite (rein/raus) : Noiseblocker XL2 @ 1000 PRM
                          1 Position ist immer frei, da nur 4 Lüfter zum Testen vorhanden.
                          CPU-Kühler : (Groß Clockner mit Xigmatek XLF @ 1000 RPM)
                          GPU-Kühler : 80mm @ 2450 RPM
                          verwendete Paste : Arctic Silver 5

                          Gehäuse : Xigmatek Midgard

                          Anordnung (beispielhaft) :



                          Da ich die komplette Front mit Mesh-Blenden verbaut habe, habe ich jene hier mal - um möglichst auf die meisten Gehäuse zuzutreffen - zugeklebt.
                          Da das Netzteil unten sitzt, habe ich den Fan hinten oben als Netzteil mit 120er Fan angesehen. In den Grafiken bedeutet "Oben" daher "Mitte Oben".
                          Leider entsprachen CPU- und GPU-Kühler nicht ganz den meisten Systemen. Der Clockner ist ein Tower-Kühler der in Richtung Heck bläst; Auf der GraKa sitzt kein Referenzkühler (der nach hinten aus dem Slot bläst), sondern ein offener.


                          Vorgehensweise:

                          Von der 3200AAKS wird eine mp3 abgespielt, zudem laufen Prime95 in Small FFT (für die CPU) und ATI Tool mit artefact scanning (für die GPU).
                          Jeder Test wurde rund 20 Minuten für sich laufen gelassen, damit die Temperaturen sich möglichst gut einpendeln. Es herrschte eine konstante Raumtemperatur von 20°C.
                          Betrachtet habe ich hier nicht alle Möglichkeiten, sondern diejenigen, die mir am sinnvollsten erschienen.


                          Testergebnisse:



                          Analyse :

                          Fangen wir direkt mit der Frage an, ob sich Gehäuselüfter überhaupt lohnen : Die kann man doppelt und dreifach mit "Ja" beantworten. Haben wir lediglich einen ordentlichen 120mm fan im Heck verbaut, sind die Temperaturen im Vergleich zu keinen Lüftern im Gehäuse deutlich geringer. Liegt logischerweise an der besseren Wärmeabfuhr.

                          Auch ist es deutlich besser einen guten Heckfan zu besitzen, als die Seitenwand einfach offen zu lassen. Es wird zwar mit offener Wand deutlich mehr Frischluft angesaugt, doch die Wärme entweicht nicht so schnell.
                          Wer keine Fans hat, kann besser die Seitenwand auf lassen. Einzig die HDDs werden minimal wärmer, da sie nicht mehr im Luftstrom durch den NT Fan sind.
                          Einen einzelnen Fan vorn reinzusetzen, ist herzlich sinnlos. Einzig die Festplatten werden kühler.
                          Bei 2 Fans ist die sinnvollste Kombo Heck + Vorn (so wie es in jedem System mindestens aussehen sollte).
                          Kommt ein 3. Fan als Seitenlüfter in Höhe der GraKa hinzu... Bei reinblasendem Fan wirkt sich das positiv auf GPU und Board aus. Der Rest bleibt eigentlich gleich. Lediglich die HDDs sind dadurch um 2°C wärmer geworden. Ganz erklären kann ich mir dies nicht, ich vermute jedoch, dass die Luft mit der von den HDDs kommenden Luft ein wenig kollidieren.
                          Positioniert man den Seitenfan rausblasend, wirkt sich das eher kontraproduktiv aus, vermutlich da er in dieser unteren Position die kalte Luft von der HDD kommend in ihrer Bewegung verlangsamt, ja die warme Luft von oben gar etwas anzieht.
                          Ob hierbei nun der Seitenfan oder der Bodenfan reinbläst, macht so gut wie keinen Unterschied. Einzig die GPU ist na klar minimal kühler.
                          Den 3. Fan Oben zu haben, bewirkt in etwa das Gleiche. Lediglich das Board wird etwas wärmer, da nicht mehr so viel Frischluft kommt.
                          Bei 4 Fans finden wir beim Einsatz des Seitenfans auf Höhe der GPU die gleichen Phänomene wie weiter oben beschrieben wieder.
                          Der Einsatz eines Fans im Deckel bewirkt hier minimal bessere Temperaturen.

                          Haben wir hier Seite und Boden reinblasend, ist dies etwas besser als Seite rein und Oben raus. Noch besser ist es hier, wenn man beim Boden Luft rein und Oben raus hat.


                          Fazit :

                          Kommen wir zum Abschluss.
                          Als effektiv hat sich hier - überraschenderweise - der reinblasende Fan im Boden herausgestellt. Seite rein oder Oben raus wirkt sich in etwa gleich aus. Bestes Ergebnis liefert ohne Zweifel ein ausgeglichenes Verhältnis aus Heck, Oben, Boden, Vorn. Dicht gefolgt von Heck, Oben, Seite, Vorn.

                          Verfügbarkeit 0 Lüfter : Seitenwand offen lassen.
                          Verfügbarkeit 1 Lüfter : Positionierung am besten im Heck.
                          Verfügbarkeit 2 Lüfter : Positionierung am besten in Heck und Vorn.
                          Verfügbarkeit 3 Lüfter : Positionierung am besten in Heck, Boden/Oben und Vorn.
                          Verfügbarkeit 4 Lüfter : Positionierung am besten in Heck, Oben, Boden und Vorn.

                          Sollte der Seitenfan mittig sitzen (eher in höhe der CPU), sieht das ganze ein wenig anders aus. Dort rentiert es sich teilweise eher, den Seitenfan rausblasend zu positionieren, falls man überhaupt einen einsetzen möchte (dies hatte mein vorheriges System gezeigt).

                          « Letzte Änderung: 31.03.13, 20:18:15 von Mullmanu »

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                          Wärmeleitpaste auftragen/erneuern

                          Nach einer bestimmten Zeit bemerkt man, dass die Temperaturen (sei es von der CPU oder der GPU) immer höher werden, obwohl sich die äußeren Umstände sich nicht verändert haben. Das mag in den meisten fällen daran liegen, dass die Wärmeleitpaste eventuell schon zu alt ist, somit anfängt zu bröckeln und ihre Wirkung zu verlieren.
                          Dem kann man ganz leicht Abhilfe schaffen, indem man sich für ein paar € neue Paste kauft.
                          Keine Angst, das Wechseln der Wärmeleitpaste ist einfacher als manch einer denkt....

                          Zuerst gilt es den Kühler zu entfernen. Dazu müssen erst die Klammern oder Pushpins (jenachdem) gelöst werden.
                          Jetzt muss man aufpassen. Sollte der Kühler sich nicht anheben lassen, klebt er vermutlich an der CPU fest. Wendet man jetzt Gewalt an, kann man unter Umständen die CPU aus dem Sockel ziehen, was im schlimmsten Fall ein Verbiegen der Pins zur Folge hat. Sollte dies einmal passieren, lassen sie sich wieder geradebiegen, sollten sie allerdings abbrechen, kann man die CPU quasi vergessen.
                          Von daher : CPU vor dem Wechsel ordentlich aufheizen mit dem Tool "Prime95", dann sollte die Paste ein wenig schmieriger sein und der Kühler sollte sich lösen lassen.

