Bootfehler: mount: mounting /dev on /root/dev failed

Hi,

ich habe mir versucht ein Dual Boot System mit W8.1 auf der einen Platte (1TB SSD Samsung Evo 840) und ein Kali Linux (das ist ein Debian Fork) auf meiner zweiten Platte (256GB Toshiba SSD, anstelle des ursprünglich eingebauten DVD Laufwerks) zu installieren. Dabei wollte ich keinen gemeinsammen Bootloader, sondern W8.1 als Standardboot bei der Samsung SSD und Kali als Standard bei der Toshiba SSD (mit GRUB im MBR der Toshiba SSD). Ich habe aufgrund meiner Arbeit verschiedene Phase wo ich mal sehr oft das eine und dann sehr oft das andere benötige, sodass ich über die Bootpriorität im BIOS den Standardboot ändern kann und mir die zusätzliche Bootzeit eines Bootloaders mit Auswahlmöglichkeit spare. Außerdem kann ich in den MBR von der Samsung SSD kein GRUB reinpacken, weil dass den TrueCrypt Bootloader überschreiben würde, wo auch der Header mit dem Schlüssel gespeichert ist -> Böse! Das Windows hat ein TrueCrypt 7.1a Bootloader im MBR (Platte ist verschlüsselt), das Linux ein GNU GRUB V. 2.02 beta2-36. Dies ist das Standard-GRUB welches bei dem neuesten Kali Iso dabei war. Leider bin ich zu blöd, dass so zum Laufen zu bekommen. Ich habe bereits folgendes Versucht: Einspielen eines Backups eines alten Kali über Acronis auf die Toshiba SSD, Neuinstallation des Kali während beide Platten im Laptop waren, Neuinstallation des Kali während nur die Toshiba im Laptop war. Nur letzeres lies sich booten und das auch nur solange, bis ich die andere Platte eingebaut habe. Ich bekomme folgenden Fehler:

http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=745053-1483879401.jpg

Ich vermute, es ändert sich die Festplattenbezeichnung durch das Einbauen einer weiteren Festplatte (von HD1 zu HD2 oder so) wodurch die Einträge von GRUB auf die falsche Platte verweisen. Wenn ich die Samsung SSD ausbaue, dann funktioniert das Booten nämlich wieder. Ich habe auch schon versucht mit Super GRUB2 auf nem USB Stick zu booten, jedoch bekomme ich komischerweise immer nur ein GRUB4DOS mit einer arg eingeschränkten Shell, mit der ich wenig anfangen kann.
Ich wäre für jede Hilfe Dankbar.

« Letzte Änderung: 08.01.17, 13:58:11 von Darki94 »

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Warum reiten hier bei CH soviele auf Kali Linux herum??  :o:o
Das ist eine Supersonder-Spezial-Distro für Sicherheitstests.

Nimm doch einfach ein normales Debian stable oder meinetwegen unstable wenn du neuere Software brauchst oder Ubuntu oder gar Arch Linux.

grub wird dann logischerweise von dir im Setup nicht auf die erste Platte sondern auf die zweite Platte installiert.

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Ich brauche Kali für die Arbeit und auch Privat, da ich Pentester bin.
Die Wahl der Distro sollte hier aber irrelevant sein, da da ich das Problem nicht beim OS, sondern eher beim Bootloader sehe. Er kommt nicht auf zwei Festplatten klar.
Wie man meinem ersten Beitrag entnehmen kann: TrueCrypt Bootloader auf der ersten Festplatte (Samsung SSD mit W8.1)
und GRUB auf der zweiten (Toshiba SSD mit Kali)
Also falls jemand eine Idee hat, ich wäre sehr dankbar.

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Okay, pentester. Viele reiten hier aber als allerblutigste Anfänger auf solchen Spezialdistros herum um möglichst cool und hipp zu sein  8)  ;D;D

Also 1x hatte ich so eine Konstellation beim Testen auch. Hatte damit aber keine Probleme.
Falsche Verweise sollten längst gelöst sein, da idR UUIDs der Dateisysteme verwendet werden (sowohl in GRUB als auch in /etc/fstab) . Also selbst wenn der Kernel beim nächsten mal sda und sdb vertauschen sollte, die UUIDs der ext4 Dateisysteme bleiben immer dieselben. Deswegen arbeitet man heutzutage besser mit UUIDs

/dev/sda = Samsung-SSD (nur für Windows)
/dev/sdb = Toshiba-SSD (nur für Linux)

Beim Linux-Setup installierst du also GRUB in /dev/sdb weil der ja nicht mit dem Bootloader auf /dev/sda kollidieren soll. Der soll so bleiben wie er ist wegen TrueCrypt.

