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Auslagerungsdatei in eine separate Partition verlagern

bin auf diesen Link gestoßen http://support.microsoft.com/kb/314482/de wenn ich richtig verstanden habe, hat die Verlagerung der Auslagerungsdatei von der Startpartition des Betriebssystems in eine andere Partition nur Sinn, wenn diese Partition auf einer zweiten Festplatte eingerichtet ist, hat jemand Erfahrungen damit?, meine jetzt nicht die Probleme mit der Imagewiederherstellung, die bei User Jüki 2007 auftraten, sondern den Fall, wenn man nur eine Festplatte hat?

« Letzte Änderung: 08.06.13, 04:23:06 von waldemar1 »


Antworten zu Auslagerungsdatei in eine separate Partition verlagern:

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Die Verlagerung der Auslagerungsdatei hatte vielleicht früher mal einen Sinn, als RAM- Größen von 512MB noch teurer "Wahnsinn" waren. Bei RAM- Größen über 1GB (heute üblich: 2, 4GB und mehr) hat die Auslagerungsdatei nur noch eine Alibifunktion.
Ein User sagte mal recht treffend "Warum soll ich mein System auf der langsamen Festplatte herumkratzen lassen, wenn ich teuren und schnellen RAM habe!".
Recht hat er.
Ich erstelle bei RAM- Größen über 2GB (Win7) nur noch eine pagefile von 256MB - dies genügt in allen Fällen.
Den Wirkungsmechanismus der Auslagerung habe ich hier beschrieben:
http://www.computerhilfen.de/jueki/auslagerungsdatei.pdf

Meine ganz private Meinung: Die Hype, die mal um diese Auslagerung gemacht wurde, hatte noch nie einen reellen, sachlichen und meßbaren Grund.
Die Nachteile, die in (wenn auch seltenen) Fällen bei der Image- Wiederherstellung auftraten, überwogen die (fiktiven) Vorteile in jedem Fall.

Jürgen

« Letzte Änderung: 08.06.13, 09:30:26 von jüki »

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Habe 512 MB RAM und eine Festplatte, diesen Umständen nach und auch global betrachtet, denke ich auch, wie Jürgen schreibt, das dieses Thema "noch nie einen reellen, sachlichen und meßbaren Grund hatte". Komisch nur, dass der oben genannter Microsoft Artikel ID:314482 als aktuell anzusehen ist (erst vor 2 Tagen geändert bzw. aktualisiert), obwohl RAM unter 1GB zur Zeit eine Seltenheit sind, wen soll dieser Artikel dann noch ansprechen.
Es scheint, dass niemand außer Jürgen diese Option ausprobiert hat und warum nicht, ist doch ein interessantes Thema, übrigens nur auf Windows XP bezogen.

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Rechner mit weniger als 1GB RAM sind wohl nicht mehr allzuhäufig anzutreffen.
Die Benutzung der Auslagerungsdatei funktioniert unter Vista und Win7 genau so, wie -von mir im Aufsatz beschrieben- unter XP. Da hat sich nichts geändert.
"Komisch nur, dass der oben genannter Microsoft Artikel ID:314482 als aktuell anzusehen ist"
Warum das so ist? Weil es rein theoretisch noch stimmt.
Allerdings kann man allerhöchstens mit Präzisionsmeßmitteln einen Unterschied der Festplatten- Zugriffszeiten am Anfang oder Ende der Festplatte messen - und das ist der Hauptgrund für diese Empfehlung.
Bei SSD- Festplatten, die immer häufiger als Systemfestplatten eingesetzt werden, ist dies vom Grundsatz her schon irrelevant.
Als XP -und damit diese Empfehlung- neu war, gab es noch nicht die heutigen Zugriffszeiten für Festplatten. Nicht nur die Drehzahlen, auch die Art und Ansteuerungen der "Tonarme" wurde signifikant verbessert und schneller gemacht.
Und ganz abgesehen von der Methode der Auslagerungen (RAM/Pagefile) - auch die Programmierer haben aus der Vergrößerung (und Verbilligung) der RAMs ihren Nutzen gezogen und mit bevorzugter Ansprache des RAM ihre Programme schneller und flüssiger gemacht.
Zuletzt:
Einmal in Umlauf gebrachte Hinweise ("Tuning- Tipps") sind ganz, ganz schwer wieder zu eliminieren. Dazu ist die Wundergläubigkeit an "verborgene" oder "geheime" Einstellungen, von der Fachpresse genährt, viel zu groß.
Ich erinnere an den sagenhaften Tuning- Tipp, mit dem man bei Mehrkern- Prozessoren angeblich alle Kerne aktivieren könne...
Ein Pups (vulgär: Furtz) mit Ecken.
Aber der hält sich. Ein Zocker erklärte mir erst kürzlich mit leuchtenden Augen, das seine Spiele sehr viel besser liefen, als zuvor.
Meine Erklärung, das die Kerne default alle aktiviert seien und man diese dort nur einzeln abschalten könne, bezeichnete er als Bloedsinn und mich als Nichtswisser. (höflich umschrieben)

Jürgen

« Letzte Änderung: 10.06.13, 07:44:08 von jüki »

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Dazu mal noch eine lustig- bösartige Begebenheit:

Vor einigen Jahren -es war noch zur Zeit den Monokern- Prozessoren- habe ich bei einem (sehr guten)
Bekannten bei einem PC das Mainboard getauscht.
Der hatte einen Zweit- PC, damals schon 2GB RAM, den er zum Spielen nutzte.
Er erzählte mir, das sein Spiel erst richtig flüssig lief, nachdem er den Tipp mit der Auslagerung der Pagefile gelesen und angewendet hatte.
Er spielte (frag mich nicht, was - ich hab von Spielen Null Ahnung) während ich baute.
Dann mußte er mal für eine Stunde weg - ich nutzte die Gelegenheit für eine Boshaftigkeit.
Ich hab seine Pagefile gelöscht und nach C zurückverlegt.
Er kam wieder und während ich ihm seinen anderen PC mit dem neuen mainboard installierte, spielte er weiter.
Nach einer weiteren Stunde wollte ich mir erklären lassen, was da nun besser und flüssiger lief
- er zeigte mir da einiges mit irgendwelchen schießenden Robotern.
"Und das läuft erst so, nachdem Du die Pagefile ausgelagert hast?
"Ja!"
"Schau mal, wo die itze ist, ich hab die mal zurückverlegt!"
"Verdammich, Du bist ein Schweinehund!"
Womit er Recht hatte.
Er hat eingesehen, das es auch im PC- Bereich durchaus einen Plazebo- Effekt gibt.

Jürgen

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@jüki
danke dir vielmals für die ausführlichen Antworten, die werden auch bestimmt interessant sein für User, die dieses Thema angeklickt haben


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