Vorstellungen haben hier manche  :-\  :-\  :o

Erstens mal: Ein solches "Umlageverfahren" - "Wir sparen Geld bei den Demos und stecken die in Zukunfts-Energieforschung oder in sichere Endlager" - so eine Umlage existiert nicht und Staatsorgane werden sowas wohl auch nie praktizieren können. Beim Staat gibts für alles "Titel" und "Kapitel". Viele (nicht alle) Geldumlagerungen würden die Grenzen von Ministerien oder gar von Land/Bund überschreiten und sind damit in unserer Rechtsordnung nicht durchführbar.

Zweitens sind diese Aufrechnungen "Millionenkosten wegen Randale-Demonstranten" sehr dubios: All die Polizeibeamten, die da Demonstranten wegtragen oder Ketten durchzwicken, sind ja EINGESTELLT, meist Lebenszeitbeamte. Säßen sie zuhause im Revier würden sie das gleiche Geld kosten.

Drittens will ich gar nicht bestreiten, daß unter den Demonstranten auch Zoff-Sucher sind, Antifa-Punks und solche, die an "St Florian" denken. Aber es wäre grundfalsch, den Demonstranten insgesamt Hirn und Gewissen abzusprechen, sie lächerlich zu reden oder zu kriminalisieren.
Wir alle sollten uns darin einig sein, daß Atomwirtschaft keine Zukunftslösung ist. Dafür ist ihr Energiebeitrag viel zu gering, die Atomvorräte viel zu klein, die Zukunftslasten viel zu groß.

Deshalb ist wichtig, den uneinsichtigen verbockten, Großkapital-hörigen Politikern und Staatsorganen betr. Atom möglichst viel Ärger zu bereiten. Damit endlich in den letzten Politikerkopf die Erkenntnis durchdringt: "Atom ist so unpopulär, wenn ich dafür eintrete, wählt mich niemand mehr".
Deshalb hat das "Sand ins Getriebe streuen" - was da oben stattfindet, seinen Sinn. Und hätte ich einen Traktor, führe ich auch dort hin!  ::)

 

Zitat
Und hätte ich einen Traktor, führe ich auch dort hin! 

Kannste auch ohne Trecker.... aber Hauptsache: große Klappe! Solche Leute habe ich gerne!

ich gebe mauspad insofern recht, dass diese aktionen, wie er sagt, schon ihren sinn haben. es ist aber meiner meinung nach nicht der "sand im getriebe", sondern die aufforderung der atomgegner an die mündige bevölkerung, sich mit dem problem der kernenergie zu beschäftigen.

ich selber sehe mich als befürworter dieser energietechnik.  nicht nur deswegen, weil es zZ die einzige alternative ist, um dem CO2 problem gegenüberzutreten - bis die erneuerbaren quellen soweit ausgereift sind, um ernsthaft den energiebedarf decken zu können. aus einem letztens veröffentlichten bericht über deutschlands energiepolitik ist der geplante atomausstieg nicht ohne kompensation durch neue kohlekraftwerke machbar. eine verlängerung wird wohl kommen, ob wir dies wollen oder nicht.

deswegen - demonstriert, bekundet eure meinung! das tut der demokratie gut.
... ich würde ausserdem die castor-behälter etwas farbenfroher streichen. regenbogenfarben oder so ...

Zitat
einzige alternative ist, um dem CO2 problem gegenüberzutreten
Hast du dich mal ernsthaft mit der Co2-Bilanz der Atomkraft beschäftigt. Da muss nicht nur die reine Produktion sondern alles drin und drum mit gerechnet werden. Die Kosten die dem Staat für die Entsorgung auferlegt werden (inckl. ein paar Jahrhunderte Aufwahrung - Abklingen und neueingießen usw.), der Bau und vor allem die Entsorgung der AKW hinterher, die Planung, die Sicherung, die Nebenkosten bei den Unfällen. Dann sieht der vermeindlich saubere Strom ziemlich alt aus.