                          Dann sollte man am besten die CPU aus dem Sockel holen. Dazu den kleinen silbernen Stift nach oben drücken bis etwa 90°


                          CPU und Kühler sehen jetzt in etwa so aus

                           

                          Jetzt müssen die alten Reste entfernt werden. Dazu benutzbare Mittel wären : Isopropanol, Nagellackentferner, Feuerzeugbenzin, Alkohol oder gar ein wenig Schmierseife.

                          Dabei sollte man aufpassen dass bei der CPU ausschließlich die Oberfläche in Kontakt kommt. Man nehme zum Entfernen, Polieren und Trocknen etwa Toilettenpapier oder antistatische, fusselfreie Haushaltstücher.
                          CPU- und Kühler-Oberfläche sollten wenn möglich sehr sauber sein (d.h. keine Pastenrückstände, Fussel oder Fettflecken).

                          Kommen wir zum Auftragen der neuen Paste :
                          Hierbei gilt -> weniger ist mehr
                          Die Paste sollte nur hauchdünn aufgetragen werden, sie dient schließlich als Lückenfüller. Trägt man zu dick auf, kommt es zum Wärmestau

                          Solch ein Klecks in der Mitte reicht in der Regel völlig aus

                          Zum Verstreichen nimmt man sich entweder eine alte Telefon-/Kreditkarte (wie auch immer) oder ein dünnes Stück Pappe und verteilt nun die Paste gleichmäßig dünn auf dem Heatspreader
                           

                          Nun setzt man die CPU wieder in den Sockel und drückt den silbernen Stift wieder bis ganz nach unten. Dann setzt man den Kühler wieder auf die CPU und verankert ihn wieder mittels Klammern oder Pushpins.

                          Eine weitere Methode wäre, die Paste nicht zu verteilen, sondern den Kühler direkt auf diesen Punkt zu setzen und ein wenig zu drehen (nur 2° links/rechts, sonst zerkratzt man den Heatspreader). Kühler danach natürlich drauf lassen.
                          das Resultat sähe ungefähr so aus

                          Diese Methode soll angeblich die Bildung von Luftbläschen reduzieren, in der Praxis kann man allerdings keinen Unterschied ausmachen.

                          Man sollte es mit der Paste allerdings nicht übertreiben
                           
                          es gibt genug Pasten die elektrisch leitend sind. kommt davon etwas auf diverse Hardwareteile, könnte das böse enden

                          --------------------------------------------------
                          beispielsvergleich (Differenz Raumtemp-CPUoberfläche)
                           

                          Es ist gar nicht immer von Nöten einen neuen CPU Kühler zu kaufen, oft kann es Wunder bewirken, auf eine effizientere WLP umzusteigen. So macht man aus manch Kühlschlappi einen durchaus akzeptablen Kühler.

                          Allerdings hängt die tatsächliche Wirkung stark vom Auftragen der Paste, aber auch von der Oberfläche der CPU ab. Ist letztere ohnehin schon sehr glatt, dürfte man kaum unterschiede zwischen den Pasten bemerken.
                          Weiterhin gibt es Pasten, die ihre Wirkung erst nach 48h oder mehr entfalten.
                          Außerdem spielt auch das Alter der alten Paste eine große Rolle.
                          « Letzte Änderung: 29.11.12, 20:41:34 von Mullmanu »

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                          Prozessoren übertakten für Einsteiger

                          Wem es an Rechenleistung fehlt, muss nicht immer gleich eine stärkere CPU kaufen. Mehrleistung kann jeder zum Nulltarif bekommen. Wie das geht ? Durch Overclocking (Übertakten) der CPU.
                          Beim Übertakten lässt man (wie der Name schon verrät) seine CPU über den Normaltakt laufen. Dadurch lässt sich mehr Rechenleistung erzielen. Hört sich relativ einfach an, ganz so einfach ist es aber dann doch wieder nicht, denn es gibt gewisse Aspekte zu beachten.
                          Im folgenden wird nun möglichst kurz, aber dennoch ausführlich genug geschildert, was man beim OC alles zu beachten hat, sodass auch Einsteiger es verstehen.

                          • Intel Prozessoren von Celeron bis Core 2 Quad übertakten (folgt direkt)
                          • Intel Core i7 übertakten (in Bearbeitung)
                          • AMD Athlon 64, Athlon 64 X2, Sempron (K8) übertakten (Klick!)
                          • AMD Phenom (II) übertakten (in Bearbeitung)
                          Bei älteren Modellen (Athlon XP, Duron, Pentium 3 etc) mögen die Nutzer bitte googlen  ;)



                          Wichtig : Folgender Abschnitt gilt für :


                          Celeron (Netburst), Celeron D, Celeron Core, Celeron Dual Core
                          Pentium 4 (Extreme Edition), Pentium D, Pentium Dual Core
                          Core 2 Duo, Core 2 Quad, Core 2 Extreme


                          Achtung : Beim Übertakten verfällt die Garantie !
                          Durch Spannungserhöhung reduziert sich die Lebensdauer der CPU.
                          Es wird keine Haftung für eventuelle Schäden übernommen !



                          Ein bisschen Theorie

                          Zuerst einmal sollte man sich folgende Programme besorgen :

                          Core Temp, CPU-Z, Prime95

                          Mit Core Temp überprüfen wir stets unsere Kerntemperaturen und mit CPU-Z überprüfen wir die Taktraten von CPU,Ram und Bus.
                          Prime95 ist eine Stabilitätsprüfsoftware, die Fehler meldet wenn die CPU instabil arbeitet.

                          Der Zusammenhang zwischen CPU, RAM und Mainboard sieht wie folgt aus.
                          Jedes Board arbeitet mit einem bestimmten Referenztakt. Der vorliegende Referenztakt hängt von der verbauten CPU ab. Mit diesem Referenztakt werden auch CPU, RAM und die Northbridge (NB) des Boards angesprochen (die Southbridge zwar auch, die ist jetzt aber für das OC eher zweitrangig; genauer Zusammenhang : klick). Dabei hat jedes dieser Dinge einen eigenen Multiplikator/Teiler um einen Effektivtakt zu erreichen.

                          Ein Intel Core2Duo E6600 z.B. arbeitet mit einem Referenztakt von 266 Mhz. Durch einen Multiplikator von 9x ergibt sich ein Effektivtakt von 2400 Mhz.
                          Die Northbridge des Boards arbeitet jetzt ebenfalls mit diesen 266 Mhz. Durch einen eigenen, nicht änderbaren Multi von 4x ("quadpumped") wird hier ein effektiver Bustakt von 1066 Mhz erreicht.
                          Bei der Southbridge ist es hier das selbe Spiel. Daher beachten wir weiterhin nur die Northbridge.
                          Hat man zB. DDR2 800 speicher verbaut (arbeitet normal mit 200 Mhz Referenztakt; durch die doppelte Datenrate und verdoppelte prefetcher wären das 800 Mhz effektiv; wir rechnen aber jetzt mit dem Takt von 1 Datenrate, also 400 Mhz), tritt ein Ramteiler ein, damit der Ram von 266 Mhz Referenztakt auf 400 Mhz laufen kann. Dieser Teiler wäre 266:400

                          CPU-Takt : Referenztakt*CPU-Multi
                          Ramtakt : Referenztakt/Ramteiler
                          Ramteiler : Verhältnis Referenztakt:Ramtakt
                          Bustakt : Referenztakt*4

                          Beispielsweise durchgerechnet für den E6600 mit DDR2 800

                          CPU-Takt : 266 Mhz * 9 = 2400 Mhz
                          Ramtakt : 266Mhz / (266/400) = 400 Mhz (800 effektiv)
                          Ramteiler : 266:400
                          Bustakt : 266 Mhz * 4 = 1066 Mhz

                          Wie oben erklärt, hängen CPU, Ram und der Bustakt vom Referenztakt ab. Ein Übertakten der CPU erreicht man also nur, indem man den CPU-Multi erhöht oder den Referenztakt anhebt.
                          Der CPU-Multi ist allerdings nicht höher einstellbar als im Normalbetrieb (Ausnahme : Extreme Editions). Kann man ihn doch erhöhen, so wird nur die CPU übertaktet (die Spannung muss allerdings auch ab einem bestimmten Takt erhöht werden). Sie wird dabei genauso strapaziert als wenn man per Referenztakt übertaktet.

