| Casemodding: Schönere Computer |
Unter Casemodding versteht man die optische Aufrüstung des Computers, der nicht länger als graue Kiste unter dem Schreibtisch stehen soll. Echte Casemodder geben sich dabei natürlich nicht mit etwas Farbe zufrieden.
Hier werden die gesamten PC-Elemente in neue, ungewöhnliche Gehäuse eingebaut. In einem Casemodder-Wettbewerb gehörten zum Beispiel Bierkisten und Kondomautomaten komplett mit Computer bestückt zu den Gewinnern.
Aber auch mit weniger Aufwand lässt sich der PC schon verschönern. Zu der Grundausrüstung gehören Sprühlack aus dem Baumarkt, Kaltlicht-Kathoden Lampen und auf Wunsch neue LEDs.

Um das Gehäuse einzufärben, sollten alle Computerteile ausgebaut werden, denn mit Farbe auf der Technik kann die Funktion natürlich nicht mehr garantiert werden. Die Gehäuseteile müssen nun gesäubert und grundiert werden. Die Grundierung ist wichtig, damit der Sprühlack auch hält. Diese gibt es genau wie die ganzen Farben in jedem Baumarkt. Zuvor müssen natürlich alle Bauteile, die nicht eingefärbt werden sollen, ausgebaut oder abgeklebt werden, zum Beispiel die Leuchtdioden (LEDs).
Nach der Grundierung wird das Gehäuse in der Wunschfarbe lackiert. Mit ausreichend Abstand werden mehrere Sprühgänge, am besten immer kreuzweise, aufgetragen, damit sich keine Tropfen bilden. Nach der Trocknungszeit (diese steht je nach Lack auf der Dose) kann das ganze wiederholt werden, um die Farbe gleichmäßig zu verteilen.
Gut belüftete Garagen oder Keller eignen sich zum Besprühen besonders, großflächig untergelegtes Zeitungspapier ist ebenfalls Pflicht! Als Farben sind auch Gold- oder Chromeffekt sehr interessant, wie ganz unten die Laufwerksschublade des CD-Laufwerks zeigt.
Sollen die Seitenteile mit Fenstern bestückt werden (sogenannte Window-Kits) sollte dies natürlich vorher passieren. Dazu wird die gewünschte Form aus dem Gehäuse gesägt und die
Kanten dann glatt gefeilt. Nach Lackieren und Trocknen des Gehäuses wird von innen Plexiglas angeklebt, damit nicht zusätzlicher Staub in das Gehäuse gelangt.
Spezielle IDE-Rund-Kabel helfen für aufgeräumtere Einblicke, da sie weniger Platz brauchen als Flachbandkabel und sich besser verlegen lassen. Für Netzteil- und Prozessorlüfter gibt es Aufsätze, die farbig leuchten.

Kaltlichtkathoden-Röhren sind wie Neon-Röhren, die das Gehäuseinnere meist in blaues oder grünes Licht tauchen. Ein beiliegender Konverter wird direkt an einen freien Stromanschluss des Netzteils, der auch für CD-ROM Laufwerke verwendet wird, angeschlossen.
Auch die LEDs des Rechners lassen sich natürlich gegen andersfarbige austauschen, hier wird aber schon ein Lötkolben benötigt, um die neuen Leuchten wieder anzuschließen. Sind Lötkolben und Widerstände keine unbekannten Artikel, lassen sich LEDs auch zur weiteren Ausleuchtung des Computers nutzen.

Hier wurden vier blaue LEDs mit den nötigen Widerständen an einen CD-ROM / Festplatten Stromanschluss angeschlossen, vorne sorgt ein geriffeltes Plexiglasfenster in ausgesägter Laufwerksschacht-
Abdeckung für guten Einblick.