Zitat
deswegen - demonstriert, bekundet eure meinung! das tut der demokratie gut.
... ich würde ausserdem die castor-behälter etwas farbenfroher streichen. regenbogenfarben oder so ...

Amen :-)[/color]

Wie gings denn ohne Atomkraftwerke? Wer darf den Strom aus alternativen erneuerbaren Quellen nutzen - die Atomkraftgegener oder die Befürworter? Oder gibts dann Strom aus Atom von Frankreich, Russland, Schweden usw? Oder bauen wir mehrere Braunkohlekraftwerke? CO2 Problem sicher größer als der sicher auch nicht saubere Strom der AKWs. Wir können nicht in die Höhle zurück und ALLE meckern und schimpfen schon bei nur einer Stunde Stromausfall!  Wir könntens auch frei nach Karl Valentin machen  Montags Strom für Brandenburg, Dienstags für Hessen, Mittwochs für Niedersachsen.... ;D;D  Ich überlege nur noch was wir mit den freigewordenen Kapazitäten der Ordnungshüter machen ;D;D

das atomstrom nicht sauber ist, möchte ich nicht bestreiten. allein der aufwand, das uran aus dem erz zu isolieren ist schon immens energielastig.
ich meinte hier eher die tatsache, dass karnkraftwerke vergleichbar niedrige emissionen verursachen, als es ein kohlekraftwerk tut. dies ist auf die laufzeit bezogen, nicht auf rückbau & endlagerung. kurzsichtig, ich weiss, aber eine bessere alternative haben wir heute noch nicht.

Meiner Meinung nach ist es nicht vorteilhaft, wenn eine Gruppe einen Transport um mehrere Millionen Euro verteuert, und danach am Verhandlungstisch sitzen will.

Natürlich sind Asse und Gorleben keine optimalen Dauerlösungen. Aber wer sich nur an Schienen kettet, findet auch keine neuen Lösungen.
Kann mich dir nur anschließen: Solche Aktionen bringen nichts und kosten den Steuerzahler nur unnötig Geld... :(

was schmerzt den mehr als eine teuerung.
na mir würde da noch etwas einfallen.
hier in kabundistan regt sich ja keiner mehr auf.
will nicht drastisch werden, aber es sollte mal etwas passieren, um das politische bewusstsein zu fördern.
grab grade nen film über so eine gruppe.

Zitat
Ich weiß zwar auch nicht, wie man das Problem mit dem Atommüll lösen kann, aber ich finde: Erstmal die Kraftwerke abschalten, keinen neuen Müll mehr produzieren, dann können wir reden!

sagt Sophie Strasser im Spiegel


Aber genau soetwas, erst machen, dann denken, das hilft uns eben nicht weiter. Denn Licht und Strom brauchen wir trotzdem.


hier in kabundistan regt sich ja keiner mehr auf.

Wenn man sich nur aufregt, passiert auch weiterhin nichts. Denken statt aufregen hat schon immer mehr geholfen.

 

Zitat
...aber ich finde: Erstmal die Kraftwerke abschalten, keinen neuen Müll mehr produzieren, dann können wir reden!
"Ich bin dagegen! Um was geht es?"
Diese Damen und Herren wären mit Sicherheit die ersten, die Sitzblockaden vor dem Energieministerium durchführen würden, wenn es nur noch 4 Tage Strom in der Woche gibt und die privaten Autos keinen Sprit mehr tanken dürfen.
Kurzsichtig, einfältig, gar "dumm" zu nennen.

Jürgen

Ohne "unser" Kernkraftwerk wären im Winter 1978 in der DDR die Lichter ausgegangen!
Warum: weil die Kohlekraftwerke nicht mehr mit Kohle beliefert werden konnten, sie war in den Waggons eingefroren!
Das solltet Ihr Atomkraftgegner mal bedenken!
Ein Atomkraftwerk ist unabhängiger gegen äußere Einflüsse wie sie damals geherrscht haben!

 ::)  Winter wie 1978 kommen höchstwahrscheinlich nicht wieder.