                          CPU, Ram und Northbridge haben jeweils eine eigene Betriebsspannung (Vcore, Vmem, Vmch).
                          Wichtig ist : Erhöht man die Rechenleistung, benötigen die Komponenten mehr Strom. Dazu muss die Spannung ab gewissen Taktraten erhöht werden. Spannungserhöhungen führen zu höherem Stromverbrauch und somit zu mehr Abwärme ! Takterhöhung ohne Spannungszugabe wirkt sich nur geringfügig aus.
                          Bei aktuellen CPUs in 65nm Verfahren sollte bei Luftkühlung eine Vcore von höchstens 1,45V gewählt werden, mehr machen die meisten Kühler nicht mit. Bei CPUs in 45nm sollte man nicht höher als 1,3625V gehen (dies sind lediglich empfehlungen, man kann auch noch ein wenig höher gehen, aber ab hier wird es langsam sehr risikoreich, da jedes individuum einer CPU unterschiedliche grenzen hat -> unterschiede in der fertigungsqualität). Bei älteren CPUs gibt es wesentlich höhere Spannungen (aufgrund größerer Strukturbreite), aber auch die haben ihre Grenzen
                          Bei der Vmem sollte man nicht über 2,21V (DDR2) gehen. Bei DDR sollte man sich nach dem genauen Modell informieren, da die Max.werte stark unterschiedlich sind.
                          Bei der Vmch ist es je nach Chipsatz unterschiedlich.

                          Bei einem erhöhten Stromverbrauch muss man auch einkalkulieren, dass das Netzteil noch ausreichend Strom liefern kann. Würde die Auslastung des Netzteils in Bereichen von 70% und mehr liegen, sollte man nicht zu Billignetzteilen greifen, denn hier kann den Geräten schnell die Puste ausgehen. Außerdem ist es wichtig, eine ausreichend starke 12V Schiene zu besitzen (für weitere Infos siehe im Abschnitt "Netzteile" weiter oben).

                          Durch eine erhöhte Verlustleistung steigt auch die Temperatur der Geräte. Man sollte also für eine ausreichende Kühlung sorgen. Jede CPU darf eine bestimmte Temperatur erreichen, bevor das System notabschaltet. Sollte man zu hohe Temperaturen auf Dauer haben, kann die CPU Schäden davontragen.
                          Eine genaue Liste für die Maximaltemperaturen findet man hier
                          http://processorfinder.intel.com/
                          Die Angaben betreffen die TCase (Oberfläche der CPU). Man sollte also schon mit den Kerntemperaturen (Tcore) nicht nah an diesen Wert gelangen. Am besten ist, man hört mit dem OC langsam auf, wenn die Kerntemperaturen über 65°C steigen. Wer von Anfang an hohe Temps hat, lässt das OC besser bleiben.
                          Ebenfalls ist hier gelistet, in welchem Spannungsbereich man die CPU maximal fahren sollte.
                          Weiterhin sollte man seinen Chipsatz kühl halten. In der Regel sollten es nicht mehr als 40-45°C sein. Gewisse Nforce Chipsätze werden aber deutlich wärmer.

                          Man sollte weiterhin bedenken, dass sich nicht jedes Board zum Übertakten eignet. Es gibt wesentliche Qualitätsunterschiede auf den Brettern, die das maximal mögliche Potenzial eingrenzen. Aktuellere Chipsätze eignen sich gut für´s Übertakten, ältere wie z.B. der P31 machen meistens schon etwas tiefer Schluss (entweder beim Bus- oder Referenztakt, oder gar wegen der Spannung).
                          Boards aus Fertigrechnern haben meist die OC-Optionen gesperrt.
                          Außerdem ist jede CPU unterschiedlich gut zu übertakten. Auch hier gibt es Qualitätsunterschiede in der Fertigung. Man sollte aber auf jeden fall darauf achten, dass man möglichst die neueren Steppings/Revisionen erwischt.


                          Und los geht´s

                          So, nun genug mit der Theorie und frisch ans Werk.

                          Wir machen uns den Ramteiler(/multi) zu Nutzen, um den Ram beim OC als mögliche Fehlerquelle auszuschließen, und um ihn nicht zu belasten. Im Klartext : Der Ram sollte innerhalb seiner Spezifikationen bleiben.
                          Dazu gehen wir ins BIOS, wo sich je nach Board folgende Optionen bieten können :

                          • Man kann die Ramgeschwindigkeit wählen : DDR266/333/400 etc, DDR2 533/667/800 etc sind möglich (je nach board). Dadurch ändert man den Ramteiler
                          • Man kann einen Rammulti wählen : In Kombo mit dem Referenztakt kann man die Geschwindigkeit selber festlegen
                          • Als Zusatz kann der resultierende Ramtakt angezeigt werden

                          Wir bleiben am Beispiel Core2Duo E6600 mit DDR2 800

                          Stellen wir im BIOS jetzt DDR2 533 ein, ergäbe sich ein Teiler von 266:266 (also 1:1). Erhöhen wir jetzt den Referenztakt um 1 Mhz, steigt auch der Ramtakt um 1 Mhz (effektiv 2). Man kann also den Referenztakt auf bis zu 400 Mhz setzen, ohne dass der effektive Ramtakt über 800 Mhz (außerhalb seiner Spezifikation) läuft.
                          Hier erkennt man, dass es sich in der Hinsicht lohnt, schnellere Rams zu kaufen. Hätten wir von Anfang an nur DDR2 533 verbaut (und könnten dies nur als Minimum setzen), hätte man nicht mit dem Ramteiler arbeiten können und mit dem Übertakten der CPU wäre man nicht weit gekommen (da der Ram nicht weit über seinen Spezifikationen läuft; dies variiert je nach Ram).
                          Vorher immer überlegen, welchen CPU-Takt man anpeilt und Ramteiler/Rammulti entsprechend einstellen.

