Gnome: Nautilus startet nicht

Hallo,

ich habe folgendes Problem: Wenn ich Nautilus vom Desktopicon her starten moechte, ruft Gnome unzaehlige Instanzen auf.
In der Taskleiste steht dann "Starte File Manager", das kommt z.T. schon beim Start von gnome vor.
Wenn ich nautilus von der Konsole her starten moechte, erhalte ich einen Bus-Zugriffsfehler.
Ohne Nautilus ist gnome wohl nicht besonders leistungsfaehig, der pdf-Betrachter z.B. arbeitet auch nicht.
Ich habe bereits gegoogelt. Der Tipp, ~/.local/share/gvfs-metadata
 zu loeschen hilft auch nicht weiter.
Bin mittlerweile mit meinem Latein am Ende. Ich bin zwar langjaehriger Linux-Nutzer, aber mit Gnome habe ich fast keine Erfahrung.
Nach dem distupgrade (s.u.) lief gnome anfangs fehlerfrei. Nach dem letzten apt-get update und apt-get upgrade klemmt es einfach.
Neusintallation von nautilus hat das Problem auch nicht aus der Welt geschaffen.

Noch kurz Infos zu meinem System: Ich habe wegen eines X-Serverproblems von Lenny auf squeeze geupdatet. Mein System ist eine Sun Ultra 5, Kernel ist 2.6.32-sparc64.
Wenn noch Angaben fehlen, liefer ich sie gerne nach.
Danke an alle, die mir helfen wollen!

Antworten zu dieser Frage:

Hallo

Ja solche Probleme kann bei einem unstabe system schon manchmal vorkommen.  ;)

versuche es mal nautilus mit folgendem Befehl zurückzusetzen...

 

gconftool-2 --recursive-unset /apps/nautilus
falls dies nicht klappen sollte versuche es auch mal mit folgenden Befehlen.

ACHTUNG

der folgende Befehl setzt Gnome auf die Grundeinstellungen zurück.

 rm -rf ~/.gnome* ~/.gconf*
selbstverständlich muss du nach jedem Befehl neu starten, damit die Einstellungen auch zurückgesetzt werden  ;)

gruss

Hardy1979

Hallo Hardy1979,

danke für Deine Antwort.
Ich habe beides versucht, leider ohne Erfolg.
Nach dem Löschen der Konfigurationsverzeichnisse (im dritten Anlauf auch einschließlich .nautilus) konnte ich zwar immerhin das Kontextmenü auf dem Desktop wieder öffnen, ein Nautlius-Start führt aber wieder zu dem bekannten Problem, unzählige Instanzen werden gestartet, tauchen aber nicht als Fenster auf, sondern nur in der Taskleiste.
Aus o.g. Gründen bringt mir stable leider nichts, da hier der Xorg nicht mit meiner Hardware zusammenarbeitet. Ich bin mir noch nicht sicher, obs Xorg und der Kernel sind oder nur der kernel. Im 2.6.26 tritt beim Starten des xorg ein Speicherzugriffsfehler aus.
Mit Kernel 2.6.32-sparc64 und neuerem xorg läufts an sich prima.

Hallo

 

Zitat
Aus o.g. Gründen bringt mir stable leider nichts, da hier der Xorg nicht mit meiner Hardware zusammenarbeitet.

da hast du 2 Möglichkeiten

entweder du installierst dir einen neueren Kernel (bei meinem Lenny läuft z.B Kernel 2.6.30, wegen der kompatibilität zu Ext4).

oder du wechselst direkt zu einer Stable Distributon die einen neueren Kernel benutzt. (z.B Ubuntu, Mint) Wenn du Debian schon ein wenig kennst, würde ich jedenfalls zu einer Distribution wechseln die auf Debian basiert  ;).

jedenfalls hast du bessere Möglichkeiten, als ein unstable System. Denn unstable systeme sind zum Testen da, und selbstverständlich auch um Bugs zu erkennen und zu fixen.

für Benutzer die ein lauffähiges System haben möchten, ist eine unstabe Version nicht zu bevorzugen.

gruss

Hardy1979

 

Ich hatte schon an Ubuntu gedacht, das gibts aber nicht für Sparc soweit ich weiß.
SuSE gibts zwar auch für sparc, aber das liegt mir nicht (mehr) so (Hab es als 5.0 kennen gelernt und mag es heute noch, aber nicht mehr seit Version 8 ). Und noch eine neue Distribution möchte ich im Augenblick nicht ausprobieren.
Mir ist klar, dass ich von testing kein perfektes System erwarten darf, schon gar nicht bei der exotischen Hardware.
Ich mache das z.T. ja auch aus Interesse.
Ungünstig ist halt, dass Gnome sehr eng mit dem Nautlius verwoben ist und der die gesamte Funktionalität beeinträchtigt.
Was mich wundert ist, dass squeeze mit Gnome schon auf der Kiste lief. Das Problem ist erst später aufgetaucht. Ich habe es erst bemerkt, als Texmaker sich geweigert hat, mir meine PDFs anzuzeigen.

