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Heimnetzwerk aus alter Zeit - Brauche Hilfe bei der Kabelkunde

Hallo erstmal, um mein Problem verständlich zu machen muss ich wohl weiter ausholen,
Als dieses Haus, also das wo ich gerade drin sitzte gebaut wurde, war ISDN gängiger Standard, damals hat mich das ganze Gedöns auch noch gar nicht interressiert. Zack, Leerrohre für ISDN-Kabel verlegt, hat auch alles ganz gut funktioniert. Zwei Monate im Haus, bums: DSL!
Hat mich auch nicht interressiert, E-Mail ging auch mit ISDN. Aber irgendwann packt einen das Internet Fieber, oder besser das Netzwerk Fieber, hatte nämlich bei Freunden die Fähigkeiten eines gut ausgebauten Heimnetzwerkes (NAS Speicher, Netzwerkfreigaben, Netzwerkdrucker) gesehen und wollte, ÜBERRASCHUNG, das selbe eigentlich auch ganz gerne. Überraschung Nr.2:  RJ-45 Stecker passen nicht durch meine Leerrohre. Fehler Nr.2: Auf DLan umgesattelt. Funktioniert auch.
Nur sind im Laufe der Zeit die Datenmengen immer größer geworden, meine D-Lan Verbindung immer langsamer (relativ betrachtet, aber tatsächlich laufen die Dinger mittlerweile schneller heiß als vorher). Nun die Frage wie viel schneller die Verbindung über ein Kabel wäre, (z.B. beim Zugriff auf eine Festplatte an der Fritzbox) und was ich für Kabel bräuchte und ob ihr mich evt. durch das Crimpen lotsen würdert? 



Antworten zu Heimnetzwerk aus alter Zeit - Brauche Hilfe bei der Kabelkunde:

Angebracht wäre mindestens Cat5, würde eher zu Cat6 greifen.
Diese Leitung durch die Lehrrohre geschoben und Datendosen installieren, dann braucht man nicht crimpen, allerdings wäre dann ein Anlegewerkzeug (manchmal auch Aufdruckzange genannt) nötig.
Dringend notwendig ist auch die Anleitung zum Anschließen der Datendose.
Der Drall sollte bis kurz vor dem Kontakt einbehalten werden und auf die Abschirmung achten.
Patchkabel an die Dose und am PC/Router und fertig.
Um wieviel schneller lässt sich nicht sagen, kommt immer auf die Umstände an, aber mit Kabel garantiert schneller.


 

Noch vergessen:
Die Leitung nie knicken.

Lesestoff zur Vervollkommnung der Kenntnisse:

Patchkabel:
. http://de.wikipedia.org/wiki/Patchkabel
Verlegekabel / Twisted-Pair-Kabel:
. http://de.wikipedia.org/wiki/Twisted-Pair-Kabel

Kabelbelegung (Patchkabel & Crossoverkabel):
. http://www.griebel-web.de/wiki/netzwerk/index.htm  ( http://www.griebel-web.de/ )

Netzwerkdosen (auf Putz / unter Putz) - hier ein Beispiel:
. http://www.elektroversand-schmidt.de/index.php?cPath=6_24_463

Über diese URL ist Wesentliches zum Thema auch zu sehen und zu lesen:
. http://www.netzmafia.de/skripten/netze/twisted.html