                          Nun etwas wichtiges : Die slots für AGP/PCI/PCIe hängen auch mit einem Teiler am Referenztakt. man sollte die Werte daher vor dem OC fixen (33 Mhz PCI, 66 Mhz AGP, 100 Mhz PCIe).
                          Außerdem sollten C1E und EIST (Stromspartechniken) deaktiviert werden. Das Problem ist : Die Techniken stellen beim Stromsparen bestimmte Spannungen und Multis für die CPU ein. Hat man die CPU aber jetzt auf einen wesentlich höheren Takt gebracht, wäre beim Stromsparen die von den Techniken eingestellte Spannung zu niedrig, und das führt zu Instabilität oder im Ernstfall zu einem Defekt.
                          Weiterhin sollte man das Spread Spectrum deaktivieren (klick)

                          Jede CPU hat ihre eigene Standardspannung. Wir stellen die Vcore im BIOS auf "Auto" und schauen dann mit CPU-Z bei wieviel Volt unsere Standard Vcore steht.
                          Dieser Wert wird jetzt im BIOS eingestellt (am besten einen kleinen Schritt mehr, da viele Boards einen gewissen Vdroop haben). Auf keinen Fall "Auto" lassen, denn sonst erhöht das BIOS die Spannung selber zu stark.
                          Mit diesem eingestellten Wert eben Mit Prime95 einen 20-30 minütigen "Small FFTs" Test machen, kommt kein Fehler, ist die Spannung ok.
                          Es kann auch sein, dass wenn man von "Auto" auf "Manuell" stellen kann. In dem Fall ist die angezeigte Spannung schon die richtige.

                          Schritt 1
                          Nun erhöhen wir den Referenztakt in kleinen Schritten. Wir fangen mit 10 Mhz mehr an. (ergibt für die CPU 276*10=2760 Mhz).

                          Schritt 2
                          Wir starten Prime95, wählen die Option "Small FFTs" und lassen das Programm mindestens 30 min. laufen. Sollten keine Fehler gemeldet werden, ist alles soweit OK.

                          Nun wiederholen wir Schritt 1 + 2 solange, bis Prime95 Fehler meldet. Entweder ist hier schon Schluss, weil die CPU zu wenig Spannung bekommt oder weil das Board keinen höheren Referenztakt oder Spannung mitmacht.

                          Schritt 3

                          Wir gehen also ins BIOS und erhöhen die Vcore um 0.05V.

                          Schritt 4

                          In Windows wird mit Core Temp die Temperatur kontrolliert. (Man behalte im Hinterkopf : bei über 65°C Kerntemperatur sollte man langsam aufhören. Oder eher gesagt etwa 10°C unter der maximalen Temperatur)
                          Wichtig ist, dass man jedes Mal die Temperaturen im Auge behält. Die Verlustleistung steigt exponentiell zur Spannung an.

                          Dann wird Schritt 2 wiederholt. Sollte immer noch ein Fehler auftreten ist die Spannung vielleicht immer noch nicht ausreichend. Sollte nach nochmaligem Erhöhen (Schritt 4 beachten !) um 0.05V (Schritt 3) wieder ein Fehler auftreten, ist vermutlich hier Schluss mit dem Übertakten. Sollte kein Fehler auftreten, kann man Schritt 1 + 2 wiederholen.

                          Diese Prozedur kann man dann solange wiederholen, bis eindeutig Schluss ist (also nur noch Fehler gemeldet werden oder die Temperaturen zu hoch sind). Dann kann entweder die CPU oder das Board nicht mehr ab.
                          Ist man hier angekommen schraubt man den Referenztakt wieder um 10 Mhz zurück und testet dann mit Prime nochmal ausgiebig (mehrere Stunden). Sollte alles fehlerfrei laufen und die Temperatur in Ordnung sein, macht man zum Abschluss nochmal einen Spieletest. Es kam schon häufig vor, dass eine CPU mehrere Stunden primestable ist, aber in Spielen sofort instabil wird.

                          Sollte man einen freien Multi für die CPU haben, verfährt man im Prinzip genauso, nur dass man hier nicht den Ramteiler herunterschrauben muss, da man den Ram nicht übertaktet (ebensowenig wie das Board).

                          Beispielswerte bei im BIOS eingestellen DDR2 533 und 333 Mhz referenztakt :

                          CPU : 333 Mhz * 9 = 3 Ghz
                          Ram : 333 Mhz / (266/266) = 333 Mhz (DDR2 667 effektiv)
                          NB : 333 Mhz * 4 = 1333 Mhz

                          hätte man im BIOS DDR2 667 eingestellt
                          Ram : 333 Mhz / (266/333) = 417 Mhz (DDR2 834 effektiv; außerhalb der Spezifikationen)
                          Es kann sein dass der Ram das noch mitmacht, muss aber nicht. Das würde von Prime95 aber auch als Fehler gemeldet werden (dazu sollte man die Option "Blend" Test wählen).
                          Ram kann man mitübertakten, ab bestimmten Punkten muss dann aber die Vmem erhöht werden. Meine persönliche Empfehlung wäre jedenfalls, man lässt den Ram innerhalb der Spezifikationen laufen. Ob das nun am Ende effektiv 750 oder 800 Mhz sind, ist egal, das merkt ohnehin kein Mensch (selbst messbar sieht der Unterschied winzig aus).

                          Last but not least

                          Sollte sich irgendwann einmal nichts mehr tun, hilft ein CMOS reset. Damit setzt man die Einstellungen wieder auf den Werkszustand.

                          http://www.computerhilfen.de/hilfen-4-215623-0.html
                          « Letzte Änderung: 12.08.10, 14:40:17 von Mullmanu »

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                          Wichtig : Folgender Abschnitt gilt für :


                          Athlon 64, Athlon 64 X2, Athlon 64 FX, Sempron K8


                          Achtung : Beim Übertakten verfällt die Garantie !
                          Durch Spannungserhöhung reduziert sich die Lebensdauer der CPU.
                          Es wird keine Haftung für eventuelle Schäden übernommen !


                          Ein bisschen Theorie

                          Der Zusammenhang zwischen CPU, RAM und Mainboard sieht wie folgt aus.
                          Jedes Board arbeitet mit einem bestimmten Referenztakt. Der vorliegende Referenztakt hängt von der verbauten CPU ab. Mit diesem Referenztakt werden auch CPU, RAM und die Northbridge (NB) des Boards angesprochen (die Southbridge zwar auch, die ist jetzt aber für das OC eher zweitrangig; genauer Zusammenhang : klick). Dabei hat jedes dieser Dinge einen eigenen Multiplikator/Teiler um einen Effektivtakt zu erreichen.

                          Ein Athlon 64 3200+ mit Venice-Kern arbeitet wie jede Athlon 64 und Sempron K8 CPU mit einem Referenztakt von 200 Mhz. Somit ergibt sich durch einen 10x Multi ein Effektiftakt von 2 Ghz für die CPU.
                          Durch einen /10 Ramteiler ergibt sich 2 Ghz/10 = 200 Mhz (DDR400).
                          North- und Southbridge takten ebenfalls mit diesem Referenztakt. Durch einen i.d.R. frei wählbaren Multi wird der für die jeweilige CPU max. HTT Takt erreicht. Bei allen Sockel 754 CPUs sind das max. 800 Mhz, bei allen 939 und AM2 CPUs sind es max. 1000 Mhz.

                          CPU-Takt : Referenztakt*CPU-Multi
                          Ramtakt : CPU-Takt/Ramteiler
                          Bustakt : Referenztakt*HTT-Multi

                          Beispiel Athlon 64 3200+ Venice und DDR400

                          CPU-Takt : 200 Mhz*10 = 2 Ghz
                          Ramtakt : 2000 Mhz/10 = 200 Mhz (DDR400)
                          Bustakt : 200 Mhz*5 = 1 Ghz

                          Der Speicherteiler arbeitet hier wie folgt. Der effektive Speichertakt hängt direkt vom CPU-Takt ab und nur indirekt vom Referenztakt ab.

