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Windows 7 mit SSD konfigurieren

Hallo Leute,

ich habe mir eine 64GB SSD von Super-Talend gekauft.
Betriebssystem ist Windows 7 Home-Premium 64Bit Version

Was muss ich hier am besten alles konfigurieren?

Ich wäre für alle Ratschläge und Tipps sehr dankbar.



Herzlichen Dank im Voraus.



Antworten zu Windows 7 mit SSD konfigurieren:

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Eine bindende Antwort kann Dir da wohl keiner geben. Es gibt, wie so oft, verschiedenste methoden.
Ich trenne mein System  konsequent von den Dateien und den statischen Daten der Programme - so, wie ich es hier beschrieb:

http://www.computerhilfen.de/jueki/Installation.pdf

Dabei sollte die Systempartition 25...30GB groß sein - alles andere nach Bedarf.
Die Trennung System- Dateien unter Win7 habe ich hier beschrieben:

http://www.computerhilfen.de/jueki/Installieren_Konfigurieren_Windows7.pdf

Wenn Du ein Win7 von DVD aus installierst und auch die Partitionen einrichtest, brauchst Du eigentlich nichts weiter zu beachten - Win7 erkennt die SSD und richtet sie ein.
Ich bevorzuge eine Partitionierung zuvor.
Dabei sollte man darauf achten, das die Partitionen mit einer Clustergröße von 1kb formatiert werden.
Nach erfolgreicher Installation sollten die Dienste Superfetch, Anwendungserfahrung und Windows Defrag kontrolliert und bei Bedarf manuell deaktiviert werden.
Ich deaktiviere auch noch die Indexierung.
Viel Erfolg!

Jürgen

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Hallo Leute,

im Internet findet man über diese Thematik sehr viele Informationen:

Defragmentierung abschalten

 Defragmentieren ist absolut unssinig. Da unnötige Lese- und Schreibzugriffe erfolgen schadet es der SSD sogar!
Dienste, Defragmentierung, Eigenschaften, Starttyp, Deaktiviert

Boot-Time Defragmentierung deaktivieren

Die Boot-Time Defragmentierung sortiert für den Systemstart relevante Dateien und platziert sie optimal (bzgl. Festplattenmerkmale) auf dem Datenträger. Aufgrund der geringen Zugriffszeiten von SSDs und der überall gleichen Schreib-/Leseleistung ist dies nicht nötig.

Prefetch deaktivieren
 Analysiert den Bootvorgang und den Start von Programmen und legt die Ergebnisse in sogenannten Trace-Dateien ab, welche den nächsten Start beschleunigen sollen. Bei einer SSD überflüssig.

Superfetch deaktivieren
 Lädt nach dem Start häufig genutzte Programme in den Arbeitsspeicher vor. Bei der Geschwindigkeit einer SSD überflüssig.

Indizierung / Indexdienst abschalten
 Indiziert die Festplatte für eine schnellere Dateisuche.
Dienste, Windows Search, Eigenschaften, Starttyp, Deaktiviert
 Außerdem muss noch die Indizierung der SSD deaktiviert werde.
Computer (Arbeitsplatz), SSD-Partition, Eigenschaften, Unterste Checkbox deaktivieren, Anweisungen folgen

Windows-Suche Dienst
Wer die Windows-Suche wenig benutzt oder nur eine SSD nutzt, kann den zugehörigen Dienst deaktivieren. Dadurch entfällt die Datei-Indizierung. Inwieweit dies die Geschwindigkeit der Suche im Startmenü von Vista/7 bzgl. Programmen, die auf der HDD installiert wurden, negativ beeinflusst, entzieht sich meiner Kenntnis. Unter XP gibt es diese Funktion ja nicht.

Trim-Befehl nutzen

 Über den Trim-Befehl kann ein Betriebssystem dem SSD-Controller beim löschen von Dateien mitteilen, dass diese Dateien als ungültig markiert werden sollen. Der Controller wird diese Dateien dann bei späteren Schreibzugriffen im selben Block nicht mehr beibehalten, wodurch die Leistung der SSD nahezu konstant gehalten wird und Schreibzugriffe reduziert werden. Hierzu mehr bei Wikipedia und Anandtech.

Readyboost/Readydrive deaktivieren

Readyboost ist eine Technik, bei der ein Flash-Laufwerk als zusätzlicher Cache benutzt wird, da diese in der Regel deutlich niedrigere Zugriffszeiten aufweisen als Festplatten.
 Readydrive dient zur Unterstützung dieser Funktion auf Hybrid-Festplatten.
 Da eine SSD ein Flash-Laufwerk ist und entsprechend dessen Vorteile aufweist, ist diese Funktion überflüssig.

