Viele Drucker warnen automatisch vor leeren Tintentanks und weigern sich, weiter zu drucken. Die Patrone wird in der Drucker-Elektronik als leer gespeichert und lässt sich oft ohne Tricks nicht weiter nutzen. Dabei ist die Patrone in den seltensten Fällen wirklich leer: Die amerikanische PC World hat bei Tests mit Druckern von Canon, Epson und Kodak festgestellt, dass ein großer Teil der teuren Tinte ungenutzt weggeworfen werden muss, da der Drucker sich weigert die Patrone weiterhin zu nutzen.
Manche Drucker und deren Patronen (z.B. HP Modelle) haben ein zusätzliche Haltbarkeitsdatum. Hier lässt sich die “Leer-Meldung” manchmal umgehen, wenn vor dem Drucken die PC-Uhr zurückgesetzt wird,
sagt PC World hier.
Zusätzlich erkennen manche HP Printer einmal als leer markierte Patronen: Selbst nach einer Tinten-Nachfüllung werden diese nicht ohne weiteres akzeptiert. Hier hilft es, vor dem Entnehmen der Patrone den Tintenstand zurückzusetzen, oder vor dem Wiedereinsetzen Teile des Chips zu überkleben.
Komplett leer darf die Patrone allerdings nicht werden: Laut PC World könne der Drucker beschädigt werden, wenn die Patrone wirklich leer ist. Daher warnt der Drucker bereits, bevor die Tinte wirklich leerläuft. Im Test blieb aber teilweise knapp die Hälfte der Tinte, nämlich 40%, in der angeblich leeren Tintenkartusche ungenutzt übrig.
Im Test mit einem Canon Pixma MP610 Drucker blieben von der mittgelieferten Canon Tinte noch 24% übrig, mit zusätzlich gekaufter Tinte von “G&G” hörte der Drucker bereits bei einem Füllstand von 45% auf zu drucken. Bei einem Epson RX680 verblieben mit originaler Epson Patrone nur 8% Tinte im Tank, Fremdprodukte von Drittanbietern (im Test von LD Products) ließen 41% Tinte übrig. Der einzige Drucker im Test, der trotz Warnung bis zum Ende komplett drucken konnte, kam von HP, alle anderen Drucker verweigerten irgendwann, trotz Rest-Tinte, ihren Dienst.
Test bei PC World
November 10th, 2008 at 08:11
so günstig, wie die dinger sind, da muss man über die patronen das geld wieder reinholen.
ich hab mir nen reset für die dinger gekauft. das funzt prima..
sogar nachfüllen geht, ohne das der drucker murcks macht.
November 16th, 2008 at 23:06
zum glück hab ich HP, der marke kann gut vertrauen.
März 27th, 2011 at 21:41
Ich halte es für Betrug, wenn, wie bei meinen HP-Druckern, volle Tanks als leer deklariert werden und Druckjobs von HP unterbunden werden. Das geschieht auch bei der Einstellung von “nur schwarz drucken”, wenn eine Farbpatrone angeblich leer ist und die schwarze Patrone neu eingesetzt wurde. HP zwingt einen sogar, den gekauften Tintenvorrat zu vernichten, wenn ein Ablaufdatum überschritten wurde, obwohl die Tinte bei guter Lagerung noch gebrauchstauglich ist. HP hat sich zu einer lästigen Zecke entwickelt, die kein Kunde benötigt. Ein alter HP-Deskjet 550 C tut seit über 20 Jahren noch seinen Dienst, sogar mit Patronen, die ihre Haltbarkeitsdauer um Jahre überschritten haben. HP hat sich wohl zur Tintenmafia entwickelt, und wer will schon mit quasi krimminellen Machenschaften was zu tun haben. Finger weg von HP und Anbieter ohne Spionageambitionen bevorzugen. Die nächste Druckercharge für über 200 Arbeitsplatzdrucker wird nicht von HP sein, zumal auch der Service miserabel ist. Das ist dann mein Boykottbeitrag.