                          Man kann fast überall nur fixe Werte wie DDR400,333,266,200 im BIOS einstellen, doch das kann einen Nachteil haben.

                          Wir bleiben im Bsp. Athlon 64 3200+ Venice (2Ghz)

                          DDR400 : Ramteiler ist /10 -> 2Ghz /10 = 200 Mhz (effektiv DDR400)
                          DDR333 : Ramteiler ist /12 -> 2Ghz /12 = 166 Mhz (effektiv DDR333)
                          DDR266 : Ramteiler ist /15 -> 2Ghz /15 = 133 Mhz (effektiv DDR266)


                          Beispiel Athlon 64 3500+ Venice (2.2Ghz)

                          DDR400 : Ramteiler ist /11 -> 2.2Ghz /11 = 200 Mhz (effektiv DDR400)
                          DDR333 : Ramteiler ist /14 -> 2.2Ghz /14 = 157 Mhz (effektiv DDR314)
                          DDR266 : Ramteiler ist /17 -> 2.2Ghz /17 = 129 Mhz (effektiv DDR258)

                          Die Sache ist die, dass die Athlon 64 (bzw Sempron K8) nur mit geraden Ramteilern stabil rechnen können. In letzterem Bsp. ist bei zB DDR333 eben ein /14 Teiler, da bei einem /13 Teiler DDR338 erreicht werden würden, was außerhalb der Spezifikationen liegt.
                          Wir sollten den Ram nach Möglichkeit innerhalb seiner Spezifikationen lassen. Man kann den Ram zwar auch außerhalb laufen lassen, aber nur in bestimmtem Maß, außerdem bringt es keinen Leistungsvorteil.

                          Vorteilhafter ist es, wenn man im BIOS den Ramteiler selbst einstellen kann (/1,/2,/3...), das haben allerdings nur wenige Boards.
                          (Hinweis : Krumme werte á la 10.5 sollten aus diversen Gründen nicht gewählt werden.)


                          Praktisches Beispiel :

                          Athlon 64 3200+ Venice (2Ghz) und DDR400.

                          Stellen wir DDR333 ein, haben wir einen fixen /12 teiler. Erhöhen wir den Referenztakt von 200 auf 240 Mhz, erreichen wir einen CPU-Takt von 10x240=2.4Ghz. Durch den fixen /12 Teiler würde der ram jetzt mit normaltakt laufen (2.4Ghz /12 = 200 Mhz = DDR400).

                          Athlon 64 3500+ Venice (2.2Ghz) und DDR400

                          Stellen wir DDR333 ein, haben wir einen fixen /14 Teiler. Erhöhen wir nun auf 240, haben wir einen CPU-Takt von 2.64Ghz (da 11x Multi statt 10x wie beim 3200+), allerdings einen effektiven Ramtakt von 2.64 Ghz /14 = 189 = DDR378. Da wir aber möglichst am Normaltakt bleiben wollen, nehmen wir den Teiler /13 und kommen auf exakt DDR406. Das sollte der RAM locker mitmachen, wer aber auf der sicheren Seite bleiben will, belässt es bei DDR378.

                          Würden wir hier den Referenztakt auf 260 anheben (CPU 2.86 GHz, kämen wir durch den bei DDR333 fixen /14 Teiler auf DDR408. Wer jetzt innerhalb der Spezifikatinen bleiben will, müsste jetzt auf DDR266 einstellen (Teiler /17). Somit würde der Ram auf DDR336 laufen, was weit unterhalb seines Normaltaktes liegt. Mit selber einstellbarem Teiler könnten wir aber z.B. mit 2.86Ghz /15 auf DDR381 kommen.

                          Um große Rechnereien zu sparen, nutzen wir einfach den OC Calculator


                          Wie oben erklärt, hängen CPU, Ram und der Bustakt vom Referenztakt ab. Ein Übertakten der CPU erreicht man also nur, indem man den CPU-Multi erhöht oder den Referenztakt anhebt.
                          Der CPU-Multi ist allerdings nicht höher einstellbar als im Normalbetrieb (Ausnahme : Athlon 64 FX). Kann man ihn doch erhöhen, so wird nur die CPU übertaktet (die Spannung muss allerdings auch ab einem bestimmten Takt erhöht werden). Sie wird dabei genauso strapaziert als wenn man per Referenztakt übertaktet.
                          Vorweg gesagt : Den Bustakt (HTT) sollte man i.d.R. nicht außerhalb seiner Spezifikation laufen lassen, da entweder einige Boards dann sofort streiken oder der chipsatz nicht sonderlich viel mehr als normaltakt verträgt. (Von daher ist die Chipsatz-Spannung uninteressant).

                          CPU, Ram und Northbridge haben jeweils eine eigene Betriebsspannung (Vcore, Vmem, Vmch).
                          Wichtig ist : Erhöht man die Rechenleistung, benötigen die Komponenten mehr Strom. Dazu muss die Spannung ab gewissen Taktraten erhöht werden. Ausschließlich Spannungserhöhungen führen zu höherem Stromverbrauch und somit zu mehr Abwärme !
                          Bei den CPUs in 130nm sollte man bei Luftkühlung niemals mehr als 1.7V geben, bei 90nm nicht mehr als 1.65V, bei den 65nm Modellen nicht höher als 1.55V.
                          Bei DDR Ram gibt es modelle von max .bis zu 3 oder gar 4V, man sollte sich vorher besser schlau machen. Am besten man lässt es ganz bleiben.
                          Die Northbridge-Spannung interessiert uns wie gesagt nicht.

                          Bei einem erhöhten Stromverbrauch muss man auch einkalkulieren, dass das Netzteil noch ausreichend Strom liefern kann. Würde die Auslastung des Netzteils in Bereichen von 70% und mehr liegen, sollte man nicht zu Billignetzteilen greifen, denn hier kann den Geräten schnell die Puste ausgehen. Außerdem ist es wichtig, eine ausreichend starke 12V Schiene zu besitzen (für weitere Infos siehe im Abschnitt "Netzteile" weiter oben).
                          Durch eine erhöhte Verlustleistung steigt auch die Temperatur der Geräte. Man sollte also für eine ausreichende Kühlung sorgen. Jede CPU darf eine bestimmte Temperatur erreichen, bevor das System notabschaltet. Sollte man zu hohe Temperaturen auf Dauer haben, kann die CPU Schäden davontragen.
                          Eine genaue Liste für die Maximaltemperaturen findet man hier
                          http://products.amd.com/de-de/DesktopCPUResult.aspx
                          Die Angaben betreffen die TCase (Oberfläche der CPU). Man sollte also schon mit den Kerntemperaturen (Tcore) nicht nah an diesen Wert gelangen. Am besten ist, man hört mit dem OC langsam auf, wenn die Kerntemperaturen über 65°C steigen. Wer von Anfang an hohe Temps hat, lässt das OC besser bleiben.
                          Weiterhin sollte man seinen Chipsatz kühl halten. In der Regel sollten es nicht mehr als 40-45°C sein. Gewisse Nforce Chipsätze werden manchmal wärmer. (Da wir den Bustakt nicht außerhalb seiner Spezif. laufen lassen, müssen wir uns nicht allzu sehr um die Chipsatz-temp sorgen.)

