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kompletter Hardwarewechsel ohne Software-Aufwand

Hallo,

ich möchte gerne die Hardware meines Rechners mit Windows 7 32-Bit austauschen, dabei aber möglichst wenig Aufwand für Neuinstallationen haben.

getauscht wird von:
Core 2 Duo E8400
Asus P5Q
6GB GEIL DDR2 800MHz RAM 5-5-5-15

auf:
Core i7 2600k
Asus P8P67 (B3)
8GB Mushkin DDR3 RAM 1333MHz

Meine Frage ist: Wie gehe ich am Besten vor?

Methode 1:
- Windows-SSD einfach drinlassen und damit auf Teufel komm raus booten. - Dann Treiber im Gerätemanager aktualisieren?
(Hat bei mir mal unter WinXP auf diese Weise geklappt von P4 auf C2D.)

Methode 2:
- Benutzerdaten+Programmdaten vorher mit Windows-Tool sichern, dann Win7 neu installieren und Daten wieder einlesen? Aber ist dann auch die Registry komplett identisch?

Ich habe viele kleine Anpassungen für meine SSD vorgenommen, die ich nicht nochmal machen möchte. Auch das Neuinstallieren aller Programme möchte ich mir ersparen!

Im Grunde möchte ich nach dem Hardwarewechsel einfach meinen Rechner mit allen installierten Programmen und Einstellungen so vorfinden, wie es vorher der Fall war. (Wunschdenken ahoi!)  :D
Bitte gebt mir Tipps, wenn ihr das schonmal gemacht habt und lasst mich alternative Methoden mit Backup-Programmen wissen.  ;)

Schonmal Danke für eure Mühen.



Antworten zu kompletter Hardwarewechsel ohne Software-Aufwand:

Hallo,

die Treiber und das Ansprechen der Hardware (Controller etc) erweist sich mit neuen Komponenten nur im günstigsten Fall ohne Neuinstallation.

Eine Neuinstallation ist bei einem Mainboardwechsel, Ram und Prozessor immer anzuraten - zumal Windows 7 ja in der Regel schnell wieder installiert ist. Du hast doch eine Original Win CD/DVD ?

Die wichtigen Daten würde ich vorher sichern. Dann die ganze Platte formatieren, in 2 oder 3 Partitionen einteilen:

C= Betriebsprogramm
D= Programme
E= Spiele, Filme und  Backup

Backup z.B. mit Acronis True Image Home erstellen:

Gruss A K
 

Ja, ich habe eine original Win7 Home Premium DVD.

Ich denke, ich werde die 1. Methode mal testweise mit einer gespiegelten Win7-Installation ausprobieren auf einer gesonderten Festplatte.

Was würdest du denn von dem Programm Windows-Easy-Transfer, zu finden unter Start->Zubehör/Systemprogramme halten?

na, dann probiere es halt aus,
poste das Ergebnis dann mal.

Zu Windows Easy Transfer....das habe ich noch nicht ausprobiert....

Erklärungen hier:

http://windows.microsoft.com/de-DE/windows7/products/features/windows-easy-transfer

viel Erfolg dafür....

Hm... jetzt mault mich Windows Easy-Transfer an, es sei zu wenig Platz auf der externen Backup-Festplatte.
25,5Gb ist die Sicherung groß. 494Gb sind frei. >_<

Der überprüft doch bestimmt wieder sinnlos auch alle anderen Festplatten, ob genug Platz ist...
Typisch Windows-Tool!

 

Zitat
Übertragen von Dateien und Einstellungen von einem anderen Computer

Windows-EasyTransfer führt Sie Schritt für Schritt durch die Übertragung von Dateien und Einstellungen von einem Computer unter Windows auf einen anderen. Das Programm hilft Ihnen, die zu übertragenden Elemente auszuwählen, z. B. Benutzerkonten, Internetfavoriten und E-Mail. 
Also ich habe verschieden Berichte und Anleitungen von Easy Transfer gelesen, aber ausser dem im Zitat von MS angegeben Text, keinen Hinweis gefunden, welcher auch die Übertragung von Anwendungen und System beschreibt, da es vermutlich auch nicht möglich ist.
Hier ein Bericht zu EasyTranfer eines anderen Blog
http://windowsblog.freenet.de/2007/02/12/datenumzug-von-windows-2000-oder-xp-nach-vista-dank-easy-transfer-ein-kinderspiel/

 

Ich hab jetzt ein Backup mit Acronis True Image erstellt.
Wie kann ich denn sichergehen, dass dort auch die Registry mitkopiert wird?

