Festplatte formatieren: Alle Daten löschen auf HDD / SSD

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Beim Festplatte formatieren werden alle Daten auf der ausgewählten Festplatte (HDD* oder SSD*), einer Speicherkarte (SD Karte, CompactFlash oder MMC Karte) oder dem USB-Stick unwiderruflich gelöscht: Das Festplatte formatieren wird daher auch als Festplatte löschen bezeichnet. Anders als bei dem einfachen Daten löschen über den Windows Papierkorb kann man das Formatieren danach auch nicht mehr ganz so einfach und ohne Spezialprogramme rückgängig machen, und auch mit solchen Tools werden in der Regeln nicht mehr alle gelöschten Daten von vor der Formatierung komplett wiederhergestellt.

* HDD: Hard Disk Drive, die ursprünglichen Festplatten mit Magnetscheiben
* SSD: Solid State Disk: Schnelle Flash-Speicher, ähnlich wie ein großer USB-Stick
* SD: Secure Digital, Speicherkarte für Handys und Kameras

 

Windows Festplatte formatieren: So geht’s!

  1. Soll eine externe Festplatte / USB-Stick formatiert werden? Bitte Hier klicken!
  2. Soll eine zweite Festplatte oder Partition formatiert werden? Bitte Hier klicken!
  3. Soll die Windows Start-Festplatte formatiert werden? Bitte Hier klicken!

Das Formatieren der Festplatte unterscheidet sich, je nachdem ob es sich um ein zusätzliches Laufwerk, eine zweite Partition (zum Beispiel Laufwerk „D“ oder „E“) handelt, oder ob die Festplatte, von der Windows aus gestartet wurde, formatiert werden soll: Das geht nämlich nicht direkt unter Windows, da Windows nicht sein eigenes Start-Volume löschen kann, von dem es gestartet wurde.

 

Windows formatieren: Darauf muss man achten!

Man unterscheidet zwischen dem Formatieren einer Windows Start-Festplatte (das ist die interne Festplatte, von der Microsoft Windows gerade gestartet wurde) und dem Formatieren oder Löschen einer zweiten Festplatte: Dies kann auch eine andere Partition, eine externe Festplatte oder ein USB-Stick sein – das Formatieren ist für alle drei Arten gleich und funktioniert direkt aus Windows heraus, wenn man das Laufwerk mit der rechten Maustaste anklickt.



Nur die Formatierung der Windows Start-Festplatte unterscheidet sich: Man kann die Festplatte, von der Windows gerade gestartet wurde, nicht formatieren – Windows kann sich nicht selbst löschen. Wenn Sie unter Windows die interne Festplatte zum Formatieren auswählen, kommt ein Fenster mit dieser Fehlermeldung:

Sie können dieses Volume nicht formatieren – Es enthält die Windows-Version, die momentan verwendet wird. Durch Formatieren dieses Volumes ist der Computer nicht mehr funktionsfähig.

Formatieren Fehlermeldung

Um Laufwerk C: – also die Festplatte, mit der Windows gestartet wurde (auch Start-Laufwerk oder Start-Volume genannt) – zu Formatieren, müssen Sie den PC mit der Windows-CD oder DVD neustarten. Lesen Sie dafür unsere Anleitungen zum Formatieren der Start-Festplatte. Startet der PC nicht von der CD oder DVD, müssen Sie vorher noch die Start-Reihenfolge des PCs im BIOS anpassen.

 
 

Windows Start-Festplatte Formatieren

Das Formatieren der Windows Start-Festplatte ist eine praktische Möglichkeit, um ein neues Betriebssystem auf einem vorhandenen Rechner zu installieren, das bestehende Windows komplett neu zu installieren (zum Beispiel nach einem Virenbefall oder um den Computer wieder schneller zu machen) oder sämtliche Daten auf der Festplatte komplett zu löschen. Wenn die Festplatte fertig formatiert ist, lässt sich Windows von der Windows CD oder -DVD neu installieren. Windows kann die eigene Festplatte nicht im Windows-Betrieb formatieren: Nur eine zweite angeschlossene Festplatte oder ein externes USB Laufwerk kann direkt unter Windows formatiert werden. Um die Windows Festplatte selbst zu formatieren, muss der PC mit der Windows DVD gestartet werden.