Auslagerungsdatei

 Windows nutzt eine Auslagerungsdatei, egal wieviel Arbeitsspeicher im PC eingebaut ist. Laut Microsoft ist eine Auslagerungsdatei aber perfekt auf einer SSD aufgehoben, da hier kleine Schreibzugriffe oder große Lesezugriffe erfolgen, womit eine SSD sehr gut klarkommt. Zudem beträgt das Lesen:Schreiben Verhältnis 40:1.

 Wer die Auslagerungsdatei trotzdem nicht auf der SSD haben möchte, hat zwei Möglichkeiten:
 a. Die Auslagerungsdatei auf eine HDD (Festplatte) verschieben.
 b. Die Auslagerungsdatei deaktivieren. (Nur zu empfehlen bei mind. 4 GiB Arbeitspeicher.) Manche Programme machen Probleme, wenn die Auslagerungsdatei deaktiviert ist - in diesem Fall muss diese wieder aktiviert werden.

Timestamp deaktivieren

 Über den Timestamp merkt sich Windows, wann eine Datei zuletzt geöffnet bzw. darauf zugegriffen wurde. Der Eintrag "Geändert am" in den Dateieigenschaften ist hiervon unabhängig, wohingegen der Eintrag "letzter Zugriff" nach der Deaktivierung nicht mehr aktualisiert wird.

Temporäre Ordner und WBEM umleiten

 Die temporären Ordner von Windows und das WBEM Verzeichnis (nutzen ein paar wenige Programme für Logs, sofern aktiviert - siehe unten) kann auf eine Festplatte oder Ramdisk verlegt werden. Eine Ram-Disk müsste für die temporären Ordner allerdings ausreichend groß sein, damit auch beim Entpacken von großen Archiven nicht der Platz ausgeht. Außerdem ist es in diesem Fall sehr sinnvoll, in der Ramdisk einzustellen, dass beim Herunterfahren der Inhalt auf einen Datenträger gesichert und beim nächsten Start wieder eingelesen wird, da manche Treiber- bzw. Softwareinstallationen Neustarts benötigen, dabei aber Daten in den Temp-Ordner ablegen und diese nach einem Neustart nutzen möchten.

Eigene Dateien bzw. Benutzerordner auslagern auf eine andere Festplatte.


stemwiederherstellung deaktivieren

 Kann abgeschaltet werden, um Speicherplatz zu gewinnen und unnötige Festplattenzugriffe zu vermeiden.

Möglichst immer genug Speicher (ca. 20 %) auf der SSD freihalten (Stichwort Wear-Levelling)
 Bei neuen SSDs ist dies nicht mehr notwendig (Dezember 2010).

AppData-Verzeichnis
 Das AppData-Verzeichnis, in dem manche Programme zusätzliche Dateien ablegen, kann verschoben werden. Es ist zu beachten, dass diese Programme dann wieder auf die langsame Festplatte zugreifen müssen, um diese Daten zu laden.

Was sagt Ihr zu der Thematik?
Fällt euch noch etwas ein?
Für Tipps und Ratschläge wäre ich sehr offen.


Herzlichen dank im Voraus.

 

Zitat
Ich bevorzuge eine Partitionierung zuvor.
Dabei sollte man darauf achten, das die Partitionen mit einer Clustergröße von 1kb formatiert werden.

Warum zum Satz 1 und zum Satz 2?

Mich würde die Antwort auch interessieren.

Ich stelle mir die selbe Frage im Moment auch.

Sind alle die Aufgezählten Einstellungen von hadde sinnvoll so zu übernehmen?

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Die vorgeschlagenen  Einstellungen können meiner Meinung nach komplett übernommen werden. Einen Teil davon erledigt Windows 7 allerdings schon selbst, wenn es eine SSD erkennt.
Ich partitioniere meine Festplatten vor der Installation, weil ich damit die 100MB- Boot- Partition vermeide, wenn ich das Windows- Setup diese Partition erstellen lasse.
Und ich verwende 1kb- Cluster, wei dies der Clustergröße entspricht, die das Setup von Win7 ebenfalls erzeugt.
Diese Einstellungen und Wege haben sich bei mir sowohl auf meinen PCs, als auch auf meinen Schleppis seit einem Jahr vorzüglich bewährt.

Jürgen

Hallo jüki,

wenn ich wissen will, ob Windows 7 die SSD erkannt hat, was muss ich dann tun?

Alle diese Einstellungen überprüfen?

Kennst du sonst noch einige Einstellungen, die man in diesem Zusammenhang konfigurieren sollte?


Ebenfalls hätte ich noch eine Frage zur Partitionierung.
Ich kann in der Datenträgerverwaltung die von dir vorgeschlagene 1kb- Clustergröße nicht auswählen.
Siehe Anhang.

Wie stellt du das ganze an?
Was für einen Vorteil hat das ganze dann, außer dass die 100MB-Systempartition wegfällt?


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Zitat
wenn ich wissen will, ob Windows 7 die SSD erkannt hat, was muss ich dann tun?
Schau in den Diensten nach, inwieweit die oben genannten Dienste deaktiviert sind.
Superfetch, Defrag usw sollten dort deaktiviert sein.