Acronis True Image Home erstellt ein Backup der gesamten Platte oder einer Partition ( Betriebspartition )also auch von der gesamten Registry.  ;)

Benutzt du ein "Acronis-True-Image" Version mit dem "Plus-Pack" - das bewirbt Acronis so, daß ein erzeugtes Image auch auf anderer Hardware zurückgeschrieben werden kann.
(Besitze es zwar - aber noch nicht ausgeführt...  ::) ... )
Acronis: http://www.acronis.de/homecomputing/products/trueimage/#benefits

Zitat
Erweiterte Möglichkeiten

Das spezielle Zusatzmodul Plus Pack umfasst erweiterte Funktionen, wie beispielsweise Unterstützung für dynamische Festplatten sowie die Funktion Universal Restore, welche eine Wiederherstellung Ihres gesamten Systems auf abweichende oder geänderte Hardware bzw. auf einen neuen Computer ermöglicht.
Zu anderer Image-Software ist mir das nicht bekannt.

Ich benutze die Testversion.
Vom Plus-Pack ist dort leider nicht zu sehen.

Windows-Easy-Transfer überträgt Benutzerdaten(können per Hand ausgewählt werden) und Benutzeranwendungseinstellungen

Zum sichern und wiederherstellen würde ich bei einen derartigen Hardwarewechsel sicher nicht Acronis nehmen sondern mit Windows eigenen arbeiten wie zB das hier

http://www.windowspro.de/wolfgang-sommergut/map-act-waik-mdt-windows-7-im-netz-verteilen-mit-microsoft-tools

Vorteil dieser Methode ist, diese ist Dateibasiert und und dadurch Hardware unabhängig!

Acronis ist Sektor-basiert und damit Hardwareabhängig.

Außerdem wirst du damit rechnen können das du Windows neu aktivieren musst

Motherboard-Wechsel ohne Neuinstallation mit Vista oder Windows-7 © by Nostradamus
Umzug auf neue Hardware mit der alten Festplatte und allen Programmen, Dateien + Einstellungen.

Grundsätzlich: Ein Back-up auf ext. Platte sollte trotzdem vorher gemacht werden!
[/U]
Vorbereitung:

Alle "Third-Party"-Treiber entfernen / deinstallieren im Gerätemanager. Hierzu gehören:

Drucker, gesteckte Soundkarte, Webcam, Grafikkarte etc. (evtl. auch Firewall-Treiber von Internet-Security-Suiten), kurz gesagt:
ALLE Hardware bzw. deren Treiber, die es auf dem neuen Rechner beim ersten Start nicht mehr gibt!

Diese können / müssen auf dem neuen System später wieder installiert werden.

 
Der wichtigste Treiber jedoch, der deinstalliert werden MUSS, ist aber der spezifische AHCI-Treiber vom Hersteller des alten Boards (Intel oder AMD), also der SATA-Treiber (SATA-RAID-Treiber)

Gerätemanager öffnen-> das Menü "IDE ATA/ATAPI-Controller" erweitern->
 
"Intel(R)<Chipsatzbezeichnung>SATA AHCI (RAID) Controller"
 
entsprechend

"AMD SATA (RAID) Controller" mit Rechtsklick-> "Deinstallieren".

Es verbleiben somit nur der Standard-Zweikanal-PCI-IDE-Controller sowie evtl. weitere Einträge wie "ATA Channel 0" oder "ATA Channel 1", je nach System auch andere.
 


Daher zur Kontrolle:
Alle Einträge im Menü "IDE ATA/ATAPI-Controller"
mit Rechtsklick-> Eigenschaften-> Reiter "Treiber" und überprüfen, es darf überall nur noch stehen "Treiberanbieter: Microsoft"!!

Eine weitere Falle ist der "Windows-Mediaplayer-Netzwerkdienst":
Der Dienst muss in Systemsteuerung-> Verwaltung-> Dienste: Deaktiviert und beendet werden!!
Mit Rechtsklick auf den Dienst-> Eigenschaften-> Starttyp "Deaktiviert" und den Dienst beenden.



Nun geht’s richtig los:

Die "Eingabeaufforderung mit erhöhten Rechten" öffnen;
Start-> in das "Suchen-Feld" eingeben: >   cmd   <  auf die "cmd.exe" Rechtsklick "Als Administrator ausführen.



Nun Eingabe:
 
%windir%\System32\Sysprep\Sysprep.exe danach [Enter-Taste] drücken.

(- Anmerkung: Sysprep.exe lässt sich natürlich auch direkt aus dem Ordner "Windows\System32\" mit Rechtsklick als Administrator ausführen, ganz klar... ;)  ;) )



Out-of-Box-Experience (OOBE) für System aktivieren + "Verallgemeinern" anhaken.
Optionen für Herunterfahren: "Herunterfahren". Nun OK bestätigen.




Es sollte selbstverständlich sein, dass nun keine anderen Programme mehr laufen, also vorher alles Beenden / geöffnete Fenster schließen!