 
 

2. Festplatte oder externe Festplatte formatieren

Festplatten, auf denen sich kein Betriebssystem befindet, also z.B. eine zweite Partition (meist als Laufwerk D oder E angezeigt) oder eine externe USB-Festplatte, lassen sich genau wie Disketten, USB-Sticks oder Speicherkarten von Kamera, Handy oder MP3-Player direkt unter Windows formatieren. Dazu wird die gewünschte Festplatte oder das zu formatierende Laufwerk per Rechtsklick im Windows-Arbeitsplatz ausgewählt und „Formatieren“ angeklickt: Windows fragt dann einige Einstellungen ab und ist bereit zur Formatierung.

Wichtig! Sichern Sie vor dem Formatieren der Festplatte alle wichtigen Daten, Dokumente und Einstellunge auf eine zweite Festplatte, ein USB-Laufwerk oder auf CD oder DVD: So lassen sich nach dem Formatieren wichtige Daten schnell wieder zurückspielen. Nach der Formatierung sind die Daten auf der formatierten Festplatte oder Partition komplett gelöscht!

Windows 7: Festplatte formatieren

Windows unterscheidet hierbei nicht zwischen verschiedenen Datenträgern: USB-Sticks, Disketten, Speicherkarten und Festplatten sowie deren Partitionen werden gleich behandelt. Nach der Auswahl des Laufwerks, der Partition oder der Festplatte, die formatiert werden soll, lässt sich noch eine Schnellformatierung und das gewünschte Dateisystem ausählen. Für Windows XP, Windows Vista, Windows 7 und Windows 8 sollte man das NTFS Dateiformat wählen, &auml ;ltere Windows Version wie Windows ME, Windows 98 oder Windows 95 brauchen „FAT32“ als Dateiformat.

Dateisystem: FAT, FAT32 oder NTFS

Wenn es sich um eine externe Festplatte, Speicherkarte oder einen USB Stick handelt, ist das FAT32 Format aber manchmal trotzdem besser: Soll die Festplatte, Speicherkarte oder der USB-Stick aber auch mit anderen Ger√§ten wie Kameras, MP3 Playern, im Handy oder auf Computern, auf denen kein Windows-Betriebssystem läft, genutzt werden, sollten Sie das Laufwerk besser mit dem „FAT32“ Dateisystem formatieren: Mac OS und Linux unterstützen Microsofts NFTS Format nur teilweise – nach der Formatierung würde der Datenträger eventuell nicht erkannt.

Nachteil bei FAT, FAT16 und FAT32: So formatierte Datenträger funktionieren zwar mit nahezu allen Geräten, haben aber einen Nachteil: Ein FAT formatierter Datenträger (interne oder externe Festplatten, eine zweite Partition, Speicherkarten oder USB-Sticks) können dann keine Dateien verarbeiten, die größer als 4 GB (Mehr dazu: Wie gro√ü ist ein GB) sind. Hierfü müssen die Festplatten anders – zum Beispiel mit dem NTFS Dateisystem – formatiert werden.

 
 


Besonderheit: Speicherkarte formatieren

Eine wichtige Besonderheit sind die Speicherkarten von Digitalkameras: Diese müssen in der Regel, um von der Kamera erkannt zu werden, als „FAT“ formatiert werden – Windows gibt dies auch als Standard-Einstellung vor. Das geht allerdings auch direkt in der Kamera: Um Probleme zu vermeiden, sollten solche Speicherkarten zur Sicherheit in der jeweiligen Kamera formatiert werden. Prüfen Sie aber auch da, ob vorher alle wichtigen Bilder auf den PC übertragen wurden – ein nachträgliches Retten der Bilder und Daten erfordert spezielle Programme, die teilweise kostenpflichtig sind.

Weiterlesen: USB-Stick, Speicherkarte oder 2. Festplatte formatieren

 

Weitere Informationen zur Formatierung:

Beim Formatieren einer Festplatte ist es egal, ob es sich um eine klassische HDD oder eine SSD handelt. Auch die Marke (Seagate, WD – Western Digital, Hitachi, Samsung…) ist dabei nicht enteischend, auch wenn die meiten Hersteller eigene Programme zur Festplatttenkontrolle odewr Formatierung anbieten. Wenn man nicht den gesamten Speicherplatz der Festplatte formatieren möchte, kann man die Festplatte auch in mehrere Partitionen einteilen, die dann wie eigene Laufwerke im Betriebssystem angezeigt werden. Wie viel Gigabyte (GB) oder Terabyte (TB) die Partitionen oder die Fetplatte nach der Formatierung haben, ist für das Formatieren selber egal: Man legt zuerst die einzelnen Partitionen an, die dann der Reihe nach einzeln formatiert werden.

 




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