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14.04 Desktop LTS vs. 15.10 Desktop

Hi,
ich habe einen alten Mini-PC von 2010 mit einem Atom D510. Darauf hatte ich 3 Jahre Windows XP x64 installiert, es ist aber nicht für meine SSD optimiert. Windows 7 läuft nur noch sehr träge, 8 und 10 werde ich garantiert wg. dem Datenklau niemals installieren. Darum möchte ich jetzt Ubuntu installieren, habe bisher aber noch nie damit zu tun gehabt.
Grundsätzliches wie Gimp, LibreOffice (in dem ich seit Jahren alle wichtigen Dokumente und Präsentationen erstelle), FF, Thunderbird und einige Media Player gibt es ja dafür.
Worin liegt der größte Unterschied in den 2 Versionen? Die eine wird länger mit Sicherheitsupdates unterstützt, wie ich herauslas. Heißt das, dass die 15.10 dann nach 9 Monaten immer komplett neu aufgesetzt werden muss, sprich alle Daten formatiert werden?

Laufen in Ubuntu auch problemlos 1080p-Filme (für Heimkino)?
In Windows 7 hatte ich elend den MPC-HC zu optimieren, dass er mir die Videos, gerade meine 60p Actioncam-Filme, flüssig wiedergab. Beim VLC keine Chance. Mit Kodi habe ich auf Android sehr gute Erfahrungen gemacht.

MfG Krambambuli


Antworten zu 14.04 Desktop LTS vs. 15.10 Desktop:

Hallo!

Ganz so einfach ist es nicht. Dass die (alten) Atom-Prozessoren kein Wunder an Leistungsfähigkeit sind, sollte klar sein. Hier immerhin ein 2-Kerner.
Trotzdem solltest du von vorne herein nicht das Standard-Ubuntu nehmen, dass in seinem Leistungshunger einem Windows 8 oder 10 nicht nach steht, sondern eine der Varianten die auch für leistungsschwächere Rechner gut geeignet sind.
Link Ubuntu und Derivate
Empfehhlen würde ich Ubuntu-Mate, Xubuntu oder Lubuntu (sehr leichtgewichtig und flott aber auch sehr spartanisch).

 

Zitat
Grundsätzliches wie Gimp, LibreOffice (in dem ich seit Jahren alle wichtigen Dokumente und Präsentationen erstelle), FF, Thunderbird und einige Media Player gibt es ja dafür.
Richtig! Link Multimedia!

 
Zitat
Worin liegt der größte Unterschied in den 2 Versionen? Die eine wird länger mit Sicherheitsupdates unterstützt, wie ich herauslas. Heißt das, dass die 15.10 dann nach 9 Monaten immer komplett neu aufgesetzt werden muss, sprich alle Daten formatiert werden?
Nun, zunächst mal, tatsächlich in der Supportlänge. LTS heisst "Long Term Support" und wird 5 Jahre lang unterstützt. LTS-Versionen gibt es alle 2 Jahre neu. Die Versionen dazwischen, so auch 15.10 werden nur 9 Monate lang unterstützt. Sie haben z.T, auch noch etwas experimentellen Charakter, von daher, insbesondere für einen Einsteiger, nur bedingt empfehlenswert, es sei denn, man muss wegen der Hardware eine Version mit dem neusten Systemkernel benutzen.
Alle Versionen können aber auf die nachfolgende Version, per Upgrade aktualisiert werden. Die LTS_Version auch direkt auf die nächste LTS-Version. Und hierbei sollten auch keine Daten verloren gehen. Schief gehen kann aber immer was, daher ist Datensicherung unbedingte Pflicht.

Alle Versionen kannst du per sogenannter Live-CD (darauf basieren z.B. auch sämtliche sogenannten Rettungs-CDs für Windows) probieren, ohne gleich installieren zu müssen. Beim Start des Installations-Mediums den Punkt "Ausprobieren" wählen. Dann wird das ganze Betriebssystem temporär in den Arbeitsspeicher geladen. Die Performance ist hier aber schwächer als bei einer richtigen Installation, was zu berücksichtigen ist.