                          Man sollte weiterhin bedenken, dass sich nicht jedes Board zum Übertakten eignet. Es gibt wesentliche Qualitätsunterschiede auf den Brettern, die das maximal mögliche Potenzial eingrenzen.
                          Außerdem ist jede CPU unterschiedlich gut zu übertakten. Auch hier gibt es Qualitätsunterschiede in der Fertigung. Man sollte aber auf jeden fall darauf achten, dass man möglichst die neueren Steppings/Revisionen erwischt.


                          Und los geht´s

                          Wir bleiben am Bsp. des 3200+ Venice 2Ghz und DDR400

                          Stellen wir im BIOS jetzt DDR266 ein (was einen /15 Teiler ergibt), könnten wir theoretisch einen Referenztakt von 300 Mhz einstellen (3Ghz CPU-Takt /15 = 200 MHz = DDR400), und wären innerhalb der Ramspezifikationen. (oder man nutzt den evtl. vorhandenen einstellbaren Ramteiler)
                          Vorher immer überlegen, welchen CPU-Takt man anpeilt und Ramteiler und HTT-Multi entsprechend einstellen.
                          Der HTT-Multi kann entweder als 1-5x oder als Mhz-Angabe erfolgen. Hätten wir hier 3x (600 Mhz) eingestellt, ergäbe das beim Referenztakt von 300 Mhz einen Bustakt von 900 Mhz (innerhalb der Spezifikation).

                          Weiter gehts mit den wesentlichen Punkten im "Pentium 4... übertakten" Beitrag ab dem gleichnamigen Abschnitt ("und los geht´s")
                          ->
                          http://www.computerhilfen.de/hilfen-4-217049-0.html#msg1461599

                          zu Beachten gilt es für diesen Part bezüglich der o.g. Prozessoren :

                          Es gibt keinen Rammulti, sondern Ramteiler (wenn es das board als feature im BIOS hat)
                          Die zu deaktivierende Stromspartechnik bei AMD heißt "Cool n Quiet"
                          Außerdem : Bei vorhandenem hohem einstellbarem Ramteiler (/1,/2,/3.../30) kann man unter umständen darauf verzichten, höher getakteten RAM zu kaufen


                          Beispielswerte bei im BIOS eingestellen 300 Mhz Referenztakt :

                          CPU : 300 Mhz * 10 = 3 Ghz
                          Ram : 3000 Mhz /15 (oder auf DDR266 gestellt)= 200 Mhz =  Mhz (DDR 400 effektiv)
                          NB : 300 Mhz * 3 = 900 Mhz
                          « Letzte Änderung: 26.08.09, 13:59:04 von Mullmanu »

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                          Stromsparen bei der Hardware
                          In heutiger Zeit wird das Stromsparen mehr und mehr attraktiver und überall liest man von "grüner" Hardware. Nun, wollen wir uns doch einmal damit genauer befassen und schauen, wie wir am PC richtig Strom sparen können.

                          Fangen wir mal direkt mit dem Netzteil an. Es gibt immer nur so viel Strom an die Hardware ab, wieviel im Augenblick benötigt wird. Das variiert je nach Auslastung der gesamten Hardware. Zu beachten ist hier jedoch der Wirkungsgrad des Netzteils. Ein kleines Beispiel :
                          Ein PC unter Last möchte 250W vom Netzteil haben. Haben wir ein Netzteil, dass für maximal 500W Output spezifiziert ist und an dieser Stelle (50% Auslastung) einen Wirkungsgrad von 85% besitzt, so zieht dieses rund 295W aus der Steckdose. Nehmen wir mal ein Noname-Netzteil mit 72% Wirkungsgrad an dieser Stelle. Es würde ganze 347W aus der Steckdose ziehen. Eine Differenz von knapp 50W !.
                          Gehen wir davon aus, dass unser 1. Netzteil das 80+ Bronze Zertifikat besitzt. (bei 20% auslastung mindestens 82% Wirkungsgrad). Ist unser System jetzt im leerlauf, so will es jetzt beispielsweise nur noch 100W haben. Unser Netzteil zieht hier mit 82% Wirkungsgrad nur 122W aus der Dose. Das Noname-Netzteil hat in dieser Region vielleicht noch 60% Wirkungsgrad. Es würde 166W aus der Dose nehmen. Differenz : 44W !.
                          Wer zu Anfang sehr günstig einkauft, zahlt auf lange Sicht mehr !
                          Für alles Weitere siehe in den Netzteil-Guide (klick mich!)

                          Man sollte sich generell vor dem Kauf genau überlegen, was man nun einkauft. Es gilt auf den Stromverbrauch von jedem Gerät zu achten, wenn man es genau haben möchte. In der Regel reicht es aber, wenn man auf Prozessor und Grafikkarte schaut, denn diese beiden Komponenten ziehen in der heutigen Zeit am meisten Strom. Eine ungefähre Orientierung liefern die TDP (Thermal Design Power) Angaben zum Produkt. Dies stellt jedoch nur ein theoretisches Maximum dar, was nur äußerst schwer zu erreichen ist. Unter Volllast liegt der verbrauch meist bei 70-80% der TDP Angabe.
                          Orientierung gibt es neben den Produktbeschreibungen auch HIER (klick!).

                          Die (meisten) heutigen Prozessoren und Grafikkarten sind mit Stromsparmodi ausgestattet. Bei AMD heißt diese Technologie "Cool 'n' Quiet", bei Intel "EIST". Sie senken je nach Auslastung die Betriebsspannung und Taktraten.
                          Bei Grafikkarten geschieht das gleiche, doch nicht alle modelle sind damit ausgestattet. Vorher eventuell informieren!

                          Mein AMD Phenom II X3 720 läuft z. B. mit einer Standardspannung von 1,312V. Im Leerlauf taktet er runter (2,8 auf 0,8 Ghz) und senkt die Spannung auf 1,008V. Somit zieht mein Netzteil 100W aus der Dose. Mit 1,312V sind dies im Leerlauf 112W. Allein durch CnQ spare ich hier 12W im Leerlauf. Netter Nebeneffekt : Meine CPU-Kerntemperaturen sind damit 3°C kühler.
                          Meine Grafikkarte senkt im Leerlauf ihre Taktraten von 625 auf 160 Mhz (Chip) und 1993 auf 500 Mhz (Ram). Die Spannung kann ich leider nicht auslesen.

                          Beim Mainboard können wir noch ein paar Watt rauskitzeln, indem wir nicht gebrauchte Bestandteile wie USB Ports, einen 2. Lanport, Firewire, bestimmte Controller oder sonstiges deaktivieren.