Vielleicht mache ich mir noch die Mühe, eine FVWM-Konfiguration zusammenzubasteln. Oder ich probiere, ob 2.6.30 mit meiner Ultra 5 zusammenarbeitet. 

Gruß

Di3a

« Letzte Änderung: 07.06.10, 17:51:14 von Di3a »

Hallo

 

Zitat
Ich hatte schon an Ubuntu gedacht, das gibts aber nicht für Sparc soweit ich weiß.

dochdoch, gibt es. Nur musst du das release von der englischen Seite downloaden, und es gibt keine Live-cd sondern du musst von einer Alternate (oder Server) installieren.

schaue mal hier

http://cdimage.ubuntu.com/ports/releases/

 
Zitat
Ungünstig ist halt, dass Gnome sehr eng mit dem Nautlius verwoben ist und der die gesamte Funktionalität beeinträchtigt.

Wie sind hier nicht bei Windows  ;), Nautilus kannst du ohne weiteres löschen, und durch einen anderen Dateimanager (z.B Thunar, Dolphin u.s.w) Ich würde aber eher einen Dateimanager bevorzugen, der auf gtk basiert, da du sonst nur unnötig Abhängigkeiten auflösen musst.

http://wiki.ubuntuusers.de/Dateimanager

Zitat
Was mich wundert ist, dass squeeze mit Gnome schon auf der Kiste lief. Das Problem ist erst später aufgetaucht.

Das wundert mich überhaupt nicht, bei einer unstable Version kann es durchaus vorkommen, das etwas nach einem Update nicht mehr funktioniert  ;).

Ich würde unstable Versionen entweder nur Virtuell oder auf einem Testrechner installieren, und keinesfalls auf einem Rechner den ich zum Arbeiten brauche (schon gar nicht auf einem Server)

gruss

Hardy1979
 
« Letzte Änderung: 07.06.10, 18:26:53 von Hardy1979 »

Hallo,

danke für Deine Links.
Sobald ich Zeit habe, starte ich dann mal einen Versuch mit Ubuntu.
Die Sparc ist an sich schon mein Testrechner. Zum Arbeiten habe ich einen normalen Athlon XP 2000+, da wäre mir sie Ultra 5 auch etwas zu langsam.
Ich verwende den Rechner einerseits zum ausprobieren von Systemen (vor debian war Solaris 10 drauf) und sonst nur zur Latex-Arbeit (schön leise und amerikanische Tastatur).
Also, danke nochmal für Deine Hilfe

Gruß

Di3a

Dabian 5 mit Kernelupdate funktioniert leider auch nicht, da bekomme ich wieder den Speicherfehler beim X-Start.
Hab mir die Alternate-Boot-CD von Ubuntu (warum "verstekcen die die eigentlich so?) runtergeladen.
Leider gibts da Probleme beim Booten der CD
Ich erhalte eine Meslung
Fast Data Access MMU Miss
Scheint ein Problem mit dem silo auf der CD zu sein, ich habe noch keine Lösung für das Problem zu finden.
Einzige Möglichkeit scheint derzeit (und auch nur mit Glück) zu sein, die Sparc vom Netz zu booten.
Ich habe jetzt aber eigentlich nicht vor, meine Netzwerkkonfiguration auf meinem normalen Rechner durcheinander zu schmeißen, nur um einen Boot-Server aufzusetzen.

Hallo

 

Zitat
Hab mir die Alternate-Boot-CD von Ubuntu (warum "verstekcen die die eigentlich so?) runtergeladen

Die sparc Version ist doch nicht versteckt  ???, nur bieten die deutschen communtys die Sparc nicht an, da es einfach zuwenig downloads davon gibt.

 
Zitat
Leider gibts da Probleme beim Booten der CD
Ich erhalte eine Meslung
Fast Data Access MMU Miss

dies ist ein bekannter bug,

 
Zitat
Scheint ein Problem mit dem silo auf der CD zu sein

genau so ist es, es wird die 32bit installiert, obwohl man die 64bit benötigt

 
Zitat
Einzige Möglichkeit scheint derzeit (und auch nur mit Glück) zu sein, die Sparc vom Netz zu booten

Nein, ist nicht die einzige Möglichkeit, hier hast du die Lösung dazu

http://debianforum.de/forum/viewtopic.php?f=13&t=119352

P.s. übrigends google ist bei den meissten Linux-Problemen dein Freund  ;)

gruss

Hardy1979




 

Gegoogelt habe ich schon - nur die Lösungsversuche die ich gefunden habe haben mir nicht geholfen ;-)
Wenn ich die Beiträge in der von Dir verlinkten Seite richtig verstehe, ist hier eine Möglichkeit gezeigt, NACH der Installation den silo zu fixen.
Soweit komme ich gar nicht. Bereits der silo der Installations-CD hängt fest.
So wie ich die Beiträge verstanden habe, wurde das Ubuntu dort auch per Bootserver installiert und dann später der Silo-Bug im INSTALLIERTEN System gefixt, oder? Hab ich da was falsch verstanden?
Bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als doch noch einen Boot-Server aufzusetzen.