Verblüffend, hier soviel Atombefürwortung zu finden.
Obwohl Atom wegen seiner äußerst knappen Vorräte und der riesigen Probleme (Lagerung/Kühlung über Jahrtausende...) keinerlei ernstzunehmende Lösung ist und nie den Energiebedarf zu 30% oder mehr decken kann und wird. Und das mit "Klimakatastrophe" ist doch ein scheinheilig vorgeschobenes Argument.
In Wirklichkeit wollen die alten Energie-Saurier mit ihrer Alt-Technik nochmal Kasse machen.

Redet doch endlich mal über was zukunftsweisendes, z.B. Wasserstoff und Stromgewinnung in Wüstengebieten.
Wenn man diese fantastischen, schon laufenden Anlagen studiert, wird einem richtig SCHLECHT, wenn da im Jahr 2008 (!!!) noch viele diese Irrsinnstechnik Kernspaltung preisen.   :o   :o

 

Zitat
Verblüffend, hier soviel Atombefürwortung zu finden.
Du tust ja gerade so als hättest Du Ahnung davon!
Wenn Du wie ich 20 Jahre neben einem Reaktor gearbeitet hättest sehe Deine Sicht auf die Materie bestimmt anders aus!

Und mit dem Wetter scheinst Du Dich ja auch sehr umfassend auszukennen, wer sagt Dir daß ein Winter wie 1978 sich nicht wiederholt?
Dann wünsche ich Dir daß bei Dir der Strom zuerst ausfällt!
In Wirklichkeit wollen die alten Energie-Saurier mit ihrer Alt-Technik nochmal Kasse machen.

Für mich sind ja eher Verbrennungs-Kraftwerke (Kohle...) "Energie-Saurier mit Alt-Technik" :)
Verblüffend, hier soviel Atombefürwortung zu finden
Das entspricht nicht den Tatsachen.
Was hier klar, deutlich und sachlich dargelegt wird, ist die Tatsache, das Energie benötigt wird.
Wer der Meinung ist, das wir wertvolle, unwiederbringliche Bodenschätze einfach verbrennen sollten, dem spreche ich die Fähigkeit ab, komplex und verantwortungsbewußt zu denken.
Aus den -noch einmal: unwiederbringlichen!- Rohstoffen Erdöl und Kohle kann man nämlich mehr, erheblich mehr machen,als diese zu verbrennen.
Die Natur benötigte Millionen Jahre, um aus -unter anderem- Kohlendioxid diese Bodenschätze zu erzeugen.
Wir befördern das in Millionen von Jahren erzeugte Kohlendioxid innerhalb von 200 Jahren wieder in die Atmosphäre... 
Energiegewinnung in der Sahara...
Weißt Du eigentlich, wieviel Energie benötigt wird, Reinst- Silizium für diese Art der Energiegewinnung zu produzieren?
Und wie gedenkst Du des Nachts den Energiebedarf zu decken?
Das sind alles unausgegorene - wenn auch wunderbar populistische Vorstellungen von Laien, deren Wissen aus einem Wunschdenken entspringt, die meinen, die Grünen Wirrköpfe hätten die Weisheit der Welt gepachtet..
Die einzige gegenwärtige Möglichkeit, die Atommeiler abzuschalten und ebenso die Kohlekraftwerke?
Keine Energie mehr verbrauchen, die Autos in der Garage lassen, TV und PCs ausschalten, Kerzen zur Beleuchtung...
Unternimm etwas gegen den Irrsinn in den Benelux- Ländern und Frankreich, menschen- und autoleere Straßen uns Autobahnen des Nachts zu beleuchten, unternimm etwas gegen die nächtliche Reklameflut, lasse Dein Auto in der Garage - was glaubst Du, wieviel Energie gespart werden könnte.
Dann, ja dann tust Du etwas für die Zukunft der Menschheit.
Für deine Zukunft.
Aber, das ist unpopulär.
Man will ja ein Gutmensch sein - aber, bitteschön, ohne eigene Einschränkungen.

Jürgen

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