                          Beim Arbeitsspeicher kann man ebenfalls minimale Einsparungen machen. Ein DDR Riegel verbraucht im schnitt 2W (jenachdem wie seine Spannung ist). Bei einem DDR2 Riegel sind es noch etwa 1,6W, Bei einem DDR3 Riegel noch rund 1,3W. Das ist zwar nicht viel, aber vielleicht für jemanden der Wert darauf legt ;)

                          Bei heutigen Festplatten lässt sich mittlerweile auch gut Strom sparen. Es gibt Modelle, die ihre Drehzahl bei Nichtbenutzung senken oder gar ihre Leseköpfe Parken. So macht ein normaler Zugriff bei einer typischen SATA HDD 6-7W aus, im Leerlauf noch ungefähr 3W. Bei Festplatten die die o.g. Funktionen bieten, beträgt der Verbrauch im Standby noch ganze 0,4W !
                          Das kann zusätzlich sogar die Lebensdauer der HDD erhöhen.
                          Mit der kleinen Software RevoSleep lassen sich HDDs auch ganz abschalten.
                          Es kann aber auch gut sein, dass es nicht "gesund" für die Mechanik ist, wenn man die HDD´s andauernd neu anlaufen lässt.

                          Bei Gehäuselüftern lässt sich auch minimal sparen. So verbraucht z.B. ein 120mm Lüfter mit 1000 PRM rund 1W. Bei 1500 RPM sind es schon 1,5W.
                          Ein gleichmodelliger 80mm fan verbraucht bei 1800 RPM rund 0,7W. Um aber die gleiche Förderleistung zu kriegen wie der 120mm bei 1000 RPM, müsste der 80mm wesentlich schneller drehen. Sein verbrauch schießt in die höhe und ebenso die Lautstärke.
                          Aber auch die Regelung der Lüfter an GPU- und CPU-Kühler spart selbstverständlich ein klein wenig.


                          Wir können bei der CPU & GPU aber noch viel mehr tun : Durch sogenanntes Undervolting
                          Dabei senkt man - wie der Name verrät - die Betriebsspannung in dem Maße wie sie noch für die CPU verträglich ist. Das Senken der Taktraten macht beim Stromverbrauch nur geringfügig etwas aus, die Betriebsspannung verursacht da weitaus mehr. Bestimmte Taktraten sind mit einem gewissen Spannungsspektrum möglich. Wie breit dieses Spektrum ist, ist von Modell zu Modell stark unterschiedlich.
                          Ich habe es mal mit meinem Phenom getestet und bin zu folgenden Ergebnissen gekommen :

                           

                          Getestet wurde unter Prime95 mit einem Small FFT, was die CPU maximal belastet. Das maximalste Ergebnis was bei mir stabil mit 2,8Ghz lief, war 1,168V. Dadurch habe ich rund 20W eingespart, die gleiche Leistung behalten (!) und zudem die Temperatur um 4,5°C gesenkt.

                          Im Leerlauf ohne CnQ und Standardeinstellungen verbrauche ich wie erwähnt 112W. Bei 1,168V sind dies noch 105W (bei 20,5°C statt 23°C.
                          Mit CnQ läuft die CPU im Leerlauf nun mit 0,864 statt 1,008V, was mir eine Ersparnis von immerhin noch 2W und 19°C statt 20°C bringt.
                          Durch das Undervolting bin ich quasi ohne CnQ an den Werten von aktivem CnQ mit Standardeinstellungen !

                          Bei der GPU kann sich das wie folgt auswirken :
                          http://ht4u.net/reviews/2009/leistungsaufnahme_graka/index11.php
                          Hier wird am Beispiel HD4870 unter Volllast bis zu 30W gespart.

                          Bei RAM und Northbridge des Boards können wir auch undervolten, dies macht allerdings einen eher geringen Unterschied. Mir wäre es das nicht wert.

                          Ebenfalls wichtig : Bei jeglicher Elektronik heißt es "je heißer desto ineffizienter".
                          Je heißer ein Netzteil, desto geringer fällt dessen Wirkungsgrad aus ! Das bewegt sich schon um einige Prozent.
                          Doch das trifft auch z.B. auf CPU und Grafikkarte zu : So verbraucht ein Beispielsystem mit GTX 480 im Stresstest auf Standardspannung bei 95°C Chiptemperatur rund 410W, beträgt die Chiptemp. 65°C, ist der Wirkungsgrad so verbessert, dass es lediglich 380W Leistungsaufnahme sind !
                          Bei einem Core i7 860 mit Standardspannung im Stresstest verbraucht das System bei 55°C durchschn. Kerntemp rund 187W. Haben wir hingegen eine durchschn. Kerntemp von 85°C, sind das schon 208W Leistungsaufnahme.
                          Ein kühles System spart also Strom !. Netter Nebeneffekt. Die Lüfter drehen nicht so auf und sind leise, zudem verbrauchen jene auch weniger Strom. Besonders bei Radiallüftern an Grafikkarten kann das viel ausmachen, so verbrauchen die Lüfter aktueller Highendmodelle in sehr hohem Drehzahlbereich um die 20W !

                          Besonders viel bringt es, seinen PC in den Standby-Zustand zu bringen (in den Energieoptionen sind auch automatische Vorgänge möglich). Beim Standby werden alle aktuellen Informationen in den RAM geladen und das System ist an sich aus. Ich ziehe in dem Zustand noch ganze 3Watt aus der Dose, ein Ersparnis von mindestens 97 Watt !. Wenn ich den PC wieder starte, dauert es ganze 2-3 Sekunden und ich kann mich anmelden.
                          Alternativ könnte man in den Ruhezustand gehen, dabei werden alle Infos auf der HDD gespeichert. Das verbraucht Speicherplatz, es dauert deutlich länger bis man sich wieder anmelden kann (es ist aber immer noch schneller als ein normaler Systemstart), aber man verbraucht nur noch die Standby-Last des Netzteils. Außerdem kann man hier den Rechner komplett vom Netz nehmen, was bei einem Standby nicht möglich ist.

                          Seinen Monitor sollte man immer automatisch in den Standby-Zustand schicken lassen. Ich verbrauche somit mindestens 30W weniger (je nach Helligkeit).

                          Festplatten die nicht automatisch "parken", können auch automatisch in den Standby geschickt werden.


                          Wir können sogar den Stromverbrauch unseres Displays senken !
                          Als Beispiel mein TFT Samsung Syncmaster 931BF. Es ist eine Helligkeit mit einer Skala von 0 bis 100 einstellbar. Gemessen habe ich folgendes :
                           
                          Ich selbst komme mit einer Helligkeit von 30 wunderbar klar. Man kann alles gut lesen. Ich spare also im gegensatz zu einer Helligkeit von 100 etwa 7W.

                          Hier mal zum Vergleich (der Reihe nach : Helligkeit 0;30;100)


                          Habe aufgrund der Tatsache auch mal an unserem 32" LCD-TV gemessen (etwas älteres Modell).
                          Allerdings hat hier die Helligkeit (ist hier vermutlich "Gamma") nichts geändert, sondern die Beleuchtungsstärke (ist hier vermutlich die eigentliche "Helligkeit")
                          Auswählen konnte man hier zwischen : niedrig, normal, hoch
                          Bei einer hohen Beleuchtungsstärke hat das Gerät rund 150W verbraucht. Bei einer niedrigen Beleuchtungsstärke waren es hingegen nur noch 100W!
                          Das war allerdings ein wenig zu dunkel für meinen Geschmack. Habe dann noch die normale Stufe gewählt (war ein gut ausgeleuchtetes Bild), da lagt der Verbrauch  bei rund 120W.
                          Wie man sieht kann man also rund 30W sparen, und man hat immer noch ein gut ausgeleuchtetes Bild.


