Jeder Sechste surft heimlich auf der Arbeit
24.04.2008, 10:41 Uhr von nico Trackback
Private Emails, Bieten bei eBay oder die Planung des Sommerurlaubs – Privates Surfen wird auch während der Arbeitszeit immer beliebter: “Was ist schon dabei?” scheinen sich 70 Prozent der deutschen Arbeitnehmer zu denken und nutzen das Internet im Büro für private Zwecke.
36 Prozent widersprechen: “Klar, das darf bei uns jeder!” Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Sicherheitsumfrage von Avira. Der deutsche IT-Sicherheitsexperte hat im Februar 2.918 Besuchern seiner Webseite www.free-av.de die Frage des Monats gestellt: “Hand aufs Herz, surfen Sie privat am Arbeitsplatz?”
Laut Avira-Umfrage surft jeder Fünfte am Arbeitsplatz “hin und wieder, aber maximal 30 Minuten am Tag”, um beispielsweise Emails an Freunde zu schreiben, oder persönliche Dinge zu recherchieren. Private Internetnutzung im Büroalltag ist durchaus verbreitet und weitgehend geduldet. “Für die Unternehmen gestaltet es sich schwierig, das private Surf-Verhalten zu unterbinden”, so Tjark Auerbach, Gründer und Geschäftsführer von Avira.
Nur sechs Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Arbeitgeber relevante Seiten wie die der Email-Provider gesperrt habe. Fast ein Viertel der Befragten akzeptiert jedoch das Verbot des Arbeitgebers und unterlassen die private Internetnutzung am Arbeitsplatz. Jeder Sechste, also 15 Prozent der Teilnehmer, widersetzen sich sogar dem ausdrücklichen Verbot des Arbeitgebers und surfen unerlaubt während der Arbeitszeit.
Das Internet stellt inzwischen die größte Ablenkung am Arbeitsplatz dar – nach den jüngsten Forschungsergebnissen von Mind Lab International kann die private Internetnutzung wider Erwarten jedoch die Produktivität von weiblichen Arbeitnehmern erhöhen: Demnach brauchen Frauen während eines Arbeitstages nur zehn Minuten private Internetnutzung, um sich kurz zu erholen und die geistige Leistungsfähigkeit wieder herzustellen.