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UUID belassen

Hallo,

ich habe die UUID der Systempartition aus der fstab gelöscht, weil ich keinen anderen Weg wusste, um wieder zu booten.
Ich wüsste nun gerne, was ich anstatt der nun folgend beschriebenen Schritte (im wesentlichen anstelle von (3) und (4) wohl) unternehmen müsste, um zu erreichen, dass das System wieder so booten würde wie vor dem ersten Einsatz von mkfs in Schritt (0), also mit der UUID.


(0) Als Anfangssituation möchte ich vorgeben, dass ich (nach umkopieren der Daten) zwei Partitionen mit mkfs.ext3 formatiert und dabei nicht bedacht hatte, dass dabei auch die UUID gelöscht wird, ohne die der von den Ubuntu-/Debian-/Linux-Entwicklern konzipierte Bootvorgang nicht mehr ablaufen kann. Jedenfalls hat grub die Meldung ausgegeben, dass die vorher dort eingetragene UUID fehlt. Dann habe ich ...

(1) ... die UUID aus der (über Umweg ja noch auslesbaren) /etc/fstab gelesen (ich nenn die hier mal $UUID) und dann hiermit versucht, sie wieder auf den gewohnten Wert zu setzen:

mkfs.ext3 -U $UUID /dev/sda5 # statt $UUID natürlich die 32 Zeichen mit den 4 Minuszeichen

und die Daten des root-Verzeichnisbaums zurückkopiert, aber das hat nicht gereicht, um booten zu können.

(2) Im Startbildschirm von grub gibts ja die Möglichkeit, mit »e« die Bootparameter zu bearbeiten. Nach hinreichendem Weglassen der Zeilen mit UUID kam der Bootvorgang wieder soweit, dass ich mich als root anmelden konnte, und

(3) dann fiel mir nur ein, die fstab abzuändern: in /etc/fstab hab ich also den Zeilenanfang mit UUID= bis zum Leerzeichen vorm slash durch den Partitionsnamen ersetzt, also steht da nun drin:
/dev/sda5 / ext3    errors=remount-ro 0 1

(4) dann hab ich in der /etc/default/grub das Zeichen '#' vor 'GRUB_DISABLE_LINUX_UUID=true' weggelassen und 'update-grub' ausgeführt, und jetzt geht der Bootvorgang wieder.

Allerdings haben meine Partitionen jetzt keine UUID mehr. Ist ja nicht schlimm bei nur einer angeschlossenen Festplatte, aber gibts auch einen ordentlichen Weg, bei dem man das UUID-Konzept nicht umgehen muss?

--
uN


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Hättest die UUID neu machen können mit:

tune2fs -U Deine_UUID /dev/sdaX

mit uuidgen kannste auch eine neue generierieren.

Genau das hab ich vergeblich versucht, bevor ich
mkfs.ext3 -U $UUID /dev/sda5
gemacht habe.

Ja, es ist schlecht, dass ich das nicht dazugeschrieben habe, aber mich möchte mich damit entschuldigen, dass ich die Vorgeschichte zu meiner Frage dann für noch weniger übersichtlich gehalten hätte als so wie sie jetzt schon da steht. Ich wollte ein Minimalbeispiel rausschneiden und dachte, dass das mit tune2fs erhaltene Ergebnis ja sowieso im beschriebenen Schritt (1) wieder überschrieben worden wäre.

Wenn es mir mit tune2fs gelungen wäre, wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen, mkfs zu bemühen: bei beiden Befehlen kam beim Boot die Meldung, von grub, dass die UUID nicht gefunden werden könne. Aber um auch ganz sicher zu gehen, probier ichs am Wochenende nochmal mit tune2fs aus.

Der Befehl uuidgen ist meiner Ansicht nach bei dieser Fragestellung nicht hilfreich.

uN

 

Zitat
Allerdings haben meine Partitionen jetzt keine UUID mehr. Ist ja nicht schlimm bei nur einer angeschlossenen Festplatte, aber gibts auch einen ordentlichen Weg, bei dem man das UUID-Konzept nicht umgehen muss?

Die Partitionen können schon noch voneinander unterschieden werden, aber ohne UUID gibt es keine "garantierte Eindeutigkeit" mehr. Siehe => http://wiki.ubuntuusers.de/uuid

Solange du keine Probleme hast seh ich da aber nicht wirklich Änderungsbedarf.

@SQL-Freak:
hattest recht. Mit ner anderen Festplatte an einem anderen BIOS funktioniert es sowohl mit
tune2fs -U $UUID /dev/sdaX
als auch mit mkfs.ext3 -U $UUID /dev/sdaX.

Für den Fehler habe ich eine Vermutung, die mir heute erst einfiel. Und zwar könnte es daran liegen, dass die 160 GB große Festplatte für das BIOS nur 136..137 GB groß erscheint, und obwohl /dev/sda5 vollständig innerhalb dieses Bereiches liegt, scheint irgendwas nicht zu harmonieren.

Einen Anhaltspunkt für diese Vermutung sehe ich im Umgang verschiedener Versionen von fsck mit der Partition /dev/sda4, welche über diese Grenze hinaus bis an den "Plattenrand" von 160 GB reicht:

Die Version von Knoppix 6.2.1 erkennt das Ende der Partition falsch:
$ fsck /dev/sda4
fsck from util-linux-ng 2.16.2
e2fsck 1.41.9 (22-Aug-2009)
Die Dateisystem Größe ( laut SuperBlock) ist 22621528 Blocks
Die physikalische Größe von Gerät ist 17103872 Blocks

Die Version fsck from util-linux-ng 2.17.2
e2fsck 1.41.12 (17-May-2010) hingegen meldet diesen Fehler nicht mehr und "checkt" die Partition korrekt.

Eine vergleichbare BIOS/Platten-Disharmonie gab es beim Versuch, auf dieser Platte Windows 7 zu installieren, wenn man die 4 in der MBR-Partitionstabelle eingetragenen Partitionen über 136 GB hinaus festlegen wollte.

Die zuständigen utilities von Ubuntu scheinen also ähnnlich über die Disharmonie hinwegzusehen wie e2fsck v1.41.12 es tut.


Zitat
Solange du keine Probleme hast seh ich da aber nicht wirklich Änderungsbedarf.
@cosinus:
ACK, aber weil diese Festplatte und BIOS sich anders benahmen, als ich es von üblichen Platten/BIOSen erwarten sollte, konnte ich nicht begreifen, warum offensichtlich korrekte Befehle bei meiner bisher vermeintlich korrekten Festplatte/BIOS-Kombi keine korrekten Ergebnisse lieferten und wollte es halt "aus Prinzip" genauer wissen. :-)

Vielen Dank euch beiden

uN

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