GRUB findet trotzdem den Bootloader von Windows bzw TrueCrypt auf /dev/sda und bindet ihn dann im Bootmenü ein - das siehst du dann wenn du im BIOS sagst, er soll von der Toshiba-SSD booten.

Sowas wie Acronis brauchst du unter Linux eigentlich nicht, weil es alles mitbringt was Acronis auch kann. Vllt nur nicht so hübsch verpackt in Klickibuntu aber es geht alles.

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Ja genau so habe ich es ja gemacht und ich verstehe nicht, warum das nicht funktioniert. Ich habe auch schon so ziemlich alles ausprobiert, was ich bei google finden konnte. Darum ja der Post.

Wenn ich beide Platten drinne habe und GRUB2 auf der Toshiba=/dev/sdb installiere, bekomme ich nach der Installation beim Booten nur:

error file /boot/grub/i386-pc/normal.mod not found

Ich habe also mit Knoppix per Live USB Stick gebootet und versucht GRUB manuell neu zu installieren. Habe meine Kali Partition gemountet und grub-install ausgeführt.

vdr:~# mount /dev/sdb /mnt
vdr:~# grub-install --root-directory=/mnt /dev/sdb
The file /mnt/boot/grub/stage1 not read correctly
k, dachte ich, versuchen wir es mal mit chroot
sudo chroot /mnt
sudo grub-install /dev/sdb
Installing for i386-pc platform.
grub-install: error: cannot find a device for /boot/grub (ist /dev mounted?)

Das Internetz hat mir gesagt, dass es zu solchen Fehlern kommen kann, wenn die inode size >128 ist. Auslesen können soll man die Inode Size mit tune2fs -l /dev/sdb. Leider kommt bei mir nur:
tune2fs 1.43.3 (04-Sep-2016)
tune2fs: No such file or directory while trying tro open /dev/sdb
Couldn't find valid filesystem suberblock.
Das scheint mir nicht so gesund zu sein. Ich also so:
fsck -pv
fsck from util-linux 2.29
fsck.ext4: Unable to resolve 'UUID=5d51c0b4-04f3-4f64-95c5-9c40ef1f5785'
...
Weiß jemand wie man den Superblock auslesen kann? Vielleicht findet man da ja noch verwertbare Informationen drinne. Beim Installieren von Grub auf der /dev/sdb während der Kali Installation gab es übrigens keinerlei Fehlermeldung.

« Letzte Änderung: 09.01.17, 23:13:12 von Darki94 »

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Zitat
grub-install: error: cannot find a device for /boot/grub  (ist /dev mounted?)

Das ist doch schon der Hinweis.

Wenn du mittels chroot GRUB installieren willst willst, musst du auch die Pseudodateisysteme einbinden. Ich gehe mal davon aus, dass du das Zielsystem (auf Platte installiertes Kali) im Live-System nach /mnt mountest. Dann musst du auch das noch tun:

  mount -B /dev /mnt/dev
mount -B /proc /mnt/proc
mount -B /sys /mnt/sys

Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob auch noch /lib und /lib64 per mount-bind nach /mnt müssen, einfach mal ausprobieren. Jedenfalls kannst du erst dann mit chroot nach /mnt rein. Wenn du kein mount-bind (mount -B ....) machst, ist in der chroot-Umgebung kein /dev usw da!

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Ich habs hinbekommen!
Das war schonmal ein wichtiger Tipp, Danke! Der zweite Grund warum die (nachträglich) GRUB Installation fehlgeschlagen ist, lag daran, dass mein KNOPPIX live USB Stick 32bit, mein Kali aber 64 bit hatte. Das hat die Installation auf die Nase fallen lassen.
Ich habe einfach den Kali live mode von meinem Kali Installations-USB-Stick genommen. War mir bis dahin gar nicht aufgefallen, dass jeder Kali Stick automatisch einen Live Modus mitspendiert bekommt (und der der hat natürlich dann die gleiche Bit-Zahl wie die davon ausgegangene Installation). Voll Knorke. Jetzt läufts!

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Dieses Herumreiten auf Knoppix ist mir bei CH auch so ein Rätsel, ich kenn das von keinem anderen Forum.
Man ist immer am besten dran, wenn man die Möglichkeiten seiner eigenen Distro verwendet. Denn es muss ja nicht nur Architektur stimmen, manchmal auch die entsprechenden libs.


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