Amiga CD32

Nach dem Erfolg des VC-20 und des C64 brachte Commodore mit den ersten Amigamodellen Maschinen auf den Markt, deren Technik das Spieler-Herz höher schlagen ließ.



Die Grafikchips der ersten Generation sorgten mit 4096 darstellbaren Farben in den 1980er Jahren für eine Revolution, der AGA-Grafikchip, der seit den frühen 1990er Jahren in die Modelle Amiga 4000, Amiga 1200 und AmigaCD32 eingebaut wurde, schaffte bis zu 16,7 Millionen Farben (24 Bit). Zu Zeiten, als ein CD-ROM Laufwerk noch bei weitem nicht zur Standard-Ausrüstung eines PCs gehörte und Spielekonsolen mit Steckmodulen ausgestattet waren, war das CD32 eine Sensation.

In ihm steckte die Technik eines kompletten Amiga 1200 mit einem erweiterten ROM-Chip und CD-Laufwerk. Über den Erweiterungsschacht konnte entweder ein FMV-Modul (Full Motion Video, für das Abspielen von VideoCDs) oder ein Modul mit Festplatte und Speicher-Bausteinen nachgerüstet werden. Natürlich ließen sich auch eine externe Tastatur und Maus anschließen, so dass aus dem Spielegerät ein Arbeitstier wurde.

Die Spiele waren zuerst reine Portierungen normaler Diskettenspiele, später wurden die Möglichkeit der Konsole ausgereizt: Microcosm ist ein 3D-Kampfspiel mit ansehnlichem Videovorspann.

Da 1993 noch gar nicht an CD-Brenner gedacht wurde, besitzen die Spiele auch keinen Kopierschutz. Obwohl Sie die meisten CDs gebraucht sehr günstig bekommen, finden sich im Netz immer wieder ISO-Dateien der kompletten Spiele. Diese sind natürlich nur als Backup legal, wenn die Original-CD-ROM zerkratzt ist.

Mit dem jetzt frei zugänglichen Developer-Kit lassen sich auch andere Amiga-Anwendungen bootbar auf CD brennen.

Der Amiga CD32 kann aber mehr als die eigenen Spiele lesen: Neben normalen Audio-CDs und -CDRs spielt er auch das seltene CD+G Format ab, das z. B. für Karaoke CDs genutzt wird.