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Also ich hab mir die Links mal durchgelesen und hab versucht mich ein wenig einzuarbeiten.
Also klar ist mir das ich das Kabel auf dem Weg von Router zu PC praktisch einmal "Crossen" muss, ob vor oder nach der Netzwerkdose wird egal sein oder?
Davor ist natürlich praktischer.
Außerdem kannte ich den Unterschied zwischen Patch und Crossover noch gar nicht, hab eigentlich immer das selbe Kabel zum verbinden eines Laptops zum Router verwendet als auch zum gelegentlichen Zocken an meine Söhne weitergeben, die damit die PC's direkt verbanden. Hat beides gut funktioniert, mich wundert also die Notwendigkeit.
Aber egal: Wenn ich also diese Dose (http://www.elektroversand-schmidt.de/product_info.php?cPath=6_24_463&products_id=11616),
solch ein Kabel (http://de.wikipedia.org/wiki/Twisted-Pair-Kabel#Kategorie_6.2F6a.2F6e) kaufe, komm ich damit hin und was brauch ich noch?
Edits: Ich hab doch fast vergessen mich zu bedanken, also danke an alle die bis jetzt geantwortet haben.
Und dann ist mir noch was zu Abschirmung eingefallen;
Ist es problematisch dass das CAT-6 Kabel praktisch direkt am Stromkabel vorbei führen würde?
Edit 2: Man bin ich vergesslich.
Noch ne Frage: Kann man auch löten, dann brauch ich keine Zange kaufen!?!

« Letzte Änderung: 19.04.11, 01:11:04 von Eifeler »

 

Zitat
Also klar ist mir das ich das Kabel auf dem Weg von Router zu PC praktisch einmal "Crossen" muss,
Nein, weshalb solltest Du das müssen?
Ein Crossoverkabel wird höchstens bei einer PC-Direktverbindung benötigt, also ohne Switch/Hub/Router.
Und meistens auch da nicht mehr, da viele Netzwerkkarten das automatisch regeln können.

Eigentlich war es doch gar nicht so viel zu lesen und bei http://www.netzmafia.de/skripten/netze/twisted.html ist in einem Abschnitt zu lesen:

Zitat
Auflegen der Kabel am Patchfeld / an der Dose
In der Regel werden bei den Dosen zwei Varianten verwendet, entweder mit herkömmlichen Schraubklemmen oder mit LSA-Klemmen. Zur Schraubklemmen-Variante ist nicht viel zu sagen. Die Kabel werden abisoliert und die Abschirmung zurückgeschlagen. Anschließend wird auch die Isolierung der einzelnen Adern auf ca. 5 mm Länge entfernt und jede Ader einzeln in die Klemme eingeführt und verschraubt.
"LSA" steht für "löt-, schraub- und abisolierfrei". Bei diesem Verbindungsverfahren wird zum Auflegen ein spezielles Werkzeug verwendet.

Mit dem LSA-Auflegewerkzeug werden die einzelnen Adern an der Dose oder am Patchpanel aufgelegt. Damit wird jede Ader in einen Schlitz gequetscht und das überstehende Ende abgeschnitten. So kann eine Dose zuverlässig in wenigen Minuten angeschlossen werden. 
d.h.: wenn die Dosen mit entsprechenden "LSA"-Schlitzen versehen sind, werden die einzelnen Adern nur da "hineingequetscht", die Adernisolierung wird dabei innerhalb der Schlitze automatisch eingeschnitten und der Kontakt ist schon hergestellt. = weder schrauben / noch löten
(Selbst in der allgemeinen Elektrotechnik werden mittlerweile vorrangig Klemmverbinder verwendet - auch kein Schrauben oder Löten... Kabelende fest eingedrückt = fertig)

Ergänzung: Ein "talentierter Bastler" kann sich ein "spezielles Auflegewerkzeug" sparen, wenn er einen kleinen Schlitz-Schraubenzieher benutzt, dem "die scharfe Kante" abgeschliffen wurde. (oder er benutzt die Hinterkante einer Messerklinge - die sind auch nicht scharf und schneiden die Isolierung nicht an Stellen ein wo sie unbeschädigt bleinem soll - !Vorsicht mit einklappbaren Messerklingen!).
Diese Beispiele (Notbehelfe) nannte ich - weil in einem "relativ kleinen Heimnetz" keine Tausende an Adern aufzulegen sind.