 
Zitat
Ich kann in der Datenträgerverwaltung die von dir vorgeschlagene 1kb- Clustergröße nicht auswählen
1kb = 1024b.
Ich partitioniere meine Festplatten mittels Acronis Disk Direktor v11 - es gibt aber auch andere Tools dazu - "EASEUS Partition Master Home Edition" als Freeware zum Beispiel.
Hier zu holen:
http://www.wintotal.de/softwarearchiv/?rb=2116&id=5087

 
Zitat
Was für einen Vorteil hat das ganze dann, außer dass die 100MB-Systempartition wegfällt?
Ich installiere alle meine Programme in eine eigene, logische Partition. das habe ich weiter oben bereits beschrieben.
Indem ich nur die klein gehaltene Systempartition per Image sichere, kann ich zu jeder Zeit bei einem Absturz oder Fehlbedienung mein System komplett so wieder herstellen, wie es zum Zeitpunkt der Image- Erstekllung lief. Ein Image der datenpartition war bisher noch nie erforderlich.
Ich müßte also bei einer getrennten Bootpartition diese mitsichern.
Das vermeide ich durch meine Methode.

Jürgen


 

Zitat
Und ich verwende 1kb- Cluster, wei dies der Clustergröße entspricht, die das Setup von Win7 ebenfalls erzeugt.
Dies ist leider falsch, ähm sofern deine Partitionen kleiner als 2GB sind und größer als 1025MB dann stimmt es!
Das einzige wofür du sorgst ist eine extreme Fragmentierung deiner Daten. -Bei einer SSd unbedeutend aber nicht bei einer herkömmlichen HDD!

Diese Größe, eigentlich 512 Byte Clustergröße gab es mal bei XP ohne SP und bei der Konvertierung von FAT(32) zu NTFS, dieser Fehler ist aber schon lange behoben!

Und Tools von Drittanbietern zur Partitionierung und Formatierung von NTFS-Dateisystemen kennen ja das Dateisystem wesentlich besser als die die es entwickelt haben und weiter entwickeln!

Die 100 bzw 200MB große Partition hat natürlich auch ihnen Sinn!
In diesen Falle eigentlich 3!

@ jüki:

vielen dank für deine Ausführungen.

Sie haben mir sehr geholfen.  :)


@ Der wahre_Knut aus Berlin

Zitat
Die 100 bzw 200MB große Partition hat natürlich auch ihnen Sinn!
In diesen Falle eigentlich 3!

Dann erzähle uns doch bitte die drei Gründe.

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Es gibt für alles mehrere Wege und Möglichkeiten.
Das Du konkret Hinweise betreffs SSD erbeten hast, habe ich mich auch nur konkret zu SSD geäußert.
Mit der von mir bevorzugten Methode der Installation von SSD- Festplatten laufen an die 60 von mir selbst installierte PCs und Schleppis - davon 2/3 im kommerziellen Einsatz vorzüglich und zur Zufriedenheit der Nutzer.
Ich kann diese Methode also ehrlichen Herzens empfehlen - ohne diese als das NonPlusUltra hinzustellen.
Es führen immer mehrere Wege nach Rom bzw zu einem gut funktionierenden, stabilen Betriebssystem Windows 7.

Jürgen


« Letzte Änderung: 28.12.11, 08:26:51 von jüki »

 

Zitat
Mit der von mir bevorzugten Methode der Installation von SSD- Festplatten laufen an die 60 von mir selbst installierte PCs und Schleppis - davon 2/3 im kommerziellen Einsatz vorzüglich und zur Zufriedenheit der Nutzer.
Naja, das ist eine persönliche Einschätzung, die aber nicht erklärt warum du Dateien extrem fragmentieren lässt?
und mit Tools von Drittanbietern arbeitest - die du sonst eher ablehnst?

Andere haben weit mehr Rechner installiert und die Rechner laufen auch zur Zufriedenheit!

- Unterbringung des Bootzeugs
- Unterbringung der Wiederherstellung
- Unterbringung von Bitlockerinfo's

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Es ist nicht mein Begehr, Dir meine Methode zu begründen oder mich gar vor Dir zu rechtfertigen.

Jürgen

 

Nö, mußt du nicht, nur macht das dich nicht unbedingt glaubwürdiger - vllt. interessiert es aber den einen oder anderen warum du es bevorzugst Dateien extrem zu fragmentieren.
Von anderen erwartest du auch das sie ihre Aussagen begründen nur du nicht! - schon seltsam?

und es ändert auch nichts an der Tatsache das deine Aussage falsch ist
 

Zitat
Und ich verwende 1kb- Cluster, wei dies der Clustergröße entspricht, die das Setup von Win7 ebenfalls erzeugt.
- obwohl du ja sonst alles wissenschaftlich untersuchst und belegst?! - und das mein Lieber verwirrt!? - den einen oder anderen.



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