Die schlechte Nachricht zuerst: Auch auf Speicherkarten und USB-Sticks sollen demnächst Urheberabgaben gezahlt werden. Denn obwohl die Politik auf Druck von Musik- und Filmindustrie das private Kopieren von Filmen oder Musik immer weiter einschränkt, müssen diese Abgaben bereits auf Videokassetten, Rohlinge und auch Geräte wie Drucker, Kopierer oder CD-Brenner gezahlt werden.
Die gute Nachricht ist, dass der Branchenverband Informationskreis AufnahmeMedien (IM) in den Verhandlungen mit den Verwertungsgesellschaften eine Abgabe von nur 10 Cent durchsetzen konnte, die die Preise für Speicherkarten zumindest nur kaum merklich beeinflussen. Die Abgabe soll dabei auch unabhängig von der Speichergröße sein. Für einen einzelnen DVD-Rohling zahlt man nämlich bereits unbemerkt 17,5 Cent – und das sogar, ohne damit eine private Kopie eines DVD Films erzeugen zu dürfen, schließlich würde hierbei ein Kopierschutz verbotenerweise umgangen.
Urheberrechtsexpertin Judith Lammers von dem Bundesverband Bitkom nannte die Forderungen der Verwertungsgesellschaften zuvor “abstrus”, da ein Großteil der Speicherkarten in der Digitalfotografie eingesetzt werde, berichtet Golem.de. “Von einer Nutzung für Privatkopien ist man weit entfernt. Gleiches gilt für USB-Sticks. Sie werden schwerpunktmäßig im gewerblichen Bereich genutzt und hier als Transfermedium.”

Bald 1,- EUR pro Gigabyte teurer?
Mit der Änderung des Urheberrechtsgesetz 2008, mit der die Abgaben auf Speicherkarten beschlossen wurden, wurde auch eine Abgabepflicht für PC Festplatten eingeführt, die auch Festplatten-MP3-Player wie den iPod betreffen könnten. Ursprünglich geplant war hier laut heise.de eine Abgabe von einem Euro pro Gigabyte, was einen 80GB Player direkt um 80,- EUR verteuern würde.
Juni 23rd, 2009 at 11:30
Erst zahlt man für den Download und dann nochmals über die Abgabe für das Speichermedium, damit man es auch abspeichern darf.
So ein Quatsch ist mal wieder typisch Deutsch !
Als nächstes zahlt man dann vermutlich noch Abgabe beim DSL per GB Übertragungsvolumen
Juni 23rd, 2009 at 15:45
Ist so ein bisschen die GEZ-Idee: Erstmal zahlen, auch wenn mans nicht nutzt. Bei der GEZ zahlt man ja auch dafür, dass man ein Radio nutzen KÖNNTE, nicht dass man es tut…
Juni 23rd, 2009 at 17:26
Wie dämlich. Eines Tages:
Für den Zugriff auf die Downloadplattform zahlen
Für den Download Zahlen
Für die Speicherung zahlen
Für das Höern zahlen
Zum schluss noch für das Löschen Zahlen.
Idiotisch. Das wäre das gleiche als würde ich in ein Geschäft gehen und muss 500 KG Kartoffeln zahlen, weil ich die ja kaufen KÖNNTE…
Juni 23rd, 2009 at 20:06
Um bei den Kartoffeln zu bleiben: Wäre wie eine Kartoffelschälsteuer, auch wenn du sie in den Boden pflanzt. Aber du könntest sie ja schälen :-)
Hm irgendwann zahlt man für den Speicherplatz im Hirn, man könnte sich ja an das Lied erinnern…
Hauptsächlich im gewerblichen Bereich genutzt? Das halte ich ja für ein Gerücht. Da sind die aus Sicherheitsgründen oft verpönt und der Rest weiß nicht, was das ist. Hauptnutzung ist eindeutig im Privatbereich. Und da als Speichermedium, ob Transfer oder was auch immer (z.B. Bootmedium).
Juni 23rd, 2009 at 22:59
Hoffentlich muss ich nicht bals noch für jeden meiner 10 Zehen Steuer bezahlen weil ich damit ja laufen könnte ::)
Juni 24th, 2009 at 06:49
So eine “Potentielle Gehwege Abnutzungssteuer” :)
Juni 24th, 2009 at 08:14
Gerechterweise sollte dies Steuer NUR auf Ohrhörer, Kopfhörer, Lautsprecher und Co erhoben werden. Ohne diese keine Wiedergabe und auch damit auch keine Zahlung fällig.
Meine Tochter singt aktuelle Lieder gerne mit, muss ich da bedenken haben, falls mal wieder GEMA Schnüffler unterwegs sind ?
Juni 24th, 2009 at 11:19
Wenn du eine Abgabe für die Künstler auf Kopfhörer machst, muss die Musik aber umsonst sein, sonst zahlt man ja auch wieder doppelt!
Juni 24th, 2009 at 11:31
Genau. Nur auf diese und sonst nirgends.
Mein Arbeitsplatzrechner hat z.B. keine Lautsprecher, muss aber trotzdem dafür an die GEMA zahlen. Würde dann ja entfallen
Juni 24th, 2009 at 11:44
;D ;D ;D