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Hallo again, und ich möchte mich entschuldigen dass ich mich so lange nicht meldete, wir hatten am Morgen nach meinem letzten Post ein Todesfall in näherer Verwandschaft, hatte also respektive andere sachen im kopf.
Back to Topic: Ich muss also nicht crossen--> GUT!
Dann hab ich noch ne Frage und möchte zwei unbeantwortete nochmal in Erinnerung rufen:

Zitat von mir:
Außerdem kannte ich den Unterschied zwischen Patch und Crossover noch gar nicht, hab eigentlich immer das selbe Kabel zum verbinden eines Laptops zum Router verwendet als auch zum gelegentlichen Zocken an meine Söhne weitergeben, die damit die PC's direkt verbanden. Hat beides gut funktioniert, mich wundert also die Notwendigkeit.

Kann das sein?

Die eine Frage noch:
Ist es problematisch dass das CAT-6 Kabel praktisch direkt am Stromkabel vorbei führen würde?

Dann habe ich noch eine Bitte:
Ich bin zwar jetzt ein wenig vertraut mit der Materie, aber immer noch ziemlich unsicher, insbesondere im Bezug auf Fehlinvestitionen. Hier mein aktueller Masterplan:
-Cat 6 Kabel in ausreichender Länge kaufen (Patch Kabel) mit RJ-45 Steckern an beiden Seiten
-ein Stecker abknipsen
-der verbliebenen in die Fritzbox 7320 stecken
-den "Stummel" durch das Leerrohr schieben
-eine Netzwerkdose mit der Möglichkeit der Schraubklemmen kaufen --> Cripmzange gespart, LSA-Werkzeug gespart, Taschenmesser ganz geblieben, Abisolierzange hab ich schon
-Dose verkabeln (hierbei die Drähte so festklemmen wie sie aus dem Cat6 kommen, brauch ja nicht "gecrosst" werden) und einsetzen
-kurzes Patchkabel kaufen, diesmal ganzlassen, an PC und Dose einstöpseln
-PAUSE

Kann das klappen? Bitte weißt mich auf Fehler im Plan hin! Auch bezüglich des Stromkabels!

Danke.

P.S.: Ich habe traurig bemerkt das ihr alle keine Rechtschreibfehler macht, ich schon. Will mich mal entschuldigen, aber anmerken dass ich im Moment kaum Zeit habe, und das einfach ne Scheißzeit ist um mit einer kümmerlichen Zwei-Finger-Suchmethode einen "wissenschaftlichen" Text zu schreiben.



 

Für "delays" wegen familiärer Umstände brauchst Du Dich nicht entschuldigen! Außerdem ist in Deinem Falle eher angebracht, Dir Mitgefühl auszusprechen.

Lösen willst Du die technischen Probleme und so lange Du noch Unklarheiten hast - formuliere diese hier in der Hoffnung auf verständliche Beantwortung (nur: "wissenschaftliche Texte" verfassen hier sicher alle Ratgeber nicht - verlinken höchstens zu solchen).

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Siehe Antwort #6 (ned_devine)
Zitat
Und meistens auch da nicht mehr, da viele Netzwerkkarten das automatisch regeln können.
Wenn die PC bzw. NB Deiner Söhne bereits mit solchen "intelligenten Netzwerkkarten" ausgerüstet sind - ist damit erklärt weshalb die Direktverbindung ohne Crossoverkabel möglich ist.
(Internes "Umschalten" zwischen Sende- und Empfangsrichtung)

Wenn die Leiter des Stromkabels und des Netzwerkkabels ihre isolierende Schutzhülle behalten, sollte das "Verlegen direkt am Stromkabel vorbei" keine direkte Beeinflussung des Netzwerkverkehrs haben - es wird sicher keine meterlange Parallelverlegung?
(Außerdem ist die Isolierung und Schirmung beim Cat-6 Kabel so ausgelegt, daß Störfelder schon "extrem" sein müssen, damit das Kabel wie eine Antenne wirkt.)

Wenn Du eine gute (geschirmte) Netzwerkdose einsetzt, dürfte diese eine "Bruchstelle" kein zu größer Störfaktor sein. - Ob Kabel-Kupplung + Stecker oder Dose + Stecker spielt keine Rolle. Das Wichtige ist immer die Abschirmung damit keine Störfelder Signale in das Kabel induzieren.

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