Hier vielleicht noch ein paar nützliche Links:
Unterschiede zu Windows
Installation

L.G.
« Letzte Änderung: 09.11.15, 11:53:16 von Klaus P »

Hi,
danke, dann probier ich erst mal ein Live-USB Image mit x64.

Ich habe es geschafft Cubiuntu 2.0 auf einem ARM A20 Cortex Dual Core zu installieren und bin schon etwas fasziniert, dass es da läuft und man sogar LibeOffice und solche Scherze installieren kann. Aber leider nur stockend. Mit Windows allerdings unmöglich.
Die Leistung von ARM- und Intel-CPUs kann man nun nicht direkt vergleichen, weil Intel viel komplexer und schneller rechnen kann, aber auch viel mehr Energie benötigt. Allerdings spricht es für sich, dass dieses Ubuntu-Derivat auf so einem Mini-Prozessor läuft. Daher bin ich recht zuversichtlich, was Ubuntu 15 und den Atom angeht. Mal abwarten...

MfG Krambambuli

Hi!

Bzgl. ARM, bei Interesse, mal in diesen Thread  mit weiterführenden Links rein schauen.

Gruß

Alle Unterschiede LTS vs. STS kann man auch hier nachlesen => https://wiki.ubuntuusers.de/Unterschiede_LTS_und_normale_Version

Ich fahre mittlerweile auf meinen Rechnern auch die non-LTS Versionen (also STS) weil ich experimentierfreudig bin und jetzt auch schon länger keine Probleme mehr beim dist-upgrade hatte. Proprietäre Treiber lass ich weg. Auf meinem Notebook und Desktop-PC daheim sowie auf dem Büro-PC läuft Ubuntu-MATE 15.10 (wily) völlig ohne Probleme.

« Letzte Änderung: 09.11.15, 15:24:32 von cosinus »

Ups, doppeltes Posting von mir  :o

Hi,
nachdem ich die Installation dummerweise kurz vor Ende mit einem Hard Reset abbrach, musste ich jetzt erst mit GParted alles wieder plattmachen. Sonst hing sich Ubuntu irgendwann auf.
Nachdem ich alles mit exfat 4 formatiert hatte, ging die Installation völlig reibungslos.
Scheußlich finde ich die Oberfläche. Ich weiß nicht, inwiefern Unity Ressourcen wegleiert. Aber ich probiere jetzt mal Gnome, weil ich das noch von Kali kenne und es, effektmäßig etwas zurückgefahren, super auf meinem Rechner lief. Wenn das zu träge läuft, probiere ich trotzdem mal Mate aus. Jedoch läuft selbst Unity bei Weitem flüssiger als Windows 7, was schon mal super ist.

Müsste ich bei Mate oder Xubuntu dann irgend welche Abstriche machen und wenn ja, inwiefern? Ich bin sowieso eher der Konservative und brauche keine Effekthascherei, solange Office, FF, Gimp und meine Actioncam-Videos laufen.

MfG Krambambulin

Hallo!

 

Zitat
Ich weiß nicht, inwiefern Unity Ressourcen wegleiert
Tut es!

 
Zitat
Aber ich probiere jetzt mal Gnome,
Ist auch nicht "besser"! Unity ist ja auch Gnome3 basiert.

 
Zitat
Müsste ich bei Mate oder Xubuntu dann irgend welche Abstriche machen und wenn ja, inwiefern?
Was verstehst du denn unter "Abstrichen" genau?. Es (Mate) ist voll ausgestattet! Da noch Gnome2 basiert bzw. darauf aufbauende Neuentwicklung , deutlich leichtgewichtiger. Ansonsten kannst du an dem Erscheinungsbild, linuxtypisch, so lange rum fummeln, bis es dir gefällt (Ausnahme Unity). Die Supportzeiträume entsprechen dem der anderen Versionen, wobei die 14.04er Version noch über Fremdquellen versorgt wird.

Xubuntu ist recht ähnlich in jeder Hinsicht und sehr ausgereift!

Gruß
« Letzte Änderung: 10.11.15, 18:58:17 von Klaus P »

Hi und danke für den guten Tipp. Mate läuft tatsächlich sehr flüssig und auch der FF ist kein Vergleich mehr zum Vorgänger auf Windows 7. Dort war alles nur noch eine Diashow.
Mal sehen, wie es sich weiter anlässt.


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