Gruß

Di3a

Hallo

 

Zitat
Wenn ich die Beiträge in der von Dir verlinkten Seite richtig verstehe, ist hier eine Möglichkeit gezeigt, NACH der Installation den silo zu fixen.
Soweit komme ich gar nicht. Bereits der silo der Installations-CD hängt fest

ja, in meinen geposteten Beiträge ist wirklich die Lösung nach der Installation beschrieben.

als erstes, welche Ubuntu Version hast du gedownloadet???

hast du schonmal versucht eine minimalinstallation durchzuführen, und silo anschliessend zu installieren???

ich bin gerade einen Wiki-Artikel dazu am schreiben, bin zwar noch nicht ganz fertig, doch ich bin nur noch kleine Details am klären, und man kann diesen Artikel ohne weiteres benutzen.  ;)

http://wiki.ubuntu-forum.de/index.php/Minimal_installation

gruss

Hardy1979

Hallo Hardy1979,

eine Minimalinstallation ist auch nicht möglich.
Bei mir bricht bereits der Silo beim Booten der CD zusammen,
ich kann also nicht mal eine Auswahl treffen. Der CD-Start bricht unmittelbar nach dem Laden des Silo ab, ich komme noch nicht mal in die Nähe der Installation.
Meine Ubuntuversion ist die neuest 10.04.
Meine Idee, vom Bootserver zu starten, was bislang die einzige funktionierende Lösung zu sein scheint (aus diversen Foren), funktionierte auch nicht.
Auf ubuntu.com ist zwar die Installation mit Booten vom Netz auch für Sparc und 10.04 beschrieben. Aber die Verzeichnisse fehlen auf den Servern vollständig.
Das entsprechende Bootimage fürs Netzwerkbooten habe ich jedenfalls noch nicht gefunden.
Ich werde jetzt versuchsweise squeeze nochmal installieren und dann auf xfce ausweichen, in der Hoffnung , dass meine benötigten Programme dort alle laufen.
Auf weitere Ubuntu versionen warte ich erstmal, ich verbrenne hier momentan für jeden Versuch einen neuen Rohling, da das CD-Laufwerk keine RWs mag. Muss ich bei Gelegenheit wohl endlich mal umbauen  ::)

Gruß

Di3a 

Hallo

 

Zitat
ich kann also nicht mal eine Auswahl treffen. Der CD-Start bricht unmittelbar nach dem Laden des Silo ab, ich komme noch nicht mal in die Nähe der Installation.

aha ok, das scheint aber ein Fehler auf der .iso zu sein. Ein erneutes Downloaden, und brennen könnte da durchaus helfen.

In früheren Versionen existiert dieses Problem scheinbar nicht, deshalb würde ich eher auf eine ältere Ubuntu Version setzen. Wenn du umbedingt Lucid Lynx haben möchtest, kannst du entweder Karmic oder Hardy nehmen, und danach eine dist-upgrate auf Lucid machen  ;). Obwohl ich jetzt nicht genau weiss ob das Problem schon bei Karmic besteht.

gruss

Hardy1979

Hallo Hardy1979,

nein, das ist kein Fehler der .iso-Datei.
Die Checksumme der Datei stimmt und nach einigem Suchen im Internet bin ich zu dem Schluss gekommen, dass das Problem wohl relativ weit verbreitet ist.
Das betrifft übrigens nicht nur meine doch schon sehr betagte Ultra 5 sondern auch neuere Modelle von Sun.
Ich habe es mit Karmic u.ä. noch nicht versucht.
Netzwerk-Boot-Images habe ich allerdings auch für diese Versionen nicht auf den Servern gefunden. In den meisten Fällen gibt es kein sparc-Verzeichnis. Nur bei Dapper habe ich da was gefunden.
Mittlweile habe ich Squeeze wieder zum Laufen gebracht (auch wieder mit eingien Hindernissen und Effekten, die den bisherigen Erfahrungen widersprechen). Ich habe jetzt auf gnome verzichtet und arbeite mit xfce.
Alle Programme, die ich brauche (Iceweasle, Texmaker usw.) laufen hier einwandfrei.
Dabei werde ich es erst mal belassen.
Vielen Dank für Deine Hilfsbereitschaft,

Gruß

Di3a


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