Alte Windows-PCs weiter nutzen: Risiken und Gefahren

Wenn der PC die neueste Windows Version nicht mehr unterstützt (aktuell: Windows 11), lässt er sich oft noch sinnvoll weiter nutzen. Aber Achtung: Er erhält keine Updates mehr von Microsoft: In dem Betriebssystem entdeckte Sicherheitslücken werden in der Regel nicht behoben. Wird der PC daher mit einer älteren Windows-Version betrieben, entstehen verschiedene Risiken: Diese können bis zum Verlust aller Daten führen.
Obwohl der PC Windows 11 nicht unterstützt, kann er noch weiter genutzt werden. Er sollte aber nicht mehr mit dem Internet verbunden werden: Malware kann zum Beispiel durch schädliche Email-Anhänge verbreitet werden, oder über Webseiten, die Sicherheitslücken im Browser ausnutzen. Wer den PC weiter nutzen möchte, sollte entsprechende Vorsichtsmaßnahmen befolgen.
Keine Sicherheitsupdates mehr
Microsoft, aber auch Apple, stellen für ältere Betriebssysteme nach einer bestimmten Zeit keine Updates mehr bereit: So fehlen auch die wichtigen Sicherheitsupdates zu gefundenen Fehlern in der Software.
Bekannte Beispiele sind unter anderem:
- Windows 7 (Support beendet)
- Windows 8.1 (Support beendet)
- Windows 10 (Support-Ende absehbar)
Ohne Updates bleiben neu entdeckte Sicherheitslücken dauerhaft offen: Angreifer können diese dann gezielt ausnutzen.
Erhöhte Gefahr durch Schadsoftware
Ein veraltetes System ist anfälliger für Viren, Trojaner und Ransomware: Schon der Besuch einer manipulierten Webseite kann ausreichen, um Malware einzuschleusen. Eine weitere Gefahr stellen Emails mit Datei-Anhängen dar: Diese tarnen sich zum Beispiel als Rechnung und laden enthalten gefährlichen Code oder laden diesen nach, um von Viren-Programmen nicht erkannt zu werden.
Mit der Zeit verlieren auch viele installierte Programme die Unterstützung der Hersteller: Browser werden nicht mehr aktualisiert, Sicherheitszertifikate laufen ab und moderne Verschlüsselungen werden nicht mehr unterstützt. Das kann dazu führen, dass auch ungefährliche Webseiten Probleme bereiten: Sie werden zum Beispiel nicht mehr korrekt geladen werden oder nur noch über unsichere Verbindungen bereitgestellt.
Probleme mit aktueller Software
Viele Programme setzen die neuesten Versionen des Betriebssystems voraus: Das ist nicht bei Windows so, sonder auch auf iPad und iPhone. Ist das Gerät zu alt für ein bestimmtes Betriebssystem, funktionieren neue Programm- und App-Versionen oft nicht mehr. Laufen die Programme komplett auf dem Gerät und benötigen keine externen Daten (also anders als Mediatheken, Netflix, YouTube…), lassen sie sich dafür aber oft problemlos weiternutzen: Sogar dann, wenn sie im App Store gar nicht mehr verfügbar sind.
Das betrifft unter anderem:
- Office-Programme
- Spiele oder Mediatheken
- Sicherheitssoftware
- Browser und Plugins
Die größten Risiken mit nicht mehr unterstützer Hardware
Ein erhöhtes Risiko besteht bei einem PC mit einer nicht mehr unterstützten Version des Betriebssystems vor allem in diesen Fällen:
- Er wird weiter zum Surfen im Internet genutzt
- Er ruft E-Mails lokal ab (nicht per Webmail)
- Es werden häufig unbekannte Dateien geöffnet
- Es gibt keine zusätzlichen Schutzmaßnahmen (Virenschutz, Firewall, Whitelists)
Bleibt der Computer mit dem Internet verbunden, kann er mit nicht mehr behobenen Sicherheitslücken durch manipulierte Webseiten und schädliche Emails angegriffen werden. Er wird dann aber auch im eigenen Netzwerk zur Gefahr: Zahlreiche Viren haben sich intern im Netzwerk weiter verbreitet und so großen Schaden in privaten Umgebungen und Firmennetzwerken angerichtet.
Trotzdem lassen sich alte Windows-Systeme weiterhin gut nutzen, bringen jedoch ihre Sicherheitsrisiken mit sich, denn ohne die wichtigen Updates steigt die Anfälligkeit für Angriffe stark an. Ein bewusster Umgang mit dem PC ist daher entscheidend: Am besten offline und getrennt vom öffentlichen Internet. So kann der PC immer noch als Mediaplayer oder Media-Server genutzt werden, für Dienste im Heimnetz oder als reiner Office-PC.
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