                          Außerdem sollte man für den Fall einer Steckerleiste (wie jeder mit Sicherheit schon weiß) jene stets ausschalten. Mein HX450 Netzteil frisst wenn es bloß den Schalter auf I stehen hat, immerhin noch 1W. Habe das mal bei einem Noname-Netzteil getestet. Da waren es noch gut 4-5W die unnötig verbrutzelt werden.


                          Ich habe für mich selbst durch das Undervolting und das Runterregeln der Helligkeit am TFT gut 30W gespart. Beim LCD ebenfalls noch 30W. 60W weniger Verbrauch ohne jegliche Einbußen :)

                          Würde mein PC mit TFT jetzt jeden Tag 6 Stunden (im Leerlauf, unter Last wäre das noch deutlich gravierender!) laufen und ich 0,25 €/kwh zahlen müsste, würde ich 0,03*6kwh pro Tag sparen. Im Jahr macht das 0,18*365kwh = 65,7kwh. 65,7kwh * 0,25 €/kwh sind summa summarum 16,42€ im Jahr weniger. Nicht unbedingt viel, aber etwas. Und man tut etwas für unsere Umwelt 

                          Durch die weiteren Einsparungen am 32" LCD oder durch Standby des gesamten PCs kommen mit sicherheit 10-30€ (wenns hochkommt) im Jahr weniger zusammen.
                          « Letzte Änderung: 19.12.12, 20:07:13 von Mullmanu »

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                          Solid State Drives

                          SSDs sind in aller Munde und im wahrsten Sinne des Wortes voll im Rennen. Festplatten werden immer mehr zum Datengrab und ihre Daseinsberechtigung schwindet mit jeder weiteren Preisreduzierung der SSDs ein wenig.

                          In folgendem möchte ich nun ein wenig auf SSDs (im Vergleich zu HDDs) eingehen.

                          Worin besteht überhaupt der Unterschied zwischen HDD und SSD ?
                          Nun, bei SSDs gibt es im Wesentlichen nur noch Controllerchip und Flashchips. Es ist also keine Mechanik - wie wir sie von HDDs kennen - mehr vorhanden.
                          Der Datenzugriff geschieht rein elektrisch wie in herkömmlichen USB-Sticks.

                            Wesentliche Vorteile von SSDs im Einzelnen :
                            • Rasend schnell (Transferrate, Zugriffszeit)
                            • Sehr leicht (in der Regel unter 100g)
                            • Widerstandsfähig (sehr schock- und hitzeresistent)
                            • Lautlos (da rein elektrisch)
                            • Geringer Stromverbrauch (~0.05W bis 1.3W Idle, 0.150W bis max. 3W Zugriff)

                            Unterschieden wird bei den Flash Chips zwischen MLC und SLC.
                            SLC-Speicherzellen (Single Level Cell) speichern pro Transistor nur ein Bit, MLC-Speicherzellen (Multi Level Cell) bringen hier zwei Bits unter. SLCs sind etwas teurer als MLC-Chips, arbeiten jedoch schneller und besitzen eine erheblich höhere Lebensdauer (SLC 100000 bis 300000 Löschzyklen, MLC-Chips etwa 10 000)

                            Doch keine Angst !
                            Moderne Controller in Flash-Medien nutzen jedoch Techniken die hier entgegenwirken (Bsp. Wear-Leveling.)
                            Heutige SSDs sind selbst von Extremnutzern nicht zu "zerschreiben". Hartware.de ist hier einmal explizit drauf eingegangen (klick)
                            Was das Defragmentieren angeht sind viele Hersteller zerstritten. Einige empfehlen es, einige raten davon ab. Da wir hier Zugriffszeiten von 0.1-0.2ms haben und Zellen auf direktem Wege angesprochen werden, ist eine Defragmentierung absolut sinnfrei.
                            Defragmentierung und (Super)Prefetch lässt man am Besten weg, das bringt keinen Nachteil und man spart Schreibzyklen.

                            Was den Leistungsverlust beim Schreiben angeht, haben sich die Kollegen von Computerbase zur Brust genommen (klick)

                            Kommen wir zum eigentlichen Nutzen der SSDs : Der Geschwindigkeit

                            Zugriffszeit
                            Durchschnittliche HDD : etwa 15 Millisekunden
                            Durchschnittliche SSD : etwa 0.2 Millisekunden

                            Geschwindigkeit sequentiell Lesen/Schreiben
                            Durchschnittliche HDD : etwa 100 MB/s / 100 MB/s
                            Durchschnittliche SSD : etwa 500 MB/s / 500 MB/s


                            Veranschaulicht an Praxisbeispielen; (auch übrigens im Computerbase-link nachzulesen)

                            Windows 7 Bootzeit
                            Durchschnittliche HDD : etwa 1 Minute
                            Durchschnittliche SSD : etwa 27 Sekunden

                            Kopiertest : ca. 3GB Datei
                            Durchschnittliche HDD ungenutzt : etwa 1 Minute
                            Durchschnittliche HDD genutzt : etwa 2 Minuten
                            Durchschnittliche SSD (un)genutzt etwa 20-25 Sekunden

                            Installation Office 2007
                            Durchschnittliche HDD : etwa 225 Sekunden
                            Durchschnittliche SSD : etwa 150 Sekunden

                            Anwendungsstart : Opera + iTunes + Photoshop: mit 7MB Bild
                            Durchschnittliche HDD : etwa 20 Sekunden
                            Durchschnittliche SSD : etwa 6-7 Sekunden

                            Öffnen 800 Seiten PDF während Virenscan (200MB)
                            Durchschnittliche HDD : etwa 42 Sekunden
                            Durchschnittliche SSD : etwa 2 Sekunden

                            Der Virenscan allein läuft auch deutlich schneller ab, auch Suchvorgänge sind blitzschnell erledigt.
                            Je mehr parallele Anwendungen man betreibt, desto wesentlich schneller fällt das ganze mit einer SSD aus.
                            Auch in Spielen dürfte man davon ein wenig profitieren. So verkürzen sich Ladezeiten im Allgemeinen und man minimiert den ein oder anderen Nachladeruckler.
                            Alles was temporär auf der Partition landet, wird blitzschnell geschrieben und geladen. Das hat nicht nur Vorteile beim Surfen, sondern auch beim Erstellen von Dokumenten und Handhaben der Auslagerungsdatei.

                            Wichtig ist allerdings, dass man sich eine SSD mit passendem Controller aussucht. Samsungs MCX/MDX, Marvells 88SS9174-BLD2 und die SandForce SF-2281(2200) zählen aktuell zu den Besten.

                            Und: Vor der Inbetriebnahme einer SSD ist es unbedingt ratsam, den SATA Modus des Mainboards auf AHCI zu stellen (statt native IDE)! Hierdurch wird erst die maximale Leistungsfähigkeit erzielt.

                            Fazit :
                            SSDs lohnen sich sehr als Systempartition. Vor allem aber für die Nutzer, die sehr viele Anwendungen parallel betreiben. 
                            Für (Sub)Notebook-Besitzer sind die kleinen auch recht interessant, da sie leicht sind, wenig Abwärme erzeugen und zudem bis zu 10% mehr Akkulaufzeit liefern.



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                            « Letzte Änderung: 28.03.13, 12:03:58 von Mullmanu »

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