Hallo zusammen,
ich wende mich heute an euch, weil ich nach meinem jüngsten Hardware-Upgrade langsam an meinem Verstand zweifle. Ich schraube schon seit den späten 90ern an Rechnern herum und habe den Übergang von SDRAM zu DDR2, 3 und 4 eigentlich immer recht schmerzfrei miterlebt. Aber DDR5 scheint mir aktuell ein ganz neues Level an „Zickigkeit“ beizubringen.
Mein aktuelles Setup basiert auf der AM5-Plattform. Ich habe mir ein schönes Kit aus der PC5-48000-Klasse besorgt, also DDR5 mit 6000 MT/s. In allen Foren und Testberichten heißt es ja immer, dass 6000 MHz der „Sweet Spot“ für die neuen Prozessoren sei, um die Infinity Fabric im 1:1 Modus zu halten. Da ich viel mit Virtualisierung und Videoschnitt mache, habe ich mich für insgesamt 64 GB entschieden, verteilt auf vier Riegel (4x16GB).
Hier kommt der spezifische Punkt, der mich in den Wahnsinn treibt: Das sogenannte „Memory Training“. Wenn ich das System starte, dauert es teilweise bis zu zwei Minuten, bis überhaupt das BIOS-Logo erscheint. Ich weiß, dass DDR5 beim ersten Booten länger braucht, um die Timings zu kalibrieren, aber das passiert bei mir fast bei jedem Kaltstart. Sobald ich das EXPO-Profil aktiviere, um die vollen PC5-48000-Spezifikationen zu nutzen, wird das System extrem instabil. Ich bekomme willkürliche BlueScreens (meistens „Memory Management“ oder „IRQL NOT LESS OR EQUAL“), obwohl die Riegel laut Herstellerliste kompatibel sind.
Ein kleiner persönlicher Einblick: Ich habe früher immer gedacht, dass „viel hilft viel“ die goldene Regel beim RAM ist. In meinem alten Home-Server hatte ich ECC-Speicher drin, der zwar langsam war, aber über Jahre keinen einzigen Absturz verursacht hat. Jetzt, mit dem High-End-Speicher für den Desktop, fühlt es sich so an, als würde man versuchen, einen Rennwagen mit minderwertigem Sprit zu fahren – die Leistung ist theoretisch da, aber die Technik dahinter ist so am Limit, dass die kleinste Schwankung alles zum Einsturz bringt.
Ich habe bereits die SOC-Spannung manuell auf 1.25V angepasst, da ich gelesen habe, dass die Automatik-Einstellungen mancher Boards hier zu aggressiv oder zu konservativ sind. Ohne Erfolg. Sobald ich auf den Standardtakt von 4800 MHz zurückgehe, läuft alles butterweich. Aber wozu kauft man sich PC5-48000 Module https://serverorbit.com/pc-and-server-memory/pc5-48000, wenn man sie dann wie Einstiegshardware betreiben muss?
Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen mit der Vollbestückung von vier Slots bei diesen Geschwindigkeiten gemacht? Ist der Speichercontroller in den CPUs einfach noch nicht weit genug, um 6000 MT/s über vier Bänke stabil zu halten, oder sollte ich eher auf ein aktuelles BIOS-Update warten, das die Signalintegrität verbessert?
Ich überlege ernsthaft, das 4er-Kit gegen ein 2x32GB Kit auszutauschen, bin mir aber unsicher, ob das Problem damit wirklich gelöst ist. Was meint ihr dazu?https://serverorbit.com/pc-and-server-memory/pc5-48000
fijer67515 (0)
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