Nun wird der Rechner heruntergefahren und man kann die Festplatte ausbauen (Netzschalter natürlich zuvor auf Position "0") und in das neue System einsetzen. Keine weiteren Geräte anschließen, nur Tastatur und Maus

ACHTUNG, hier lauert evtl. eine weitere Falle, und zwar im BIOS des neuen Systems!
Wenn im alten Rechner das System im "IDE-Modus" installiert wurde, so muss nun im neuen System (neues Mainboard) dieser Modus auch wieder voreingestellt sein!

Dazu ruft man das BIOS des neuen Mainboard VOR dem ersten Start auf (das kann auch ohne die angeschlossene Festplatte passieren ;) ) und schaut nach, welche Einstellung vorgegeben ist und ändert den Modus entsprechend -> Handbuch des Herstellers dazu beachten!
Tipp: Der IDE-Modus funktioniert immer.
Ist aber in 99% aller Fälle bereits so & damit richtig voreingestellt.  ;)

Nun wird ganz normal von der Festplatte gebootet:



Zwischendurch wird ein paar Mal neu gestartet -> nichts machen, läuft automatisch.

Am Ende sieht es aus wie bei einer normalen Neuinstallation: Region, Sprache, Tastaturlayout wählen und "Weiter". Die Aktivierung muss dennoch erneut vorgenommen werden!
Den passenden Key also bereithalten! Bei OEM-Versionen kann eine telefonische Aktivierung erforderlich sein!


 http://windows.microsoft.com/de-DE/windows7/activate-windows-7-on-this-computer



ABER:

Da dein altes Profil nun bereits existiert (übertragen wurde), meckert Windows, wenn du deinen alten Benutzernamen eingibst-> "Dieser Benutzername wird bereits verwendet"!

Daher muss man nun einen neuen, temporären Benutzer anlegen, hier als Beispiel "NEU".
Dieser wird später wieder gelöscht.
Auf dem nun erscheinenden Anmeldebildschirm wählst du aber deinen alten Benutzernamen aus:



Und weil Windows nun nur mit seinen Standard-Treibern läuft, musst du alle zum neuen Board / zur neuen Hardware passenden Treiber installieren. Das muss sein.
Wenn du damit fertig bist, gehst du in die Benutzerkontensteuerung und löschst den temporären Benutzer "NEU".

Mögliche Fehlermeldung und Lösung:

"Windows konnte die Konfiguration des Systems nicht beenden. Um zu versuchen, die Konfiguration fortzusetzen, starten Sie den Computer neu". Versuche es dann nochmals.

Falls das wieder nicht geht -> "Endlosschleife"-> Dann starte eben neu und drücke jetzt die Taste [F8] während des Bootens.

Wähle nun den "Abgesicherten Modus mit Eingabeaufforderung":



Wenn alles durchgelaufen ist, gibst du >   regedit.exe   < ein:



Navigiere zu -> HKEY_LOCAL_MACHINE \ SYSTEM \ Setup.
Kontrolliere diese Einträge, bei Bedarf markiere sie -> Rechtsklick-> "Ändern":

CmdLine -> bleibt Leer (kein Eintrag)
OOBEInProgress -> 0 (falls 1)
RestartSetup -> 0 (falls 1)
SetupPhase -> 0 (falls 4)
SetupShutdownRequired -> 0 (falls 1)
SetupType -> 0 (falls 1 oder 2)
SystemSetupInProgress -> 0 (falls 1)



REGEDIT verlassen und Neustart.

Alernative: Mit Windows-Easy-Transfer-> Alle Programme müssen NEU INSTALLIERT WERDEN!!
Ich finde, dann braucht man Easy-Transfer aber auch nicht wirklich. ;)

Und noch etwas für alle Besserwisser:  ;D

Der Versuch, ein normales Back-up (mit welchem Programm auch immer erstellt) auf eine neue Hardware (in erster Linie auf ein neues Mainboard) aufzuspielen, endet unweigerlich mit einem wunderschönen Bluescreen.-> 
STOP: 0x0000007B INACCESSIBLE_BOOT_DEVICE

Viel Glück  ;)
« Letzte Änderung: 06.04.12, 22:33:14 von Nostradamus »

Ist gut durchdacht und schön beschrieben, aber eine Sisipus arbeit.
Ich habe es damit gemacht ist einfacher gewesen.
hat mir um die 45 Euro bei Ebay nicht leid getan
http://www.acronis.de/pr/2010/11/22-15-34.html
 

@Habakuk
Was unterscheidet "Windows-7-Umzugskit von Acronis und Parallels"
von der Lösung wie in Antwort-8 - "Acronis-True-Image" (Version 2011 oder Version 2012) mit dem passenden "Plus-Pack"?

Sind mit dem "Umzugskit" die geschilderten Nachteile nicht wirksam wie von Der wahre_Knut aus Berlin hervorgehoben?

@Nostradamus
Wenn du mit sysprep arbeitest müssen die Treiber nicht deinstalliert werden


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